Via Francigena – 13. Tag Dienstag, 12. Mai 2026 Péronne – Saint-Quentin

Heute am Morgen war es richtig frisch. Die Temperatur ist in der Nacht auf 2° C gesunken. Die Sonne wärmt aber recht gut und zum Wandern ist es gerade richtig.

Im Stadtzentrum wollte ich noch Verpflegung und Wasser beschaffen, aber der erste Supermarkt hatte wirklich nur leere Regale. Vielleicht wird das Geschäft aufgelöst oder umgebaut.  Ich finde dann genau eine Bar im Zentrum, die schon offen hat. Da genieße ich den Kaffee und einen Ananassaft. Croissants oder ähnliches – Fehlanzeige.

Péronne – Zentum

La Cologne, die Köln, heißt dieser kleine Fluss, der ein paar hundert Meter später in die Somme mündet. In Richtung Ursprung weitet sich die Cologne zu einem weiten und schwer  durchdringbaren Sumpfgebiet.

La Cologne
La Cologne

Ich habe wieder das Glück auf einer ehemaligen Gleistrasse wandern zu dürfen.

Bahntrasse zwischen Péjonne und Cartigny
Bahntrasse zwischen Péjonne und Cartigny
Bahntrasse zwischen Péjonne und Cartigny

In einer parkähnlichen Anlage in Cartigny steht eine Villa.

Villa

Mairie und Post in einem

Cartigny – Mairie

Heute ist blau und grün angesagt

Allee

Ich wandere aus Cartigny, muss dabri eine Baustelle überwinden und gehe flott bergan. Zu schnell! Irgrndwo übersehe ich eine Abzweigung. Zugegeben, die Markierung in diesem Abschnitt ist nicht wirklich gut und bräuchte etwas Auffrischung. Aber dafür hätte ich ja auch GPS.

Nach Cartigny
Wegkreuz

So lerne ich einen weiteren Ort kennen: Hancourt, ein kleiner Ort umgeben von Feldern.  Die alltägliche Realität in allen landeirtschaftlichen Gebieten ist, dass viele Geschäfte, Gasthäuser und Dienstleister aufhören

Hancourt – ehemaliger Greisler

Mit einigem Umweg komme ich auf meine Route zurück. In Vraignes-en-Vermandois hole ich mir auf der Mairie den Pilgerstempel und bitte im Wasser. Die Sekretärin ist sogleich behilflich, erklärt mir noch auf einem Plakat die wichzigsten kommunslrn Fakts und möchte noch ein Bild für die Chronik. Jeden Tag schlägt auch nicht ein österreichischer Pilger hier auf.

Vraignes-en-Vermandois – in der Mairie

Auf den Feldern ist gerade Unkraut Bekämpfung am Programm. Dieses Gefährt hatte auch in einer Transformer – Serie mitspielen kommen.

Ackerspritze

Ich nähere mich schon Saint-Quentin. Der Fußweg führt jetzt auf einem frisch gemähten Rasenstreifen beben der Straße. Gut f6 due Sicherheit, anstrengend für die Füße.

Rasenstreifrn

Die letzten paar Kilometer bekomme ich ein Geschenk für meine heute schon etwas müden Beine: wieder darf ich auf einer alten Bshnlinie wandern. Immer schön gerade dahin, kaum Steigung und Gefälle und leichte Humusauflage als Bodenbedeckung.

Bahntrasse

Manchmal verläuft der Weg tuef abgesenkt, manchmal hoch über dem Umgebungsniveau. Die Bahnbrücke ist durch Stufen ersetzt worden.

Treppe statt Brücke

Die Seitenwände einer Unterführung sind mit bunten Graffitis geschmückt. So kanns auch sein.

Graffitis

Jetzt tauche ich wieder in die Zivilisation ein, ich komme in die Vororte von Saint-Quentin.

Saint-Quentin

Über die Rue de Paris mit einigen schönen und mehr weniger schönen Häusern erreiche ich das Stadtzentrum.

Rue de Paris

Ich wohne direkt im Zentrum, keine 200 m vom Place d’Hôtel de Ville entfernt.

Saint-Quentin – Place d’Hôtel de Ville
Saint-Quentin – Hôtel de Ville
Saint-Quentin – Théâtre Jean Vilar

Etwas abgesetzt steht die Basilika Saint-Quentin.

Basilika Saint-Quentin

Die Stadt soll seinen Namen von dem heiligen Quintin erhalten haben, der hier bei der Predigt des Christentums 287 n. Chr. das Martyrium erlitt. Die Gebeine des Märtyrers sollen 825 nach Saint-Quentin überführt worden sein. Vom 4. bis zum 6. Jahrhundert war Saint-Quentin Bischofssitz. Im Frühmittelalter entwickelte es sich zu einem bedeutenden Wallfahrtsort.

Basilika Saint-Quentin

1257 nahm König Ludwig der Heilige an der Übertragung der Reliquien in den Chor teil, darunter der Handreliquie des heiligen Quentin

Basilika Saint-Quentin – Handreliquie
Basilika Saint-Quentin

Die Basilika Saint-Quentin mit ihren zwei Querschiffen und fünf Portalen ist 123 m lang, hat im Langschiff und im Chor eine Höhe von 34 m und eine Breite von 52 m.

Basilika Saint-Quentin

Während meines Rundgangs „übt“ ein Organist unter Anleitung seines Lehrer an der Orgel. Er testet dabei auch die Möglichkeit des Instruments.

Basilika Saint-Quentin
Basilika Saint-Quentin

Mein Quartier, das „Logis Hôtel le Florence“ in der Rue Emile Zola ist sehr sauber und ruhig. Die Zimmer sind in große Hinterhöfe gerichtet.

Logis Hôtel le Florence

Zum Abendessen gibt’s heute Filet Mignon mit jungen Kartoffeln und hellem „La Mascotte“, einem Craft beer.

Filet Mignon

Die Strecke war heute für mich schon lang, aber ich doch gut zu bewältigen. Ich bin neugierig, was due Beine morgen dazu sagen…

Tagesstrecke: 39,2 km; ↑152 m; ↓106 m

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