1. Tag Dienstag, 25. Mai 2021 Bad Radkersburg – Klöch

Heute starten wir zeitig in der Früh. Um 5.41 Uhr geht es mit dem Bus zum Bahnhof Puntigam, wo wir die S 3 nach Spielfeld-Straß nehmen.

Mit der S 3 nach Spielfeld-Straß

Dort steigen wir in die S 31 nach Bad Radkersburg um.

Grenzbahnhof Spiefeld-Straß

Gleich geht es über die Mur.

Mur

Der Bahnhof von Bad Radkersburg liegt wie alle Bahnhöfe der Strecke weit von den Zentren weg. So machen wir uns erst auf den Weg in die Stadt.

Die Heiltherme und die vielen Reha-Betriebe haben Bad Radkersburg neues Leben eingehaucht.

Nun stehen wir am eigentlichen Startpunkt unseres Wanderabenteuers: am Weitwanderstein in Bad Radkersburg treffen sich der 07er Weg (Ostösterreichischer Grenzweg) und der 03er Weg (Österreichischer Südalpenweg).

Von der Uferpromenade aus haben wir einen schönen Blick auf das Schloss von Gornja Radgona (Oberradkersburg) in Slowenien.

An der Mur steigen dichte Nebelschleier auf. Sie stammen von der Thermalquelle am Ufer des Flusses und riechen stark schwefelig.

Wir wenden uns dem Zentrum der Altstadt zu, die qualitätsvoll renoviert wurde. Beim Rathaus mit seinem eindrucksvollen Turm biegen wir auf den Hauptplatz ein. Hier stehen alle Häuser unter Denkmalschutz.

Langgasse
Rathaus mit Turm

Das Zehnerhaus am Hauptplatz war das alte Rathaus und ist heute Kongresszentrum. Es wurde von 1607 bis 1612 von Domenico Gallo und Antonio Piazzo mit dreiteiligen Rundbogenfenstern erbaut.

Hauptplatz 10
Rundbogenfenster im Zehnerhaus

Wir machen einen kurzen Abstecher in die Filialkirche Mariahilf oder Frauenkirche, die etwas hinter den Bürgerhäusern versteckt liegt.

Hochaltar der Frauenkirche

Radkersburg war von starken Wehrmauern umgeben, von denen Reste noch erhalten sind. Als Stadt wurde Radkersburg bereits 1299 erwähnt und wurde 1582 vom Reichstag zu Augsburg zur Reichsfestung erhoben.

Befestigungsanlagen und Schanzgraben

Die Mickl-Kaserne wurde in den 2010er Jahren aufgelassen, steht aber unter Denkmalschutz.

Mickl-Kaserne

Jetzt geht es hinaus ins weite, flache Land, wo wir viele Wildtiere sehen, vor allem Rehe.

Blick nach Norden
Bei Laafeld
Auwald bei Laafeld

Weite Strecken gehen wir im Bereich der Kutschenitza, die über eine längere Strecke die Grenze zwischen Slowenien und Österreich bildet

Entlang des Auwaldes an der Kutschenitza

Die Abzweigung vom Ackerweg in den Wald ist leicht zu übersehen.

Abzweigung
Auwald an der Kutschenitza

Im kleinen Dorf Zelting kommen wir an einem alten Feuerwehrhaus vorbei.

Am Ortsrand führt eine Brücke nach Slowenien. Sie wird in Corona-Zeiten von Soldaten überwacht. Besonders interessant ist ein alter Grenzstein aus Zeiten Maria Theresias, der hier die Grenze zwischen dem Herzogtum Steiermark und dem Königtum Ungarn markierte.

Grenzübergang bei Zelting
Grenzstein

Auf dem Feld wird Steirer-Kren (Meerrettich) kultiviert.

In einem großen Hochwasserrückhaltebecken haben viele Tiere und Pflanzen einen Rückzugsort gefunden.

Rückhaltebecken an der Kutschenitza
Kuckuckslichtnelken (Lychnis flos-cuculi L. CLAIRV. )
Wiesenglockenblumen (Campanula patula L.)
Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica L.)
Kleine Mädesüß (Filipendula vulgaris MOENCH)
Gewöhnlicher Schneeball (Viburnum opulent L.)

Wir wandern weiterhin entlang der Staatsgrenze an der Kutschenitza

Mehr Kanal als Bach

Pünktlich um 12 Uhr beginnt es zu regnen. Wir werfen uns in die Regenkluft und wandern frohen Sinnes weiter.

Was macht ein bisschen Regen
Abzweigung nach Klöch

Wir komnen in Klöch an und bekommen vom Gemeindesektetär das Gemeindesiegel in unseren Wanderpass gestempelt.

Nach einem Besuch in der kleinen Dorfkirche steigen wir in Richtung Burgberg auf.

Pfarrkirche Klöch
Einfahrt zum Graf Stürgkhschen Weingut

Wir kommen an der Burgruine Hohenwarth aus dem 14. Jhdt. vorbei. Bei schönem Wetter gibt es sicher eine gute Fernsicht.

Wir erreichen unser heutiges Quartier, den Weinbaubetrieb Giessauf-Nell und freuen uns schon auf eine gute Jause und den bekannt guten Traminer.

Buschenschank Giessauf-Nell

Tagesstrecke:   20,7 km; ↑ 223 m; ↓ 41 m

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