Nach einer sehr ruhigen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück vom Buffet komme ich um 7.50 Uhr aus dem Haus. Es ist nicht so kalt wie gestern, aber wieder windig.
Ich gehe vorerst wieder den gleichen Weg wie gestern aus der Stadt hinaus.
Rue de ParisEine Hommage an S. Dali
Schließlich wende ich mich nach links und gehe hinunter an das Ufer den Canal de Saint-Quentin. Ihm werde ich heute fast den ganzen Tag folgen.
Canal de Saint-Quentin
Parallel dazu verläuft La Somme, die Somme, immer ein paar Meter tiefer im Niveau durch eine dichte Aulandschaft.
Aulandschaft der Somme
Der Graureiher hat sich längere Zeit von mir nicht stören lassen.
Graureiher
Der ehemalige Treidelweg (Uferweg) lädt zum Wandern und Joggen ein. Heute weht der Wind leider aus der falschen Richtung.
Der Canal de Saint-Quentin verläuft in der Region Hauts-de-France, ist 92 km lang und wurde 1728 – 1810 errichtet.
Canal de Saint-Quentin
Fünfunddreißig Schleusenanlagen sorgen dafür, dass Schiffe bis 38,5 m Länge, 5,05 m Breite und 1,8 m Tiefgang den Kanal befahren können. Das entspricht etwa sieben LKW- Ladungen. Tatsächlich sind keine Schiffe unterwegs.
Schleuse #23
Bei Seraucourt-le-Grand verlässt die Via Francigena den Kanal und führt vorerst über die Hügel.
Mairie in Seraucourt-le-Grand
Der Weg hat einige Überraschungen zu bieten. Zum Glück ist die Seitenböschung sehr stabil und ich kann gut darüber balancieren.
„Seeweg“
Dann holt mich der Regen ein. Mit einigen kräftigen Böen jenseits der 50 km/h wird der Regen ordentlich verteilt. Zum Glück ist das bald wieder vorbei.
Im Regen Felder
Bei Jussy stoße ich wieder auf den Kanal, dem ich bis Tergnier, meinem Tagesziel, folgen werde.
Kanal nach JussyGraureiher
Beim Bahnhof von Tergnier, keine 400 Meter vor dem Ziel erwischt mich nochmals ein Regenguss.
Tergnier
Das Hotel Royal Heveli scheint frisch renoviert zu sein, ist sehr sauber und in indischer Hand.
Hotel Royal HeveliHotel Royal Heveli
Es gibt gleich im Haus ein indisches Restaurant, was mir die Suche nach einem Abendessen erspart und mich vor weiteren Regengüssen bewahrt.
Heute am Morgen war es richtig frisch. Die Temperatur ist in der Nacht auf 2° C gesunken. Die Sonne wärmt aber recht gut und zum Wandern ist es gerade richtig.
Im Stadtzentrum will ich noch Verpflegung und Wasser beschaffen, aber der erste Supermarkt hat wirklich nur leere Regale. Vielleicht wird das Geschäft aufgelöst oder umgebaut. Ich finde dann genau eine Bar im Zentrum, die schon offen hat. Da genieße ich den Kaffee und einen Ananassaft. Croissants oder ähnliches – Fehlanzeige.
Péronne – Zentrum
La Cologne, die Köln, heißt dieser kleine Fluss, der ein paar hundert Meter später in die Somme mündet. In Richtung Ursprung weitet sich die Cologne zu einem weiten und schwer durchdringbaren Sumpfgebiet.
La CologneLa Cologne
Ich habe wieder das Glück, auf einer ehemaligen Gleistrasse wandern zu dürfen.
Bahntrasse zwischen Péronne und CartignyBahntrasse zwischen Péronne und CartignyBahntrasse zwischen Péronne und Cartigny
In einer parkähnlichen Anlage in Cartigny steht eine schöne Villa.
Villa
Mairie und Post befinden sich hier in einem Gebäude.
Cartigny – Mairie
Heute sind Blau und Grün angesagt.
Allee
Ich wandere aus Cartigny hinaus, muss dabei eine Baustelle überwinden und gehe flott bergan. Zu schnell! Irgendwo übersehe ich eine Abzweigung. Zugegeben, die Markierung in diesem Abschnitt ist nicht wirklich gut und bräuchte etwas Auffrischung. Aber dafür hätte ich ja auch GPS.
Nach CartignyWegkreuz
So lerne ich einen weiteren Ort kennen: Hancourt, ein kleiner Ort, umgeben von Feldern. Die alltägliche Realität in allen landwirtschaftlichen Gebieten ist, dass viele Geschäfte, Gasthäuser und Dienstleister aufhören.
Hancourt – ehemaliger Greißler
Mit einigem Umweg komme ich auf meine Route zurück. In Vraignes-en-Vermandois hole ich mir auf der Mairie den Pilgerstempel und bitte um Wasser. Die Sekretärin ist sogleich behilflich, erklärt mir noch auf einem Plakat die wichtigsten kommunalen Fakten und möchte noch ein Bild für die Chronik. Jeden Tag schlägt auch nicht ein österreichischer Pilger hier auf.
Vraignes-en-Vermandois – in der Mairie
Auf den Feldern steht gerade Unkrautbekämpfung am Programm. Dieses Gefährt hätte auch in einer Transformers – Serie mitspielen können.
Ackerspritze
Ich nähere mich schon Saint-Quentin. Der Fußweg führt jetzt auf einem frisch gemähten Rasenstreifen neben der Straße. Gut für die Sicherheit, anstrengend für die Füße.
Rasenstreifen
Die letzten paar Kilometer bekomme ich ein Geschenk für meine heute schon etwas müden Beine: wieder darf ich auf einer alten Bahnlinie wandern. Immer schön gerade dahin, kaum Steigung und Gefälle und eine leichte Humusauflage als Bodenbedeckung.
Bahntrasse
Manchmal verläuft der Weg tief abgesenkt, manchmal hoch über dem Umgebungsniveau. Die Bahnbrücke ist durch Stufen ersetzt worden.
Treppe statt Brücke
Die Seitenwände einer Unterführung sind mit bunten Graffitis geschmückt. So kanns auch sein.
Graffitis
Jetzt tauche ich wieder in die Zivilisation ein, ich komme in die Vororte von Saint-Quentin.
Saint-Quentin
Über die Rue de Paris mit einigen schönen und mehr weniger schönen Häusern erreiche ich das Stadtzentrum.
Rue de ParisRue de Paris
Ich wohne direkt im Zentrum, keine 200 m vom Place d’Hôtel de Ville entfernt.
Saint-Quentin – Place d’Hôtel de VilleSaint-Quentin – Hôtel de VilleSaint-Quentin – Théâtre Jean Vilar
Etwas abgesetzt steht die Basilika Saint-Quentin.
Basilika Saint-Quentin
Die Stadt soll seinen Namen vom heiligen Quintin erhalten haben, der hier bei der Predigt des Christentums 287 n. Chr. das Martyrium erlitt. Die Gebeine des Märtyrers sollen 825 nach Saint-Quentin überführt worden sein. Vom 4. bis zum 6. Jahrhundert war Saint-Quentin Bischofssitz. Im Frühmittelalter entwickelte es sich zu einem bedeutenden Wallfahrtsort.
Basilika Saint-Quentin
1257 nahm König Ludwig der Heilige an der Übertragung der Reliquien in den Chor teil, darunter der Handreliquie des heiligen Quentin.
Die Basilika Saint-Quentin mit ihren zwei Querschiffen und fünf Portalen ist 123 m lang, hat im Langschiff und im Chor eine Höhe von 34 m und eine Breite von 52 m.
Basilika Saint-Quentin
Während meines Rundgangs „übt“ ein Organist unter Anleitung seines Lehrers an der Orgel. Er testet dabei auch die Möglichkeit des Instruments aus.
Basilika Saint-QuentinBasilika Saint-Quentin
Mein Quartier, das „Logis Hôtel le Florence“ in der Rue Emile Zola ist sehr sauber und ruhig. Die Zimmer sind in Richtung großer Hinterhöfe ausgerichtet.
Logis Hôtel le FlorenceLogis Hôtel le Florence
Zum Abendessen gibt es heute Filet Mignon mit jungen Kartoffeln und hellem „La Mascotte“, einem Craft beer.
Filet Mignon
Die Strecke war heute für mich schon lang, aber ich doch gut zu bewältigen. Ich bin neugierig, was die Beine morgen dazu sagen…
In der Früh werde ich von den Hunden ruhig begrüßt. In der Nacht waren sie völlig ruhig, obwohl sie im Nebenzimmer waren.
Zum Abschied gibt es noch ein Foto mit der Hausherrin.
Gerhard und Peggy
Am Abend hat es nochmals geregnet, jetzt ist es feucht, aber es regnet nicht. Vorsichtshalber habe ich den Regenschutz nicht eingepackt.
Die heutige Route weicht von der „offiziellen“ an mehreren Stellen ab, um die Tagesstrecke zu reduzieren. Sie ist mit einer Ausnahme, der Kreuzung mit der TGV – Linie und der Autobahn A1, gut und gefahrlos zu gehen.
Enge Brücke über die AutobahnAutobahn A1
Vorher komme ich noch am Gefängnis von Bapaume vorbei. Hier haben einige der bis 600 Strafgefangenen länger Vollpension gebucht.
Centre de détention de Bapaume
Der nächtliche Regen hat seine Spuren merklich hinterlassen. Zum Glück sind nur ganz wenige Teilstücke davon betroffen.
Feldweg
Aus der Ferne sehe ich einen Turm, den ich nicht zuordnen kann.
Turm in Rocquigny
Das Dorf Rocquigny wurde im 1. Weltkrieg praktisch dem Erdboden gleichgemacht.
Die Église Notre-Dame de Rocquigny wurde 1929 nach den Plänen von Jean-Louis Sourdeau errichtet. Im Inneren zeigt der Jugendstil seine Handschrift. Die tragenden Elemente sowie der Turm sind aus Beton.
Église Notre-Dame de RocquignyÉglise Notre-Dame de RocquignyÉglise Notre-Dame de Rocquigny
Auch an die PilgerInnen hat man gedacht: Es gibt eine Ecke mit Kaffeemaschine, Keksen und Pilgerstempel.
Église Notre-Dame de Rocquigny
Die wenigen Orte werden von den Wanderwegen umgangen. Die Weite der Felder ist beeindruckend. Wenige große Landwirte haben die früheren Bauern abgelöst.
Acker
Die Kirchen sehen wie Wehrtürme aus, sind aber meist nicht sehr alt.
Die Gemeinde hieß bis 1920 lediglich Bouchavesnes. Im Ersten Weltkrieg völlig zerstört, wurde sie teilweise auf Kosten des norwegischen Unternehmers Haakon Wallem und der Stadt Bergen wiederaufgebaut. Aus Dankbarkeit ergänzte Bouchavesnes seinen Namen auf die heutige Form.
Bouchavesnes-Bergen
Auf dieser Brücke überquere ich den Canal Seine-Nord Europe. Dies ist das Projekt eines 106 km langen Kanals in Süd-Nord-Richtung durch Nordfrankreich zwischen den Einzugsgebieten der Flüsse Seine und Schelde, es ist ein Europaprojekt. Es könnte daran scheitern, dass die Flussschiffe schneller größer werden, als die Baufortschritte erfolgen.
Brücke über den Canal Seine-Nord EuropeCanal Seine-Nord EuropeCanal Seine-Nord Europe
Noch ein Hügel, dann bin ich in Péronne. Erst auf dem Hügel wir mir gewahr, dass das der Mont Saint Quentin ist, wo die heftigsten Kämpfe des 1. Weltkrieges stattgefunden haben.
Kirche am Mont Saint-Quentin
Ich bin zwar müde, schaue mich aber trotzdem in der Stadt um. Das Château de Péronne, eine uralte Burganlage aus dem Mittelalter, wurde nach dem 1. Weltkrieg rekonstruiert und 1992 um ein eindrucksvolles Museum erweitert.
Château de PéronneHäuser beim Château de PéronneÉglise Saint-Jean-BaptisteHôtel de Ville
Ich bin heute wieder auf Campingbasis in einem Mobilehome untergebracht. Hotels sind Mangelware.
Camping MunicipalMobilehomeMobilehome
Draußen ist es richtig kalt geworden, dafür haben wir eine schöne Abendstimmung. Es hat nur mehr 9° C.
Heute früh lasse ich mir ein bisschen Zeit, weil ich erst um 18.00 Uhr im Quartier sein soll.
Ich mache noch einmal eine Runde auf dem Place des Héros, der sich heute ganz anders zeigt.
Arras – Place des Héros
Arras wurde während des 1. Weltkrieges fast völlig zerstört: schon 1914 brannte das Rathaus und der Belfried stürzte ein. Die Kathedrale wurde 1915 zerstört. Im Zweiten Weltkrieg war die Stadt von Juni 1940 (Westfeldzug) bis Ende August 1944 von deutschen Truppen besetzt und wurde dann von den Briten befreit.
Die 155 Fassaden wurden nach dem 1. Weltkrieg im flandrischen Barockstil rekonstruiert.
Straße
Die Stadt Arras ist auf Kreide erbaut. Diese Kreide wurde zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert intensiv abgebaut, um Baumaterial für die Stadtgebäude zu gewinnen. Durch den Abbau entstanden riesige Höhlen im Untergrund unter der Stadt. Genau diese Höhlen wurden in der Frühjahrsoffensive genutzt, um die Deutschen zu überraschen. Hier ist einer der Eingänge zur „Unterwelt“. Das unterirdische Netzwerk ist 20 km lang und kann 20.000 Menschen unterbringen. Den Mineuren aus Neuseeland, Kiwis genannt, die die Anlage im 1. Weltkrieg ausbauten, wurde hier ein Denkmal gesetzt.
Ein Eingang zu den Tunnelsystemen
Vor dem Bahnhof liegt der Place Maréchal Foch.
Place Maréchal Foch
Im Vorort Beaurains findet heute ein großflächiger Trödelmarkt, wir würden „Fetzenmarkt“ sagen, statt.
BeaurainsWerbung über Jahre
Es herrscht starker Wind. Zum Glück gehe ich in die richtige Richtung. So treibt er mich vor sich her. Außerdem liegt der Weg meist etwas tiefer.
„Hohlweg“
Jedes Dorf hat mindest einen Soldatenfriedhof, hier der „Sunken Road Cementery“, wo 196 junge Briten, Kanadier und Neuseeländer bestattet sind.
Sunken Road CementerySunken Road Cementery
Nahe einer alten Kapelle, die auch als Buchtauschstelle Verwendung findet, werde ich wieder auf die Dimensionen der Via Francigena aufmerksam gemacht.
KapelleCanterbury – Roma
Der Gallische Hahn schmückt ein Denkmal.
Gallischer Hahn
Der Weg fühlt sich wieder wie eine aufgelassene Bahntrasse an. Später im Jahr ist er sicher zugewachsen.
Weg
Die zahlreichen Kapellen in den Orten sind verschlossen, Gottesdienste finden in den Filialkirchen selten statt.
DorfkircheDorfkirche
In der Zwischenzeit kommt vom Südosten eine Regenfront und ich beeile mich, möglichst weit trockenen Fußes unterwegs zu sein. Dann muss ich aber doch die Pelerine herausholen. Ich komme aber gleich zu einem „Bauernhof“ mit zahlreichen Hallen. Ich stelle mich in einer Stroh- und Heulagerhalle gigantischer Größe unter und kann auch eine Erholungspause einlegen.
Heu- und Strohlager
Kaum bin ich unter Dach, prasselt der Regen so richtig herunter. Die Wetterapp prophezeit eine Pause von mindest einer Stunde.
Regenpause
Etwas verfrüht wage ich mich aus der Halle und werde nochmals vom Regen eingeholt. Aber da stehe ich schon unter dem Schutz einer Kirche im Narthex.
Unter dem Schutz der Kirche
Als der Regen wirklich aufhört, bin ich nicht mehr lange zu meiner heutigen Gastfamilie unterwegs.
Favreuil – Fam. Carpentier
Die Familie hat drei Hunde und zwei Katzen, die die Wohnung einnehmen. Eine Pilgerin aus Paris ist auch eingetroffen. Sie will bis Rom durchgehen.
Den heutigen Blogbeitrag schreibe ich vom Place des Héros in Arras. Hier genieße mit vielen hundert Menschen den Samstagabend.
Arras – Abend auf dem Place des Héros
Aber zurück zum Anfang. Heute in der Früh verabschiede ich mich von meiner reizenden Gastgeberin Mme Decoupigny und breche in Richtung Süden auf. Es ist wärmer als an den letzten Tagen und es verspricht, ein schöner Tag zu werden.
Schon vom ersten Hügel aus sehe ich ein turmähnliches Gebäude, das sich später als die Ruine der Kirche von Mont-Saint-Eloi erweist.
Mont-Saint-Eloi
Der Legende nach zog sich der heilige Eligius, Bischof von Noyon und Tournai, regelmäßig auf den Hügel, auf dem später die Abtei errichtet wurde, zurück, um zu beten. Durch die Kirchenreform wurde 1068 aus der religiösen Gemeinschaft von Mont-Saint-Éloi eine Gemeinschaft von Augustiner-Chorherren. In der französischen Revolution wurde das Kloster aufgelassen und geschleift. Von der Kirche stand nur noch die Westfassade. Im ersten Weltkrieg wurden die Türme von der deutschen Armee beschossen, weil die Franzosen dort Beobachter stationiert hatten.
Mont-Saint-Eloi
Ab März 1916 lieferten sich alliierte Truppen im Norden von Arras blutige und endlose Abnutzungsschlachten und Grabenkriege mit den Deutschen. Der Soldatenfriedhof des Dörfchens Écoivres am Fuße des Hügels von Mont-Saint-Éloi mit mehr als 2500 Franzosen, Briten und Kanadiern ist dafür ein trauriges Zeugnis.
Soldatenfriedhof von Écoivres
In Marœuil sitzt der Gambrinus auf dem Kamin und prostet uns zu. Wahrscheinlich war das Gebäude einmal eine Brauerei.
Marœuil – Gambrinus
Ich darf einen kleinen Bach eine Zeit lang begleiten. Der ganze Bereich ist als Naturschutzzone ausgewiesen.
Bachweg
In einer ehemaligen Mühle ist ein Restaurant untergebracht. Das unterschächtige Wasserrad ist noch zu sehen.
Alte Mühle
Auf einem großzügig angelegten Radweg wandere ich gegen Arras.
Radweg
Gegen Mittag komme ich in das Stadtgebiet von Arras und es ist noch ein gutes Stück in das Zentrum, wo auch mein Hotel ist.
Hier verlaufen der Jakobsweg (Via Brugensis Brügge – Lille – Arras) und die Via Francigena parallel.
Hinweis auf den Jakobsweg und die Via Francigena
Zuerst mache ich mich auf die Suche nach der Kathedrale, was schwieriger ist, als man glaubt. Durch Renovierungsarbeiten ist das halbe Viertel abgesperrt und mit großem Umweg finde ich dann einen Eingang. Dort laufen gerade die Vorbereitungen zur Erstkommunion mit etwa dreizehn- bis vierzehnjährigen Halbwüchsigen. Gefühlsmäßig haben einige davon zum ersten Mal eine Kirche von innen gesehen.
Cathédrale Notre-Dame-et-Saint-Vaast d’Arras
Die Kathedrale wurde Ende des 18. Jhdt. errichtet. In der Revolutionszeit wurde der Bau unterbrochen und erst im 19. Jhdt. fertiggestellt.
Im Ersten Weltkrieg wurde mit der Altstadt von Arras auch die Kathedrale zu drei Vierteln zerstört. Der Wiederaufbau begann 1920 und wurde 1934 abgeschlossen. Im Mai 1944 erhielt die Kathedrale erneut Schäden durch einen Bombentreffer.
Cathédrale Notre-Dame-et-Saint-Vaast d’Arras
Im Kirchenraum sind viele Reliquien von Heiligen ausgestellt, die eine besondere Beziehung zu Arras hatten. Darunter auch eine des Saint Benoît Josef Labre, den ich schon in Amettes beschrieben habe. Hier handelt es sich offenbar um seine Leber.
Cathédrale Notre-Dame-et-Saint-Vaast d’Arras -Reliquie des Saint Benoît Josef Labre
Ich komme auf den Place des Héros. Hier ist leider der Wochenmarkt schon zu Ende und die Fieranten sind beim Einpacken ihrer Restware. In einer Stunde schaut es hier anders aus.
Place des Héros
Jetzt checke ich in meinem Hotel ein, das keine 70 m in einer Nebengasse liegt. Es ist wieder ein B&B-Hotel, das das beste Angebot hat und das bei der Lage!
B&B-HotelB&B-Hotel
Dann nehme ich mir die Zeit für einen kleinen Stadtbummel.
Place des Héros mit dem RathausPlace des HérosPlace des HérosPlace des HérosGasseGrand’PlaceGrand’Place
Und so genieße ich noch die Abendsonne, esse eine „Brettljause“ und trinke gutes Bier aus den Ardennen.
Die Nacht im Hotel war angenehm, das Frühstücksbuffet war ausreichend. Ich nehme wieder den Bus in die Stadt. Im Stadtgebiet ist Busfahren gratis! Heute ist ein spezieller Feiertag, weil der Tag des Sieges, Generalkapitulation Deutschlands 1945 auf einen Freitag fällt. Daher ist es noch ruhiger als sonst um diese Zeit.
Bruay-le-Buissière
Mir wurde empfohlen die Cité des Électriciens anzusehen. Das ist eine Wohnanlage und wurde zwischen 1856 und 1861 von der Compagnie des mines de Bruay erbaut, um die Familien der Bergleute zu beherbergen, die an der Grube Nr. 1 arbeiten. Diese war gleich daneben gelegen. Die Straßen wurden nach bekannten „Elektrikern“ wie Volta, Ampere etc. benannt. Der Stadtteil zählt heute zum UNESCO Weltkulturerbe.
Cité des ÉlectriciensCité des ÉlectriciensCité des Électriciens
Dann verlasse ich die Stadt durch die endlos lange Rue Alfred Leroy.
Rue Alfred Leroy
Von der Hügelkante habe ich einen schönen Blick auf die Umgebung.
Der nächste Ort ist Houdain mit ca. 7000 Einwohnern.
HoudainHoudain
Jetzt komme ich wieder in ländliche Gegenden.
FeldwegLeinfeld
Nach einer längeren Waldpassage komme ich zu einem Erholungszentrum mit Schwimmbad, verschiedenen Abenteuerspielplätzen und Picknickplätzen. Auch ein Aussichtsturm kann gegen Bezahlung bestiegen werden.
WaldAussichtsturm mit Rutschen
Dann werde ich um einen Golfplatz herumgeleitet. Wer da eine Runde spielt, bekommt einige Höhenmeter gutgeschrieben.
Golfplatz
Kriegerdenkmäler gibt es in Frankreich viele. Das in Servins zeigt einen Soldaten in bunter Uniform.
Kriegerdenkmal
Eine ganz andere Dimension hat die Necropole national Notre-Dame-de-Lorette bei Ablain-Saint-Nazaire. Auf einer Hochfläche sind auf 27 Hektar über 43.000 französische Gefallene des Ersten Weltkriegs bestattet, davon rund 20.000 in Einzelgräbern und 23.000 in acht Beinhäusern.
Necropole national Notre-Dame-de-LoretteNecropole national Notre-Dame-de-LoretteNecropole national Notre-Dame-de-Lorette
Wenn die Menschheit daraus lernen könnte….
Ich habe noch den Abstieg in den Ort zu bewältigen und stehe dann vor der Kirche und dem Rathaus meines Zielortes Ablain – Saint-Nazaire.
Ablain-Saint-NazaireAblain-Saint-Nazaire – Mairie
Ich bin heute bei einer sehr netten Dame privat untergebracht. Dass sie Englisch spricht, erleichtert die Sache enorm.
In der Nacht hat es ganz schön abgekühlt. In der Früh holt mich Madame Colette zum Frühstück in ihr Wohnzimmer. Ihr Mann Jeanne ist schon im Weggehen.
Die beiden sind sehr stolz auf ihr internationales Publikum. Im letzten Jahr hatten sie Gäste aus 32 Ländern der Erde. Ich bin heuer ihr erster Österreicher.
Madame Colette und ich
Um 7.45 Uhr bin ich auf dem Weg. Der Himmel ist stark bewölkt. Ein leichter Nieselregen hat den Ort in der Früh gestreift. Jetzt ist der in Richtung Westen abgezogen.
Rückblick auf Amettes
Wie in den letzten Tagen ziehen sich die weiten Ebenen, nur unterbrochen von kleinen Tälern.
Feldweg
Die Abraumhalden begleiten mich den ganzen Tag. Manche sind kegelförmig angelegt und bis über 100 m hoch, die jüngeren aber meist langgezogen.
Abraumhalde
Der Weg führt einmal direkt entlang einer solchen Halde, die heute meist von starker Vegetation bedeckt sind.
Abraumhalde
Wenn man das Material genauer betrachtet findet man genug kleine Kohlestückchen als Beweis ihrer Herkunft.
Kohle
Das Nordfranzösische Kohlerevier (französisch Bassin minier du Nord – Pas-de-Calais) ist ein Gebiet, das vom Steinkohlebergbau geprägt wurde. Es zieht sich von Lüttich in Belgien bis Auchel in Nordfrankreich, in Frankreich auf einer Fläche von 280 km². Ab 1773 wird industriell Kohle gewonnen.
In der Zwischenkriegszeit und nach dem 2. Weltkrieg war die Steinkohle der Wirtschaftsmotor Frankreichs.
Dafür wurden auch viele Arbeitskräfte aus ganz Europa angeworben. So kamen auch weststeirische Minenarbeiter in der Zwischenkriegszeit mit ihren Familien nach Frankreich, weil sie hier viel mehr verdienen konnten als in ihrer ärmlichen Heimat
Bruay-le-Buissière – Denkmal für die Mineure
Leider sind beide Bergbaumuseen, an denen ich vorbei komme, geschlossen.
Die Bergleute mussten untergebracht werden. So entstanden unmittelbar an den Minen Siedlungen aus identen Häusern. Vor allem Polen, Marokkaner und Italiener bildeten bis 48 Prozent der Belegschaft. Sie bildeten in Siedlungen mit eigenen Schulen, medizinischer Versorgung und Geschäften abgeschlossene Gesellschaften.
Bergwerksiedlung
Der Reichtum der Kommunen zeigt sich auch an den repräsentativen Rathäusern aus den 30er Jahren.
Marles-les-Mines – Hôtel de villeBruay-le-Buissière – Hôtel de ville
Heute habe ich leider keine Unterkunft in Zentrumsnähe bekommen. Am Rande eines riesigen Centre Commercial komme ich im B&B HOTEL Béthune Bruay-la-Buissière unter.
Da die Rezeption des Hotels erst um 17 Uhr öffnet, muss ich mir die Zeit totschlagen. Die Auswahl: McDonalds oder Subway. Alle anderen Restaurants im Einkaufszentrum öffnen erst am Abend. Subway bekommt den Vorrang.
SubwayB&B HOTEL Béthune Bruay-la-BuissièreB&B HOTEL Béthune Bruay-la-Buissière
Gleich in der Früh lege ich einen Sonderkilometer ein. Die Bäckerei, die auf meinem Weg liegt, hat noch geschlossen. Die andere liegt natürlich genau in der entgegengesetzten Richtung im Ort. Zweimal fünfhundert Meter für das Gebäck.
Am Ortsausgang wird auf einer Schautafel die heutige Etappe vorgestellt. Ich nehme sie gleich in Angriff.
Schautafel Via Francigena
An der Landschaft ändert sich nicht viel. Die Wege gehen geradewegs durch die Felder. Größere Straßen werden gemieden.
Hügellandschaft
Ein riesiger Kalksteinbruch wird nahe umgangen. Ein LKW nach dem anderen fährt zu oder weg. Die alten Abschnitte dienen als Deponie für Baurestmassen.
Kalksteinbruch
Ein schöner Schmetterling entgeht mir nicht.
Distelfalter (Vanessa cardui L.)
Von einem Strauch hängen mehrere Zöpfe von Gespinstmotten. Welche es sind, lässt sich nicht herausfinden.
Gespinst- und Knospenmotten (Yponomeutidae)
Die Routenführung der Via Francigena, meist ident mit der GR 127, führt oft außen an den Dörfern vorbei. Ich gehe nach Möglichkeit gerade durch. Da komme ich auch eher an interessanten Kulturdenkmälern wie hier am Schloss Liettres vorbei.
Das kleine Schloss wurde 1479 errichtet und fiel im gleichen Jahr beim Durchzug österreichischer Truppen einem Brand zum Opfer. Sechzig Jahre später wurde es erneut aufgebaut und wie üblich, öfters umgestaltet.
Schloss Liettres
Inzwischen ziehen dunkle Wolken auf. Ein schmaler Regenstreifen hat mich glücklicherweise nur um hunderte Meter verfehlt.
Regenwolken bei Liettres
Nun tauchen die ersten „Teril“ auf, das sind Abraumhalden von ehemaligen Kohlebergwerken. Der hat eine Höhe von etwa 50 m über dem Normalniveau. Über den Kohleabbau in der Region gibt es sicher auf den nächsten Etappen mehr Informationen.
Teril – Abraumhalde
Ein Vorteil ist auch für mich geblieben. Die ehemalige Trasse für den Transport der Kohle ist heute ein bequemer Wander- und Bikeweg.
Ehemalige EisenbahntrasseEhemalige Eisenbahntrasse
Zu Mittag erreiche ich das Dorf Amettes, wo ich übernachten will.
Die Kirche wirkt für den kleinen Ort sehr groß. Der Grund ist, dass das Dorf einen Heiligen hervorgebracht hat und deshalb zum Anziehungspunkt von vielen Gläubigen wurde. Saint Benoît Joseph Labre, Heiliger und Mystiker, stammte aus reichem Elternhaus. Er sollte Priester werden, schaffte aber aufgrund seiner Konstitution und seiner Leistungen keine Schule und wurde auch von mehreren Orden abgelehnt. Schließlich fand er Platz bei den Karthäusern, floh aus dem Kloster nach Rom, lebte dort unter ärmsten Bedingungen und starb 35-jährig. 1881 wurde er nach zahlreichen Wundern heiliggesprochen. Er gilt als der Heilige der Obdachlosen. Das Vinzidorf in Graz-Leonhard ist nach ihm benannt.
Amettes – KircheAmettes – Kirche Amettes – Saint Benoît Joseph LabreAmettes – Geburthaus von Benoît Joseph LabreAmettes – Geburthaus von Benoît Joseph Labre
Zu Mittag esse ich im La Table de Saint Benoît: Gefüllte Hühnerbrust mit Zichoriengemüse und Pommes. Dazu Veilchensaft.
Gefüllte Hühnerbrust mit Zichoriengemüse und PommesVeilchensaft
Untergebracht bin ich heute im La Ferme Des 2 Tilleules
Gestern Abend hat es sich schon angekündigt: Es wird deutlich kälter, nicht in der Nacht, sondern am Tag. Dazu kommt ein ständiger Ostwind, der auf den Hochflächen durch nichts aufgehalten wird. Da hilft nur warm anziehen. Dafür hat man ja genug mit.
In der Früh gibt es Frühstücks – Selfservice. Der Kühlschrank ist gefüllt, Brot ist vorhanden und der Kaffee ist auch gleich zubereitet.
Küche
Die ersten Kilometer geht es entlang einer wenig befahrenen Straße nach Esquerdes.
Fußweg neben der Straße
Das antike Dorf Esquerdes lag an der bedeutenden Römerstraße La Leulène, die von Thérouanne nach Sangatte an der Küste führte. Später war es bekannt für seine Papierproduktion und seine Pulvermühlen. Die Pulvermühlen wurden unter Ludwig XIV. gegründet und waren bis 1940 von strategischer Bedeutung, als die deutsche Armee sie in Besitz übernahm.
Esquerdes
Die meisten Gebäude sind aus Ziegeln errichtet. Es gibt hier wenig Felsen, nur die Flintsteinstücke, die manchmal verarbeitet werden.
Backsteinhaus
Nicht umsonst stehen hier zahlreiche Windräder zur Energiegewinnung – es gibt genug Wind.
Windräder
Die Wegqualität ist ganz unterschiedlich. Es wechselt alles ab. Von Gras zu Bruchstein und Asphalt.
Feldweg Landschaft
Das härteste Stück ist ein Hohlweg in der Ebene mit lauter losen Flintsteinen, die von Gras bedeckt sind.
Hohlweg
Die kleine Dorfschule in Dohem wird noch benutzt. Aus dem Pausenhof höre ich bekannten Kinderlärm.
Schule in Dohem
In der Gemeindeverwaltung von Delettes bekomme ich von einer netten Bediensteten den Stempel durch das Fenster. Amtsstunden sind erst Nachmittag.
Delettes
Auf der gesamten Strecke gibt es keine Möglichkeit einzukehren oder irgendetwas zu kaufen.
So bin ich dann froh, in Thérouanne anzukommen und gleich das Quartier beziehen zu können. Den Türcode und das Zimmer kenne ich schon per E-Mail.
Das Haus Eden wurde erst kürzlich von neuen Betreibern übernommen.
Thérouanne – EdenThérouanne – Eden
Thérouanne ist heute ein kleiner Ort mit etwa 1150 Einwohnern. Es ist eigentlich fast nicht vorstellbar, welche Geschichte da dahintersteckt.
Zur Zeit der Gallier war es als Tarvenna die Hauptstadt des Keltenstammes der Moriner. Nach der Eroberung durch die Römer blieb diese Stellung erhalten. Im 7. Jhdt. wurde es zum Bischofssitz.
Der weitreichende Einfluss versetzte den Bischof in die Lage, eine Kathedrale zu bauen, die zu dieser Zeit die größte in Frankreich war.
Im Sommer 1553 wurde die Stadt auf Befehl Kaiser Karls V. als Vergeltung für eine Niederlage bei Metz zerstört: die Mauern wurden geschleift, die Straßen aufgerissen und umgepflügt, der Boden mit Salz unfruchtbar gemacht. Die einst wichtigste Stadt der Region wurde ausgelöscht und nie mehr entsprechend aufgebaut.
Die Nacht war wieder ruhig. Seit drei Tagen ist der Internetzugang in diesem Abschnitt gestört. Telefonieren geht über die Mobilfunkleitungen auch nur schlecht. Datenrate: 0.34 kB! Außerhalb des Dorfes war’s dann wieder ok.
Das Frühstück wurde mir um 7.00 Uhr ins „Haus“ serviert:
Frühstück
So bin ich um 7.45 Uhr aufgebrochen, habe am Ortausgang meinen Blog abgesetzt und bin dann losgegangen. Es geht heute ständig hügelauf – hügelab, nicht sehr steil, aber ständig. Da kommen trotzdem einige Höhenmeter zusammen.
Südöstlich von Nort-NeulinghemRückblick auf Nort-Neulinghem
Die Wege sind wieder sehr unterschiedlich. Es waren überraschend viele Wiesen- und Feldwege dabei. Die Feldgrößen erinnern an Agrarindustrie.
FeldwegKartoffelfeld
Hier gibt es auch riesige Leinfelder, deren zarte, blaue Blüten die Äcker einfärben.
Leinfeld
In einiger Entfernung stehen einige Windmühlen oder Überreste davon.
Windmühle
Im kleinen Dorf Cormette treffe ich in der Dorfkirche Arbeiter bei der Renovierung der Kirche Église Saint-Folquin an.
Église Saint-Folquin
Seit zwei Jahren arbeiten sie, offensichtlich ehrenamtlich, um die Kirche wieder in Schuss zu bekommen.
Église Saint-Folquin
Derzeit wird gerade der neue Sternenhimmel montiert. Einer der Arbeiter erzählt mir, dass hier bereits vor Karl dem Großen eine Kirche mit Friedhof existiert haben soll. Der jetzige Bau stammt aus dem 13. Jhdt.
Église Saint-Folquin
Er sucht noch nach dem Pilgerstempel und findet ihn unter einem Stapel „Sternenhimmel“- Paneele. Das Stempelkissen bleibt unauffindbar.
Der Hl. Folquin war Enkel von Karl Martell und von 817 bis 855 Bischof von Thérouanne. Er wurde in seiner Funktion von Heinrich dem Frommen bestätigt, war also ein richtiger VIP der damaligen Zeit.
In dieser Kirche spielte auch der Hl. Lambertus eine wichtige Rolle. Neben einer Statue seht auch ein (leerer) „Reliquienschrein“ inmitten des Baustellenwirrwarrs.
„Reliquienschrein“
Dass die Römer hier keinen leichten Stand gehabt haben, wissen wir von Asterix. Einer davon ist noch übrig.
Römer
Heute komme ich schon früh in meinem Tagesziel Wisques an. Viele der Ortsnamen haben hier eine flämische Wurzel.
Wisques hat zwar nur 222 Einwohner, dafür aber zwei Klöster: eines für Benediktiner und eines für Benediktinerinnen.
Ortsschild Wisques
Die Abbaye St. Paul de Wisques wurde 1889 gegründet und ist heute in einem ehemaligen, umgebauten Schloss untergebracht.
Abbaye St. Paul de Wisques
Nicht weit davon steht das weibliche Pendant, die Abbaye Notre-Dame de Wisques.
Abbaye Notre-Dame de Wisques
Dieses Kloster ist seit 1894 selbstständige Abtei.
Abbaye Notre-Dame de Wisques
In der Kirche ist der Chortrakt der Nonnen von dem der weltlichen Besucher streng abgetrennt.
Derzeit gibt es 17 Benediktinerinnen und 17 Benediktiner in den beiden Klöstern.
Abbaye Notre-Dame de Wisques
Ich wohne im netten Gästehaus „Saint Charles“ neben dem Hauptgebäude.