Was soll das? Der ist doch erst von Canterbury bis Reims gewandert! Warum jetzt plötzlich ab Lausanne? Die Lösung ist recht einfach: Der neue Abschnitt über den Großen St. Berhard-Pass führt mit 2469 m über hochalpines Gebiet und ist für mich als alpin nicht sehr erfahrener Flachländer nur im Sommer bzw. Frühherbst, wenn die Strecke schneefrei ist, zu bewältigen. Wenn dort bis Juni eine dicke Schneedecke liegt, muss man sehr bergerfahren sein, dieses Risiko kann und will ich nicht auf mich nehmen.
Die Strecke Reims – Lausanne kann ich auch in klimatisch ungünstigeren Zeiten wandern.
Eine kleine Reminiszenz: Die Via Francigena oder der Frankenweg ist einer der traditionsreichen Pilgerwege Europas und führt von Canterbury durch Frankreich und die Schweiz, überquert die Alpen am Großen St. Bernhard-Pass und führt durch die Toskana bis nach Rom. Er basiert auf der Reise des Erzbischofs Sigeric im Jahr 990, führt durch 5 Länder und ist eine Kulturroute des Europarates.
Meine jetzt geplante Strecke startet in Lausanne, das ich schon auf meinem Jakobsweg durch die Schweiz erwandert habe. Von dort geht es am Nordufer des Genfersees oder Lac Leman über Montreux zum Zufluss der Rhone. Dann folgt der Weg der Rhone eine Zeit lang und steigt hinauf zur Passhöhe des St. Bernhard an der schweizer-italienischen Grenze. Von dort gelangt man hinunter in das Aostatal, dem die Strecke bis Ivrea folgt.
Ich lade euch ein, mir auf dem Weg virtuell zu folgen und freue mich auf euere Kommentare.
An guatn Weg allen, die gerade auf einem der vielen Pilger- und Weitwanderwege unterwegs sind.
Diese Zusammenfassung beschreibt die Via Francigena von ihrem ursprünglichen Startpunkt in Canterbury, England, nach Reims in Frankreich.
Anreise und Rückfahrt: Für die Anreisekam aus Kosten- und Zeitgründen nur der Direktflug Graz – London-Gatwick mit den British Airways in Frage. Anschließend ging es mit der Bahn nach Canterbury.
British Airlines Airbus A320-232
Die Rückreise von Reims nach Graz mit der Bahn war wesentlich komplizierter und teurer. Um an einem Tag die Strecke zu bewältigen war auch Glück mit im Spiel. Ein Rückflug nach Graz wäre zeitlich nicht kürzer, aber erheblich kostspieliger gewesen.
TGV InOui
Der Weg: Im wesentlichen habe ich mich an den „offiziellen“ Wegverlauf gehalten. Zwischendurch habe ich aber die Routen meinen Bedürfnissen angepasst.
Die meisten Wegabschnitte sind sehr gut markiert. Öfters verlaufen mehrere Wege auf identer Strecke. Das sind vor allem die GR 145 und die GR128. Es ist von Vorteil, über ein Offline – GPS-App (OsMand+ o.ä. ) zu verfügen, um sich auch alternative Routen aussuchen zu können oder in Städten die gewünschte Route zu finden.
Achtung: Meilen nicht Kilometer!
In England gibt es immer noch die alten traditionellen Footpathes, die schon seit Jahrhunderen bestehen und auch über Äcker verlaufen können.
Footpath querfeldein
So habe ich gleich die ersten beiden Strecken in Frankreich durch einen anderen Verlauf umgangen und dadurch Kilometer und Übernachtungen gespart.
Der Asphaltanteil ist zeitweise hoch, aber in guter Relation mit anderen Wegen. In England ist die Strecke noch leicht hügelig, in Frankreich jedoch sehr flach. Stark befahrene Strecken müssen kaum begangen werden. Manchmal ist man froh, wenn man einem Auto oder Traktor begegnet.
Unterkunft und Verpflegung: Im Anhang gibt es auch meine Unterkunftsliste, die aber nur eine Anregung sein kann. Die Aktualität ist sehr unterschiedlich. Es gibt wenige typische „Pilgerherbergen“. Im Wesentlichen ist man auf Pensionen und Hotels angewiesen.
Auf Campingplätzen werden oft Mobilehomes an Pilger vermietet. Sie sind sehr bequem, trocken und warm.
Mobilehome
Die Qualität der Quartiere ist nicht immer vom Preis abhängig. Besonders in Frankreich können mehrere Feiertage hintereinander dazu führen, dass alle erschwinglichen Quartiere ausgebucht sind. Vor allem am Wochenende gibt es auch wenig Busverbindungen, um in entferntere Quartiere auszuweichen.
Bed & Breakfast
Es lohnt sich, sich rechtzeitig um die Verpflegung zu kümmern. Es kann durchaus sein, dass es zwar eine Unterkunft, aber kein Essen gibt, oder, dass alle Geschäfte geschlossen sind. Sonst gibt es natürlich meist Kebab, Pizza oder Asia-Food.
Natur und Kultur: Der Weg führt sowohl in England als auch in Frankreich durch seit jeher agrarisch genutzes Gebiet mit teilweise Jahrhunderte alten Siedlungen. In England sind viele während des 2. Weltkrieges zerbombt worden. In Frankreich ist kaum ein Dorf in der durchwanderten Region im 1. Weltkrieg unzerstört geblieben. Im 2- Weltkrieg kam das Unglück noch ein zweites Mal. Zahlreiche Naturschutzgebiete, vor allem Feuchtbiotope, sind am Wegesrand interessant.
Die kulturellen Highlights auf der Route sind zahlreich, seien es vielen Relikte aus dem Mittelalter wie Kirchen und Burgen, oder Bauten aus dem Barock oder Art Deco. Fast jeder Ort kann mit einem mittelalterlichen Kern oder interessanten Gebäuden, aufwarten, die meisten sind aber wiedererrichtet.
Wanderführer: Für die Via Francicena gibt es einen aktuellen englichen Wanderführer.
„Walking the Via Francigena Pilgrim Route – Part 1: Canterbury to Lausanne“ (Cicerone guidebooks) Taschenbuch – 15. Februar 2023 Englisch Ausgabe von Sandy Brown (Autor)
Auch im Internet gibt es Apps und Links, die teilweise hilfreich sein können:
https://www.viefrancigene.org/ Diese Seite ist im Aufbau begriffen, Sie bietet die „offiziellen“ Routen und einige Quartiere.
Die App „Camino Ninja“ ist auch gerade im Aufbau. Sie ist sehr „Booking.com“-lastig.
Auf der Seite der Federation Francais de la Via Francigena (FFVT) wird alljährlich ein Adressenbuch angeboten: https://ffvf.fr/
Statistik:
An den 18 Gehtagen habe ich mehr als 475 km zurückgelegt, für die „nackten Nettokilometer“ bleiben nach Abzug der Stadtbesichtigungen und diverser „Ehrenrunden“ 446 km übrig. Dabei fielen etwa 3750 Bergauf- und 3480 Bergab- Höhenmeter an. Die Tagesstrecken lagen zwischen 18,1 und 39,2 km, im Median 26,0 km.
Alle Angaben bezüglich der Quartiere und Distanzen sind ohne Gewähr. Es liegt in der Eigenverantwortung des Benutzers, sich von der Richtigkeit zu überzeugen.
Heute morgen ist es trocken. So kann ich einmal die Regenklamotten im Rucksack lassen.
Heute geht es mit der Bahn heimwärts. Ich bin schon gespannt,ob sich der Fahrplan realisieren lässt.
Ich marschiere zum Bahnhof und hole mein Frühstück nach.
Gare de ReimsGare de Reims
Mein Zug ist ein TGV inOui mit allem Komfort. Ich habe ein 1. Klasse – Ticket bekommen (warum weiß ich nicht) und wir brausen mit bis zu 320 km/h durch die Landschaft.
TGV inOuiTGV inOui
Wir erreichen pünktlich Paris Gare de l’Est – ein riesiger Bahnhof. Ich habe wenige Minuten um kurz Pariser Luft zu schnuppern und begebe mich für die Weiterfahrt auf Bahnsteig 30.
Paris Gare de l’EstParis Gare de l’EstParis Gare de l’Est – Bahnhofsvorplatz Paris Gare de l’Est – zur MetroParis Gare de l’Est – ZuganzeigeParis Gare de l’Est
Der Zug ist ziemlich voll. Jetzt sitze ich in der 2. Klasse. Da sind jeweils vier Sitze pro Reihe.
Dann passiert es. Ein kurzer Knall und der Strom ist weg. Erste Diagnose: Eine Taube ist in die Oberleitung geflogen und hat ihr Leben beendet. Kurzschluss im System. Die Verzögerung der Abfahrt soll zehn Minuten betragen.
Nach ein paar Minuten: Jemand hat seinen Regenschirm von einem Übergang auf die Oberleitung entsorgt. Alle Bahngleise sind ohne Strom. Die Verzögerung wird mehr als 30 Minuten betragen. Wir werden sehen….
Um 09.55 statt um 09.06 geht es endlich los. Vielleicht fährt der Zug 400km/h, dann geht sich das bis Mannheim locker aus.
Derzeit ist die Verspätung konstant bei 50 Minuten geblieben.
In Mannheim steht gerade ein Zug nach Augsburg -München zur Abfahrt bereit. Hinein und weiter geht’s. Sogar einen Sitzplatz habe ich bekommen.
Jetzt sitze ich im letzten Zug nach Graz, im ICE 211. Nun kann ich wenigstens keinen Anschluss versäumen.
ICE 211
Hohensalzburg im Abendlicht: nur mehr vier Stunden bis Graz.
Hohensalzburg
In Bischofshofen ist kein Lokführer da. Der steckt im verspäteten Gegenzug. Daher kommt eine Verspätung von 25 Minuten zustande. Was solls, bei einer Gesamtzeit von 17 Stunden.
Graz – Hauptbahnhof
Ich werde am Bahnhof von Heidrun, meiner lieben Frau, Bodenstation in Planungsfragen unterwegs und Unterstützerin abgeholt.
Eine ereignisreiche Wanderung geht gut zu Ende. Allen an guatn Weg!
Der gestrige „Ruhetag“ hat sicher gut getan. In der Früh gehe ich bei schönem Wetter erst einmal zum Bahnhof, um etwas Proviant zu requirieren und anschließend zur Bushaltestelle hinter dem Bahnhof.
Der Bus kommt pünktlich und bringt mich nach Cormicy zurück. Dort habe ich am Samstag in den Bus gewechselt.
Ich komme schnell in einen guten Rhythmus. Gleich nach der Ortsgrenze bin ich heute von Weingärten umgeben. Die Stöcke sind auch im hohen Alter sehr niedrig gehalten.
Weingarten
Die drei am häufigsten für Champagner verwendeten Rebsorten in der Bezeichnung sind Chardonnay, Pinot Noir (Blauburgunder) und Meunier.
Am Weinberg
Die Blüten sind gegenüber unseren zu Hause zwei Wochen hintennach.
Weinblüten
Ein Künstler hat dieses Tor hat für eine Zeichnung verwendet
Tor
Die Kirche Saint-Sauveur von Hermonville aus dem 12. und 13. Jhdt ist leider den Tauben überlassen.
Hermonville – Saint-Sauveur
In einem Garten entdecke ich die ersten roten Kirschen.
Kirschen
Am Waldrand stehen fünf Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr. Es dürfte sich um eine Einsatzübung gehandelt haben. Kein Einsatz für das KIT.
Feuerwehrautos
Bei Merfy sehe ich zum ersten Mal auf Reims. Es ist noch ziemlich weit entfernt.
Reims
Erst muss ich die Autobahn A26 überqueren.
A26
Wieder stoße ich auf einen der vielen Kanäle, die heute ihre Bedeutung verloren haben. Der Canal d’Aisne à la Marne. Auf ihm kann man ins Zentrum von Reims fahren.
Canal d’Aisne à la Marne
Alt trifft auf neu:
Canal d’Aisne à la MarneCanal d’Aisne à la Marne – Kongresszentrum
Über diese Brücke komme ich direkt zur Kathedrale.
Pont de Vesle
Jetzt bin ich am Ende des ersten Abschnittes auf der Via Francigena angekommen.
Reims – vor der Kathedrale
Die Via Francigena und der GR 145 sind zwei treue Begleiter gewesen. GR steht für Sentier de Grande Randonnée oder Fernwanderweg.
GR 145
Ich gehe noch in die Kathedrale, wo ich einen schönen Stempel für meine Sammlung bekomme und als Pilger registriert werde.
Kathedrale
Nach einer kurzen Pause im Hotel streife ich noch durch die Innenstadt.
Das Postamt wurde 1926/27 entworfen und aus Beton erbaut. Das Rondell mit einem Durchmesser von 17,5 m ist für den Publikumsverkehr gedacht.
PostamtPostamtPostamt
Den Abschluss des Rundganges bildet Église Saint-Jacques de Reims, die von 1190 bis 1270 errichtet wurde.
Église Saint-Jacques de ReimsÉglise Saint-Jacques de ReimsÉglise Saint-Jacques de Reims
Wie ich gestern bereits erwähnt habe, gibt es am Sonntag keine Busverbindung nach Cormicy. So lege ich einen „Ruhetag“ ein. Seit meinem letzten Besuch hier vor Jahrzehnten hat sich natürlich viel verändert. Ich kann mich noch gut erinnern, dass wir damals direkt vor der Kathedrale geparkt haben.
Ich möchte meinen heutigen Bericht auf drei Schwerpunkte beschränken: die Cathédrale Notre-Dame de Reims, die Basilique Saint-Remi de Reims und öffentliche Plätze und Straßen.
Die Stadt wurde bereits von den Kelten um 80 v. Chr. gegründet und wurde von den Römern im Gallischen Krieg erobert und nach den Römern Civitas Remorum genannt. (Caesar schau owa). Schon damals war sie Provinzhauptstadt.
Römische Porte de Mars aus dem 3. Jhdt
451 eroberten die Hunnen unter Attila die Stadt, zogen aber nach der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern (nicht weit von Reims) wieder ab.
In der Kathedrale der Stadt wurde zwischen 497 und 499 Chlodwig I. durch Bischof Remigius getauft, was entscheidend für den Aufbau des Frankenreiches wurde. Viele Könige wurden hier gekrönt und auch hier bestattet.
Im 1. Weltkrieg wurden etwa 60 % der Stadt zerstört und danach im Art Déco – Stil erneuert.
Am Ende des 2. Weltkriegs hat hier am 7. Mai 1945 Generaloberst Alfred Jodl im damaligen Hauptquartier von General Dwight D. Eisenhower die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht unterzeichnet.
In Reims fand 1962 das Versöhnungstreffen zwischen Präsident Charles de Gaulle und Konrad Adenauer statt.
Eine kurze Zusammenfassung einer umfangreichen Geschichte.
La Cathédrale Notre-Dame de Reims geht auf Vorgängerbauten aus dem 5. Jhdt zurück und wurde im Wesentlichen im 12. Jhdt. errichtet. Immer wieder wurden Teile der Kathedrale Opfer von Bränden und Zerstörung.
Cathédrale Notre-Dame de ReimsCathédrale Notre-Dame de ReimsCathédrale Notre-Dame de ReimsCathédrale Notre-Dame de ReimsCathédrale Notre-Dame de Reims – Fenster von Marc Chagall Cathédrale Notre-Dame de Reims – Fenster vom Deutschen Imi KnoebelCathédrale Notre-Dame de Reims – InnenfassadeCathédrale Notre-Dame de Reims
Eine zweite Kirche spielte in der Geschichte der Stadt auch eine große Rolle: die Abbayé Saint-Remi und die Abteikirche Basilika Saint-Remi (1049 geweiht)
Seit dem 7. Jahrhundert bildete sich am Grab des heiligen Remigius († 533), Bischof von Reims und Täufer des Königs Chlodwig, eine religiöse Gemeinschaft. Diese wurde von den Benediktinern übernommen.
Basilika Saint-RemiBasilika Saint-RemiBasilika Saint-RemiBasilika Saint-Remi – Schrein des Saint-RemiBasilika Saint-Remi – Schrein des Saint-RemiBasilika Saint-Remi
Das Rathaus, das Hôtel de Ville, ist ein eindrucksvoller Repräsentationsbau.
Reims – Hôtel de Ville
Zum Abschluss des heutigen Tages genehmige ich mir ein Bierchen in einem netten, urigen Lokal.
Pub d’Escale
Tagesstrecke: genügend viele km für einen Ruhetag.
In der Nacht dürfte es öfters geregnet haben, aber ich habe gut geschlafen. Pünktlich um 7 Uhr kommen die Hausleute mit dem Frühstück. Ich habe richtig Hunger. Daran merke ich, dass ich die letzten Tage ordentlich „gearbeitet“ habe.
Schon vor 8 Uhr bin ich wieder auf der Straße. Der heutige Tag ist sehr asphaltlastig. Das macht mir nicht wirklich viel aus, außer dass ich dann zu schnell werde.
Straße
Um 9 Uhr bin ich schon in Corbeny und stoße dort auf den ersten Weingarten. Hat die Champagne schon begonnen?
Weingarten
Doch auch ein Schwert in einem Felsen finde ich dort. Sollte das das Excalibur 2.0 sein, das König Arthur noch herausziehen sollte? Ich habe es nicht versucht.
Excalibur 2.0
Im „Zentrum“ angekommen, kehre gleich in der Bar ein. Dort erfahre ich von der Wirtin, dass im nächsten Ort kein Quartier frei ist, und im übernächsten im Haus Emmaus nur ein Bett zur Verfügung steht.
Das waren noch Zeiten, als Post, Telegraph, Telefon und Sparkasse unter einem Dach vereint waren. Was ist ein Telegraph? Haha…
Kommunikationszentrum
Ich warte, bis ein Zwischenregenguss beendet ist und marschiere in den Horizont.
Straße
Hinter dem Hügel liegt Juvincourt-et-Damary, ein weiters Dorf am Weg.
Juvincourt-et-Damary
Danach geht es auf Gras weiter, aber nur 2,5 km. Dann ist wieder Asphalt bis zum Ende dran. Felder gibt es ohne Ende.
Wiesenweg Gerstenfeld
In Berry-au-Bac gäbe es im Emmaus-Zentrum doch eine Übernachtungsmöglichkeit. Die Emmaus-Gruppe setzt sich für Benachteiligte aller Art ein und wird von vielen Ehrenamtlichen getragen.
Es ist erst 11.30 Uhr. Was soll ich dort den ganzen Tag. Ich esse dort mit den Leuten. Das Essen schmeckt vorzüglich. Ich hinterlasse eine Spende und gehe weiter bis Cormicy.
Gleich nach Berry-au-Bac überquere ich zwei Arme der Aisne und dann den Canal Latéral á l’Aisne.
Aisne
Da werde ich auch Zeuge einer Schiffshebung in einer Schleuse. Links und rechts neben dem Schiff sind nur zentimeterbreite Zwischenräume.
Schleuse des Canal Latéral á l’AisneSchleuse des Canal Latéral á l’AisneSchleuse des Canal Latéral á l’Aisne.
In Cormicy nehme ich den Bus nach Reims, da es in der ganzen Umgebung keine freien Unterkünfte gibt. Nach einer Fahrt von etwa 40 Minuten komme ich hinter dem Bahnhof in Reims an und gehe gleich in mein Hotel, das Ardenn‘ Hotel. Das Haus ist klein, sauber und günstig.
Ardenn‘ Hotel Ardenn‘ Hotel
Dann begebe ich mich auf einen kurzen Erkundungspaziergang zur Kathedrale.
Cathédrale Notre-Dame de Reims
Morgen nehme ich mir einen „Ruhetag“, um Reims zu besichtigen. Am Montag werde ich mit dem Bus wieder nach Corveny fahren, um weiterzugehen. Am Sonntag gibt es keinen Bus.
Schließlich gehe ich noch Essen, diesmal libanesisch. Hmmm…
Salat aus Gemüse, Zwiebeln, Tomaten mit frischem FladenbrotLammkoteletts mit Pommes
Das Gebäude, in dem ich heute geschlafen habe, stammt aus dem 12. Jhdt., ein Dachbalken im obersten Geschoss ist mit 1775 datiert. Ein wahrlich historisches Haus.
Holzbalken
Das Frühstück ist wieder ausreichend und wird vom freundlichen und hilfsbereiten Chef persönlich serviert.
Ich gehe bei blauem Himmel nochmals die paar Meter zur Kathedrale um sie mir von außen und vor allem von der Seite nochmals anzusehen.
Cathédrale Notre-Dame de Laon
Die Fensteröffnungen sind noch viel kleiner und die Stützpfeiler nicht so ausgeprägt. Damals sind ja auch einige Bauwerke während des Baus zusammengestürzt. Auch die vier Türme aus der Frühgotik sind interessant.
Cathédrale Notre-Dame de LaonCathédrale Notre-Dame de Laon
Die Aussicht ist nicht so klar, die Luft noch feucht.
Laon – Aussicht nach Norden
Nun gehe ich durch die fast menschenleere Hauptstraße Richtung Westen, versorge mich mit etwas Proviant und genieße die Ruhe der erwachenden Stadt.
Laon – Rue Saint-Jean
Im Westen steht die zweite große Kirche, die Èglise Saint-Martin, die zur Abbaye Saint-Martin gehörte. Das Kloster wurde 1124 gegründet. Es ersetzte eine karolingische Klostergemeinschaft, die es mit dem klösterlichen Leben nicht so genau nahm. Deshalb holte der Bischof Ordensleute des von Norbert von Xanten neu gegründeten Prämonstratenser Ordens. 1810 wurde das Kloster aufgelöst und in ein Spital verwandelt.
Laon – Èglise Saint-Martin
Ich verlasse die Stadt durch die Porte de Soissons, eines der Stadttore der Befestigungsanlage der Stadt.
Porte de Soissons
Es geht steil den Berg hinab in die Vorstadt und gleich ins Grüne.
Wiesenweg
Aus der Entfernung zeigt sich die Kathedrale mit den vier Türmen noch einmal im Sonnenlicht.
Laon
Das Wetter ist heute sehr wechselhaft. Sonnenschein und Regenschauer wechseln sich ständig ab. In Bruyères-et-Montbérault besuche ich eine Bar, um dem Regenschauer zu entgehen.
Ein Vorgängerbau der Église Notre-Dame de Bruyères-et-Montbérault wird schon 630 erwähnt, 1083 wird ein Neubau eingeweiht. Zwischendurch diente die Kirche als Pferdestall und Feldlazarett.
Église Notre-Dame de Bruyères-et-MontbéraultÉglise Notre-Dame de Bruyères-et-MontbéraultÉglise Notre-Dame de Bruyères-et-Montbérault
Unterwegs treffe ich ein Pilgerpaar aus Dunkerque, das nach Santiago unterwegs ist.
Im kleinen Dorf Martigny-Courpierre treffe ich auf das zweite Highlight des heutigen Tages. Im ersten Weltkrieg wurde die Dorfkirche völlig zerstört. Im Gegensatz zu anderen Orten, wo man das Alte wiederherzustellen versuchte, ging man hier ganz neue, mutige Wege.
Die Kirche wurde zwischen 1929 und 1932 nach den Plänen des Architekten Albert-Paul Müller erbaut. Im Art-déco-Stil mit romanischen Einflüssen ist sie in Form eines lateinischen Kreuzes angelegt.
Die direkt auf die Zementwände gemalten Innengemälde der Kirche stammen von Eugène-Jean Chapleau; die Glasfenster wurden von Louis Barillet, Jacques Le Chevallier und Théodore-Gérard Hanssen geschaffen. Sie tauchen den Innenraum in ein Licht, das man von den großen Kathedralen gewöhnt ist.
L’église Saint-Martin de Martigny-CourpierreL’église Saint-Martin de Martigny-CourpierreL’église Saint-Martin de Martigny-CourpierreL’église Saint-Martin de Martigny-CourpierreL’église Saint-Martin de Martigny-Courpierre
Die Gestaltung der Turmkrone aus Beton ist bemerkenswert. Die Natur setzt ihre zusätzlichen Akzente.
L’église Saint-Martin de Martigny-Courpierre
Ich komme an einer Kette von kleinen Seen vorbei, die einerseits als Naturrefugien, andererseits als Erholungszentren genutzt werden.
Lac de l’AiletteLac de l’Ailette
Als wieder ein Regenguss einsetzt, gelingt es mir in einen Unterstand beim Tourismuszentrum zu flüchten und den Regen auszusitzen. Danach geht es über einen neuen Radweg weiter.
Radweg
Der führt direkt zu den Ruienen der Abbaye de Vauclair, dem dritten Höhepunkt des Tages.
Das Kloster wurde 1134 von Bernhard von Clairvaux gegründet und war ein Tochterkloster der Primarabtei Clairvaux. Es wuchs so rasch, dass es bereits im 12. Jhdt. erweitert werden musste. Der größte Teil der Gebäude blieb auch in der französischen Revolution intakt. Erst als nach starker Beschädigung im 1. Weltkrieg die Anlage als Materialquelle diente, erfolgte der Niedergang.
Abbaye de VauclairAbbaye de VauclairAbbaye de Vauclair
Dann komme ich ordentlich unter Druck. Ein neuer Regenguss ist vorhersehbar und das Quartier noch gut zwei Kilometer entfernt. Ich schaffe es, trocken in Bouconville-Vauclair anzukommen.
Escapade de VauclairEscapade de VauclairEscapade de Vauclair
Heute gibt es im Hotel kein Frühstück, aber einen Wasserkocher und Kaffee. Daher bin ich zeitunabhängig und gehe schon etwas früher aus dem Haus. Heute habe ich die längste Etappe dieses Abschnittes vor mir.
Um 7.15 Uhr breche ich auf um im nächsten (einzigen) Café nach etwas Süßem (Croissant) zu suchen. Leider Fehlanzeige.
Ich nehme Abschied von meinem gestrigen treuen Begleiter, dem Canal de Saint-Quentin, der hier gleich drei Schleusen hintereinander aufweist.
Canal de Saint-QuentinCanal de Saint-Quentin
Grund dafür ist auch, dass hier der Canal de la Sambre à l’Oise einmündet. Hier sehe ich zum ersten Mal einen Frachter in Verwendung.
Frachter auf dem Canal de la Sambre à l’Oise
Die Oise kommt dann nochmals als selbstständiger Fluss daher.
Oise
Ich kürze die Strecke auf ruhigen Straßen ab. Jede Abkürzung hat auch ihre Tücken. Beim geplanten Übergang von der Straße auf den Wanderweg gibt es nur eine hohe, bewachsene Böschung mit einem Graben und einem einfachen Zaun. Die Entscheidung für die Böschung oder 500 m Umweg fällt für die Böschung aus. Danach geht es durch den Durchlass. Bei der Aktion verliere ich beide Gummistöpsel auf den Stöcken.
Durchlass
Im nächsten Dorf bietet eine Tischtennisplatte die ideale Arbeitsfläche für die Reparatur der Stöcke. Die Ersatzteile sind im Rucksack immer im untersten Packsack und dort zu allerunterst. Da finden sich die beiden schwarzen Dinger.
Rucksackrevision
Heute geht es abwechslungsreich über Felder und durch Wälder.
Tief im Wald verborgen liegen die Ruinen der Benediktinerabtei Saint-Nicolas. Die wurde 1080 gründet und 1790 geschlossen.
Abbaye de Saint-Nicolas-aux-Bois
Hier setzt plötzlich heftiger Regen ein, das angesagte Gewitter ist da, nur durch den Wald nicht zu erkennen. Obwohl ich den vorbereiteten Regenschutz rasch angezogen habe, werde ich ganz schön nass. Das Wasser rinnt den Weg hinunter und es ist ganz schön glitschig.
WaldwegWegsperre
Schließlich scheint wieder die Sonne und der Schattenpilger begleitet mich wieder.
Schattenpilger
Von der Ferne sehe ich zum ersten Mal auf dem Hügel die Konturen von Laon. Bis dahin sind es noch mehr als zehn Kilometer.
Laon
Im Stadtteil Saint-Marcel, am Fuße der Altstadt angekommen, geht es noch drei Kilometer weiter.
Laon – Stadtteil Saint-Marcel
Dann kommt die finale Herausforderung: Nach fast 40 Kilometern Wanderung stehen 265 Stufen vor dem Pilger. Da heißt es nur: Augen zu und rauf!
265 Stufen
Da komme auch ich mit meinem Rucksack ganz schön ins Schnaufen und nehme mir ein paar Absetzer. Dafür sieht man von oben schön in die Landschaft und auf die nächste Regenfront.
Blick von Laon nach Nordwest
Jetzt stehe ich vor der Kathedrale Notre-Dame de Laon, eines der Hauptwerke der Gotik in Frankreich. Sie wurde in den Jahren 1155 bis 1235 gebaut und zählt zu den ersten Kirchenbauten, die in diesem Stil errichtet wurden.
Notre-Dame de LaonNotre-Dame de Laon – Hauptportal
Ich mache gleich einen Rundgang in der Kirche, da ich zurecht befürchte, dass sie bald geschlossen wird.
Notre-Dame de LaonNotre-Dame de Laon
Auch die Ausmaße sind für diese Zeit immens:
Länge: 110,50 m, Breite: 30,65 m, Gewölbehöhe des Langhauses: 24 m, Querschiffbreite: 22 m
Notre-Dame de LaonNotre-Dame de LaonNotre-Dame de Laon
Jetzt will ich eigentlich nur mehr in meine Unterkunft, die gleich um die Ecke liegt, das Hôtel Les Chevaliers.
Hôtel Les ChevaliersHôtel Les Chevaliers
Auf der Suche nach einem Speiselokal treffe ich ein nettes Pilgerpaar aus dem Raum Nürnberg. Wir landen in einem Pizza-Kebab -Laden und essen sehr gut und ausgiebig.
Kebab-Teller
Kaum bin ich wieder auf meinem Zimmer, prasselt es auf das Dach und ans Fenster. Ein leichter Hagelschauer zieht über die Stadt. Da hat der Pilgerpatron Jakobus doch aufgepasst.
Nach einer sehr ruhigen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück vom Buffet komme ich um 7.50 Uhr aus dem Haus. Es ist nicht so kalt wie gestern, aber wieder windig.
Ich gehe vorerst wieder den gleichen Weg wie gestern aus der Stadt hinaus.
Rue de ParisEine Hommage an S. Dali
Schließlich wende ich mich nach links und gehe hinunter an das Ufer den Canal de Saint-Quentin. Ihm werde ich heute fast den ganzen Tag folgen.
Canal de Saint-Quentin
Parallel dazu verläuft La Somme, die Somme, immer ein paar Meter tiefer im Niveau durch eine dichte Aulandschaft.
Aulandschaft der Somme
Der Graureiher hat sich längere Zeit von mir nicht stören lassen.
Graureiher
Der ehemalige Treidelweg (Uferweg) lädt zum Wandern und Joggen ein. Heute weht der Wind leider aus der falschen Richtung.
Der Canal de Saint-Quentin verläuft in der Region Hauts-de-France, ist 92 km lang und wurde 1728 – 1810 errichtet.
Canal de Saint-Quentin
Fünfunddreißig Schleusenanlagen sorgen dafür, dass Schiffe bis 38,5 m Länge, 5,05 m Breite und 1,8 m Tiefgang den Kanal befahren können. Das entspricht etwa sieben LKW- Ladungen. Tatsächlich sind keine Schiffe unterwegs.
Schleuse #23
Bei Seraucourt-le-Grand verlässt die Via Francigena den Kanal und führt vorerst über die Hügel.
Mairie in Seraucourt-le-Grand
Der Weg hat einige Überraschungen zu bieten. Zum Glück ist die Seitenböschung sehr stabil und ich kann gut darüber balancieren.
„Seeweg“
Dann holt mich der Regen ein. Mit einigen kräftigen Böen jenseits der 50 km/h wird der Regen ordentlich verteilt. Zum Glück ist das bald wieder vorbei.
Im Regen Felder
Bei Jussy stoße ich wieder auf den Kanal, dem ich bis Tergnier, meinem Tagesziel, folgen werde.
Kanal nach JussyGraureiher
Beim Bahnhof von Tergnier, keine 400 Meter vor dem Ziel erwischt mich nochmals ein Regenguss.
Tergnier
Das Hotel Royal Heveli scheint frisch renoviert zu sein, ist sehr sauber und in indischer Hand.
Hotel Royal HeveliHotel Royal Heveli
Es gibt gleich im Haus ein indisches Restaurant, was mir die Suche nach einem Abendessen erspart und mich vor weiteren Regengüssen bewahrt.
Heute am Morgen war es richtig frisch. Die Temperatur ist in der Nacht auf 2° C gesunken. Die Sonne wärmt aber recht gut und zum Wandern ist es gerade richtig.
Im Stadtzentrum will ich noch Verpflegung und Wasser beschaffen, aber der erste Supermarkt hat wirklich nur leere Regale. Vielleicht wird das Geschäft aufgelöst oder umgebaut. Ich finde dann genau eine Bar im Zentrum, die schon offen hat. Da genieße ich den Kaffee und einen Ananassaft. Croissants oder ähnliches – Fehlanzeige.
Péronne – Zentrum
La Cologne, die Köln, heißt dieser kleine Fluss, der ein paar hundert Meter später in die Somme mündet. In Richtung Ursprung weitet sich die Cologne zu einem weiten und schwer durchdringbaren Sumpfgebiet.
La CologneLa Cologne
Ich habe wieder das Glück, auf einer ehemaligen Gleistrasse wandern zu dürfen.
Bahntrasse zwischen Péronne und CartignyBahntrasse zwischen Péronne und CartignyBahntrasse zwischen Péronne und Cartigny
In einer parkähnlichen Anlage in Cartigny steht eine schöne Villa.
Villa
Mairie und Post befinden sich hier in einem Gebäude.
Cartigny – Mairie
Heute sind Blau und Grün angesagt.
Allee
Ich wandere aus Cartigny hinaus, muss dabei eine Baustelle überwinden und gehe flott bergan. Zu schnell! Irgendwo übersehe ich eine Abzweigung. Zugegeben, die Markierung in diesem Abschnitt ist nicht wirklich gut und bräuchte etwas Auffrischung. Aber dafür hätte ich ja auch GPS.
Nach CartignyWegkreuz
So lerne ich einen weiteren Ort kennen: Hancourt, ein kleiner Ort, umgeben von Feldern. Die alltägliche Realität in allen landwirtschaftlichen Gebieten ist, dass viele Geschäfte, Gasthäuser und Dienstleister aufhören.
Hancourt – ehemaliger Greißler
Mit einigem Umweg komme ich auf meine Route zurück. In Vraignes-en-Vermandois hole ich mir auf der Mairie den Pilgerstempel und bitte um Wasser. Die Sekretärin ist sogleich behilflich, erklärt mir noch auf einem Plakat die wichtigsten kommunalen Fakten und möchte noch ein Bild für die Chronik. Jeden Tag schlägt auch nicht ein österreichischer Pilger hier auf.
Vraignes-en-Vermandois – in der Mairie
Auf den Feldern steht gerade Unkrautbekämpfung am Programm. Dieses Gefährt hätte auch in einer Transformers – Serie mitspielen können.
Ackerspritze
Ich nähere mich schon Saint-Quentin. Der Fußweg führt jetzt auf einem frisch gemähten Rasenstreifen neben der Straße. Gut für die Sicherheit, anstrengend für die Füße.
Rasenstreifen
Die letzten paar Kilometer bekomme ich ein Geschenk für meine heute schon etwas müden Beine: wieder darf ich auf einer alten Bahnlinie wandern. Immer schön gerade dahin, kaum Steigung und Gefälle und eine leichte Humusauflage als Bodenbedeckung.
Bahntrasse
Manchmal verläuft der Weg tief abgesenkt, manchmal hoch über dem Umgebungsniveau. Die Bahnbrücke ist durch Stufen ersetzt worden.
Treppe statt Brücke
Die Seitenwände einer Unterführung sind mit bunten Graffitis geschmückt. So kanns auch sein.
Graffitis
Jetzt tauche ich wieder in die Zivilisation ein, ich komme in die Vororte von Saint-Quentin.
Saint-Quentin
Über die Rue de Paris mit einigen schönen und mehr weniger schönen Häusern erreiche ich das Stadtzentrum.
Rue de ParisRue de Paris
Ich wohne direkt im Zentrum, keine 200 m vom Place d’Hôtel de Ville entfernt.
Saint-Quentin – Place d’Hôtel de VilleSaint-Quentin – Hôtel de VilleSaint-Quentin – Théâtre Jean Vilar
Etwas abgesetzt steht die Basilika Saint-Quentin.
Basilika Saint-Quentin
Die Stadt soll seinen Namen vom heiligen Quintin erhalten haben, der hier bei der Predigt des Christentums 287 n. Chr. das Martyrium erlitt. Die Gebeine des Märtyrers sollen 825 nach Saint-Quentin überführt worden sein. Vom 4. bis zum 6. Jahrhundert war Saint-Quentin Bischofssitz. Im Frühmittelalter entwickelte es sich zu einem bedeutenden Wallfahrtsort.
Basilika Saint-Quentin
1257 nahm König Ludwig der Heilige an der Übertragung der Reliquien in den Chor teil, darunter der Handreliquie des heiligen Quentin.
Die Basilika Saint-Quentin mit ihren zwei Querschiffen und fünf Portalen ist 123 m lang, hat im Langschiff und im Chor eine Höhe von 34 m und eine Breite von 52 m.
Basilika Saint-Quentin
Während meines Rundgangs „übt“ ein Organist unter Anleitung seines Lehrers an der Orgel. Er testet dabei auch die Möglichkeit des Instruments aus.
Basilika Saint-QuentinBasilika Saint-Quentin
Mein Quartier, das „Logis Hôtel le Florence“ in der Rue Emile Zola ist sehr sauber und ruhig. Die Zimmer sind in Richtung großer Hinterhöfe ausgerichtet.
Logis Hôtel le FlorenceLogis Hôtel le Florence
Zum Abendessen gibt es heute Filet Mignon mit jungen Kartoffeln und hellem „La Mascotte“, einem Craft beer.
Filet Mignon
Die Strecke war heute für mich schon lang, aber ich doch gut zu bewältigen. Ich bin neugierig, was die Beine morgen dazu sagen…