Lange war ich gestern nicht auf dem Lardo-Fest. Einerseits war es sehr laut, andererseits war ich sehr müde.
Heute sind fleißige Helfer dabei, den Festplatz zu räumen.

Eine schön geschwungene Brücke aus dem 18. Jhdt. wurde nach schwerer Beschädigung 1960 wieder rekonstruiert.

Die kleine Gemeinde Hône hat nur 1200 Einwohner. In der Früh wirkt sie wie eine Geisterstadt.

Die Nachbargemeinde Bard hat gar nur 99 Einwohner, dafür aber eine eindrucksvolle Festung aus dem 19. Jhdt. Napoleon hat die vorher etwa 600 Jahre bestehende Festung 1800 zerstören lassen.

Die Via Vittorio Emanuele II ist die Hauptstraße im alten Bourg. Hier reiht sich ein historisches Gebäude an das andere, ohne dass sich neue Gebäude dazwischen drängen.



Nach dem Ort geht es wieder steil bergab. Oft frage ich mich, wie unsere Vorfahren mit ihren Fuhrwerken diese Stellen passiert haben.

Eine Ausleitung der Dora Baltea fließt hier rasch in einem engen Bett. Ein paar hundert Meter später betreibt sie ein Kraftwerk.

Kurz vor Donnas liegt an einer steilen Felswand ein Stück Römerstraße offen. Sie ist etwa 220 m lang und wurde zur Zeit ihrer Entstehung aus dem Felsen geschlagen. Im felsigen Boden dieser Straße sind deutlich alte Wagenspuren sichtbar. Ferner spannt sich ein alter Felsenbogen über diese Straße und seitlich befindet sich eine Säule mit der Zahlen-Inschrift XXXVI, die Entfernung zwischen Donnas und Aosta (ca. 55 km).




Im nächsten Ort, Pont Saint Martin, steht das nächste Highlight aus der Römerzeit.
Die Pont Saint-Martin ist eine römische Segmentbogenbrücke. Die Einbogenkonstruktion gehört mit einer Spannweite von ca. 36 m und einer Gewölbedicke von nur rund einem Meter zu den größten und kühnsten Brückenbauten der Antike. Ihre Breite beträgt 6 m. Sie wurde zwischen 27 v. Chr. und 14 n. Chr. errichtet. Die Pont Saint-Martin dient seit mehr als zweitausend Jahren dem Verkehr.

Mir fällt auf, dass sich die Weinkulturen geändert haben. Große, aus Steinen gemauerte Säulen, tragen Balken, auf denen die Weinreben aufliegen.

Heute esse ich ausnahmsweise einmal ein Mittagessen. Am Abend kann es an Möglichkeiten mangeln (was auch eintritt).

Die Burg Settimo Vitone liegt hoch über Castello. Zum Schutz eines Klosters ließ Anscario, Markgraf von Ivrea, um 893 die Festung Settimo erbauen. Der Legende nach wurde Asgarda, Königin der Franken und Schwester Anscarios I., innerhalb der Burgmauern beigesetzt. Hier besteht ein frühchristlicher Komplex aus der Pfarrkirche San Lorenzo und dem Baptisterium aus dem 9. Jahrhundert.

Castello war ein wichtiger Zwischenstopp für christliche Pilger aus Nordeuropa auf ihrem Weg nach Rom über die Via Francigena. Die imposanteste Burg in der gesamten Region Dora Baltea wurde im 16. Jahrhundert von Karl III. von Savoyen abgerissen. Später wurde sie als Wohnvilla wiederaufgebaut. Jetzt wird sie gerade stückweise renoviert.


Der Abstieg erfolgt durch einen „Tunnel“ aus Kiwipflanzen.


Auf dem Weg zu unserer Herberge kehre ich im Agrimont Agrigelateria ein. Der Eissalon liegt mitten im Grünen und bietet Natureissorten an. Der Preis ist fast unschlagbar. Ein mittlerer Becher mit drei Sorten Eis koste 3 €.

Jetzt fällt trotz großer Hitze der restliche Weg zu meinem Quartier leichter. Die alte Schule von San German ist heute ein Ostello.

Tagesstrecke: 25,5 km; ↑227 m; ↓373 m































































































































































































































































