Heute steht unsere letzte Etappe an. Am Bahnhof fährt unser Bus gerade weg, der nächste käme in einer Stunde. Wir finden rasch eine Alternative, die zeitlich sogar noch besser ist.
In Herrnsheim starten wir am Rande des Herrnsheim -Parks, den wir durchqueren und auf den Storchenturm stoßen.

Aus einem mittelalterlichen Wehrturm wurde um 1820 ein gotisiertes Wohnhaus. Heute nisten Weißstörche auf dem Dach.

Die Pfarrkirche St. Peter ist auch heute geschlossen. Daneben bekommen wir den Stempel der Ortsvorsteherin in den Pilgerpass.

Wir verabschieden uns vom Winzerort, der schon auf über 1250 Jahre Geschichte zurückblicken kann.

Auf ruhigen Radwegen kommen wir nun dem Stadtzentrum näher. Die Häuser haben noch Vorstadtcharakter. Wir folgen ein paar hundert Meter dem kleinen Fluss Pfrimm.

Im Zentrum von Worms werden wir von Martin Luther, dessen Weg wir nun 21 Gehtage lang gefolgt sind, begrüßt.


Wir sind angekommen: In 21 Gehtagen und nach ca. 400 km haben wir Luthers Spuren von Eisenach nach Worms verfolgt. Glücklich sind wir am Ziel.

Am Wormser Dom: Geschichte über zwei Jahrtausende


Heidruns Versuch in Luthers großen Schuhen…

Der mächtige Bau des Wormser Domes wurde im Wesentlichen von 1130 bis 1181 errichtet.
Unter den Mauern der heutigen Kirche liegen die Reste eines römischen Tempels und einer Merowingerkirche. Ein um 1018 eingeweihter erster Dom stürzte nur zwei Jahr später wieder ein. Im Jahr 1110 wurde der Dom zum zweiten Mal geweiht. Im Pfälzer Erbfolgekrieg (1688 – 1697) brannte der Dom völlig aus, die Gewölbe stürzten großteils ein. Bischof Franz Ludwig von Pfalz-Neuburg ließ den Dom ab 1698 wiederherstellen. Nach der Französischen Revolution wurde er als Pferdestall verwendet.
Im Februar und März 1945 wurde der Dom bei Bombenangriffen erneut erheblich beschädigt.





Die Salier hatten hier ihre Grablege: darunter Konrad der Rote, † 955, gefallen in der Schlacht auf dem Lechfeld; Konrad I., Herzog von Kärnten † 1011; Konrad II., Herzog von Kärnten, † 1039.

Im Dom holen wir uns noch den letzten Pilgerstempel unserer langen Wanderung und beschließen diese in Dankbarkeit und Freude.
























































































































































