Mittwoch, 22. Mai 2019 Rom – Vatikan

Als Pilger über mehr als 1300 km bis nach Rom wollte ich mir die Generalaudienz bei Papst Franziskus am Petersplatz nicht entgehen lassen. Schließlich bin ich ja auch unter dem Motto „visitatio ad limina apostolorum“ aufgebrochen und möchte meinen Weg damit abschließen. Ich habe mir bereits von zu Hause die kostenlosen Karten reservieren lassen und am Dienstag früh vom Pilgerzentrum abgeholt.

Die Überraschung: die Plätze sind auf der obersten Ebene, direkt auf der Ebene der Bühne.

So haben Heidrun und ich das Ganze aus nächster Nähe mitverfolgen können. Mehrere Tausend Menschen haben sich nach strengen Sicherheitskontrollen am Platz eingefunden. Die Schweizer Garde ist mehr symbolischer Schutz.

Nach dem festlichen Akt, bei dem sich Papst Franziskus besonders um psychisch und physisch beeinträchtige Menschen annahm, hole ich mir mein Testimonium, die Pilgerurkunde. Dem war allerdings ein Im-Kreis-Schicken vorausgegangen. Fakt ist, die Urkunde gibt es zur Zeit nur im Opera Romano Pellegrinaggi in der Piazza Papa Pio XII 9/11. In der Sakristei oder bei den Schweizer Garden vorbei ist es angeblich nicht mehr möglich. Auch im ORP – Büro wollte sich die Dame die Arbeit nicht antun und mich und auch andere weiterschicken. Dann hat sie sich doch bequemt, die Pergamenturkunde hervorzuholen und auszufertigen.

Ich freue mich über dieses Dokument und werde es in Ehren halten.

Jetzt werde ich noch einige Tage mit Heidrun in Rom verbringen, verschiedene Sehenswürdigkeiten anschauen und die Stadt genießen.

10. Tag Montag, 20. Mai 2019 Rom – Weg der sieben Pilgerkirchen

Gestern am Abend gab es noch richtiges Pilgerfeeling. Der Herbergsleiter wusch nach altem Brauch einigen Pilgern symbolisch die Füße. Danach gab es Abendessen mit ausreichend Wein.

Die Nacht ist mit Ausnahme von vier Schnarchern, vielleicht war ich der fünfte, ruhig.

Heute beginne ich mit dem Weg der sieben Pilgerkirchen, einem alten Brauch als Abschluss eines Rom-Pilgerwegs. Die erste Kirche fahre ich noch mit der U-Bahn an. Der Rest geht wieder zu Fuß weiter.

1. San Paolo fuori le Mura:

Die Basilika liegt außerhalb der Aurelianischen Mauern und wurde bereits im vierten Jhdt. begründet. Im 19. Jhdt. wurde sie durch einen Großbrand erheblich zerstört. Hier ruhen die Gebeine des Hl. Paulus. Auch seine Ketten sind zu sehen.

Der Weg zur nächsten Kirche führt durch ein Viertel mit interessanten Bauten aus den 30er – Jahren des vorigen Jahrhunderts, die mir Parallelen zu den Wiener Gemeindebauten aufzeigen.

2. San Sebastiano fuori le mura liegt an der Via Appia und wurde auf den Katakomben des Sebastian errichtet.

Die im 4. Jhdt. errichtete Basilika wurde im 17. Jhdt. barockisiert. Hier findet man auch das letzte Werk des Bildhauers und Architekten Bernini.

Die Stadtmauern machen einen gewaltigen Eindruck auf mich.

Die nächste Station ist wieder extraterritoriales Gebiet in Italien, weil es dem Vatikan zugeordnet ist.

3. Die Basilika San Giovanni in Laterano ist eine Basilika maior und war früher Papstsitz. Die Baugeschichte ist vielschichtig. Viele der frühen Konzile wurden hier abgehalten.

Gegenüber der Basilika befindet sich in einem eher unscheinbaren Bau die Scala Santa, die Heilige Treppe. Die Marmortreppe soll angeblich aus dem Palast von Pontius Pilatus stammen und von der Hl. Helena nach Rom gebracht worden sein. Bis vor kurzem war sie durch Holz abgedeckt gewesen und ist zu Ostern 2019 für mindestens 40 Tage freigelegt bleiben.

Ein großes Denkmal erinnert, dass Franziskus hier im Lateran mit dem Papst zusammen gekommen ist.

4. Nur ein paar hundert Meter weiter steht die Basilica Santa Croce in Gerusalemme, die eine Sammlung wertvoller Reliquien beherbergt. So gibt es hier Teile des Kreuzes, einen Nagel, zwei Dornen der Dornenkrone und den Finger des Hl. Thomas, den er in die Wunde Jesu gelegt hat.

Wieder geht es entlang der Mauern.

5. Die Basilika San Lorenzo fuori le mura wurde im 13. Jhdt, aus einer Vorgängerkirche umgebaut und wurde 1948 nach einem Bombentreffer 1943 umfassend renoviert. Sie hat ihren Charakter als frühchristliche Basilika erhalten können.

Unter dem Hauptaltar befinden sich die Reliquien des Hl. Laurentius und des Hl. Stephanus.

6. Die Basilika maior Santa Maria Maggiore ist wohl eine der eindrucksvollsten und prächtigsten Kirchen. Unter ihrem Papstaltar steht der Schrein mit der Krippe Jesu. Ihre Ausstattung mit Mosaiken geht auf das 4. und 5. Jhdt. zurück. Zahlreiche Päpste wurden hier begraben.

Nun ist es an der Zeit, noch die letzte der sieben Kirchen aufzusuchen:

7. San Pietro in Vaticano, der Petersdom, stellt mit seiner Erscheinung und Größe alle anderen in den Schatten.

Mit dem Besuch der ranghöchsten Kirche der katholischen Welt habe ich die Pilgerreise abgeschlossen. Am Mittwoch möchte ich noch die Generalaudienz mit Papst Franziskus erleben. Dass es wieder zum Shakehands wie 2015 kommt glaube ich eher nicht.

Sollten zuviel Fehler im Text sein, liegt es daran, dass meine „Bodenstation“ Heidrun, die mir die Texte immer korrigiert, auf dem Weg nach Rom ist. Ich freue mich schon sehr.

Tagesstrecke: 25,6 km
Bergauf: 151 m
Bergab: 149 m
Route: Route auf alpenvereinaktiv.com

9. Tag Sonntag, 19. Mai 2019 Monterotondo nach Rom

Auf zur „Eroberung“ der Stadt!

Die Nacht habe ich in einer Herberge der Pfarre verbracht. Als ich anläutete, haben mir zwei Jugendliche geöffnet, die mich nach kurzer Rückfrage eingelassen haben. Es waren ehemalige Firmlinge, die sich mit ihrer Firmhelferin zu einem Mittagessen getroffen haben. Don Pedro, ein junger argentinische Gemeindepfarrer kam, um die Aufnahmeformalitäten zu machen. Dazu kam noch das französische Paar, das ich unterwegs schon getroffen habe. Und schon waren statt vier Personen neun am Tisch. Die Mama hat das geschaukelt. Es gab Pasta mit Pesto und Fleischlaberl mit Salat. Ganz einfach und unkompliziert.

In der Nacht hat es öfters geregnet. In der Früh ist der Himmel teilweise blau, aber die Wolken ziehen stark vom Westen her auf.

Um halb sieben bin ich aus dem Haus, um gleich für das Frühstück ins nächste Café zu fallen. Um sieben geht’s los. Es ist natürlich noch sehr ruhig am Sonntag. Nur die Straßenreinigung mit dem Laubbläser sorgt für Sauberkeit.

Durch eine großzügige Allee gehe ich in Richtung Stadtrand. Die schlichte Église San Francesco d’Assisi beim Augustinerkloster hat schon offen.

Es geht in die Hügel, alles mit frischem, nassem Grün.

Aus dem Internet ist mir bekannt, dass der Weg rechts an der Kreuzung seit ein paar Wochen durch ein Tor plötzlich gesperrt wurde. Ich nehme die empfohlene Alternativroute links.

Durch den Regen ist die ohnehin nur als Fahrspur angelegte Strecke kaum vernünftig begehbar.

So kämpfe ich mich durch den Schlamm und freue mich, wieder auf einen ordentlichen Weg zu kommen. Kurz darauf setzt der Regen ein, zwar nicht stark, aber das Regendress ist gefragt. Dann kommt die nächste Überraschung: Ein Tor versperrt den Weg, und daneben ist das Gras kopfhoch. Also etwa eineinhalb Kilometer zurück auf eine andere Route, die ich sicherheitshalber bereits am Handy eingespeichert habe.

Zwischendurch wechseln Sonne und Wolkenbruch ab. Beim Aufstieg in Tor Lupara öffnen sich wieder die Schleusen des Himmels.

Ich muss leider an der stark befahren Via Nomentana entlang gehen.

Dann ist es amtlich: ich bin in Rom.

In der Chiesa dei Santi Angeli Custodi findet gerade die Erstkommunion statt.

Weiter geht es über die Aniene und die Eisenbahnbrücke.

Die Basilica di Sant’Agnese fuori le mura stammt in ihren Anfängen aus dem 7. Jhdt., als über den Katakomben der Hl. Agnes eine Kirche errichtet wurde.

Wie die Truppen Garibaldis falle auch ich über die von Michelangelo errichtete Porta Pia in Rom ein.

Dann geht es an bekannten Plätzen, Bauwerken und Gebäuden vorbei, die ich in den nächsten Tagen sicher wiedersehen werde.

Dann komme ich am Ziel der Reise an: der Petersplatz im Vatikan.

Nach 1300 km und 58 Gehtagen habe ich es geschafft, die Basilica di San Pietro zu erreichen.

Ich gehe weiter zu meinem Quartier in Trastevere und freue mich auf Essen und Bett.

Tagesstrecke: 36,4 km
Bergauf: 315 m
Bergab: 453 m
Route: Route auf alpenvereinaktiv.com

8. Tag Samstag, 18. Mai 2019 Canetto Sabino nach Monterotondo

Ich habe in meiner Unterkunft herrlich geschlafen, gefrühstückt und bin vor das Haus gegangen. Ein herrlicher Regenbogen empfängt mich, ja er kommt sogar rasch näher. Das verheißt nichts Gutes: Regenhose, Regenpelerine!

Ich bin nicht weit weg vom Haus, als es auch schon zu regnen beginnt. Es war ja auch so prognostiziert.

Bin ich jetzt schon in Rom?

Auf den „Hügeln der Liebe“ kommt sogar wieder die Sonne zum Vorschein, wenn auch nur für kurze Zeit.

Wenn ich auf dem richtigen Weg geblieben wäre, hätte ich diese Kirschen nie gefunden.

Zurück auf dem Pfade der Tugend sehe ich vor mir schon Montelibretti, wie der Name schon andeutet, auf dem Berg. Aber was sollen die paar Höhenmeter noch ausmachen!

Dort spaziere ich zuerst durch den Altstadtkern mit den mächtigen Befestigungsmauern, der Burg und der Nikolaus – Kirche.

Und ich habe was zu feiern:

Nach meinen Berechnungen habe ich meinen 5000. Kilometer auf den Pilgerwegen überschritten. Da sind die „Abkürzungen“, Stadtbesichtigungen und ähnliches nicht eingerechnet.

Leider kann ich nicht einmal mit wem anstoßen, weil kein Lokal offen ist.

Daher geht es weiter in den jüngeren Teil des Ortes. Im Rathaus hole ich mir meinen Stempel. Wegen der EU-Wahl ist das Amt am Samstag besetzt.

Ausgerechnet, wo der tiefste Dreck am Weg ist, treffe ich drei ÖsterreicherInnen. Sie sind in Assisi aufgebrochen.

Mitten am Weg steht diese Skulptur.

Bald komme ich am Etappenziel in Monterotondo an.

Wahlkampf auf Italienisch: obwohl die Stadt über 40.000 Einwohner hat, sind das die einzigen Plakate. Sonst wird eifrig auf der Straße diskutiert. Das gleiche habe ich bei der französischen Parlamentswahl erlebt. Das wäre eine Idee für nächste Wahl im Sommer.

Auf der Suche nach meinem Quartier werde ich wieder von einem Regenguss erwischt (der 6.?). Jedenfalls komme ich gut gewaschen nach Rom.

Tagesstrecke: 28,5 km
Bergauf: 414 m
Bergab: 482 m
Route: Route auf alpenvereinaktiv.com

7. Tag Freitag, 17. Mai 2019 Puggio San Lorenzo nach Canneto Sabino

Gleich vorweg: Heute bin ich richtig gut drauf, schön langsam komme ich in das Camino-Feeling. Ich muss mich richtig einbremsen, sonst wäre ich zu schnell. Fast schade, dass ich bald am Ziel bin. In der Früh ist wieder Prachtwetter, aber nicht so kalt, wie in den letzten Tagen. Gleich zu Beginn komme ich durch die riesige Olivenhaine meines gestrigen Gesprächspartners. Er hat über 10.000 Bäume.Ich kann dieses Anwesen zwar nicht zuordnen, aber es schaut jedenfalls gut aus.Es geht wieder bergauf. In der Umgebung von Osteria Nuova gibt es viel zu erleben. Ich decke mich am Obststand nur mit Bananen ein. Alles andere wäre zu schwer.Die Überquerung der SS4 ist ein Geduldsspiel. Nach dem geschätzten 20. Auto finde ich eine Lücke im Verkehr.Ich komme nach Toffia und bin von der Lage des Ortes beeindruckt.Ich muss unbedingt einen Abstecher in das Ortszentrum machen. Gleich am Anfang komme ich beim Palazzo Orsini vorbei, der heute die Gemeindeverwaltung beherbergt.Wieder führen enge Gässchen bis hinauf zur Chiesa Santa Maria Nuovo und dem Campanile aus dem 17. Jhdt.

Ich habe Glück, dass die Kirche geöffnet ist, weil eine Frau gerade frische Blumen herrichtet.

Ein wenig darunter liegt die Chiesa Maria Loreto o Santa Maria in Criptula, die aus dem 7. – 8. Jhdt. stammen soll.

Ein Haus der Orsini steht zum Verkauf. Die Orsinis waren eine der mächtigsten Familien Italiens, die auch zahlreiche Päpste stellten. Sie besaßen riesige Ländereien. Die steirischen Orsini-Rosenberg tragen den Namen, um ihre angebliche Verwandtschaft mit dem alten römischen Geschlecht zu untermauern. Aber fix is nix.

Vor der Bibliothek, die im Palazzo Orsini untergebracht ist, wartet eine Klasse aufgeregter Leser.Von Ferne sehe ich schon das Kloster von Farfa. Aber vorher muss ich mich noch entscheiden: Furt oder „Brücke“?Nun erreiche ich, natürlich nach einigen Höhenmetern die Klosteranlage von Farfa.Das heutige Kloster stammt aus dem 7. Jhdt., nachdem der Vorgängerbau aus dem 5. Jhdt. zerstört wurde. Schon Karl der Große war auf seinem Weg nach Rom im Dezember 800 hier zu Gast. Die heutige Basilika wurde 930 fertiggestellt. Als Reichsabtei war sie eine der einflussreichsten und reichsten Italiens.Heute leben noch drei Benediktiner aus Italien und drei aus Sri-Lanka im Kloster, das dem Staat gehört. Das Kloster ist mit einer Führung zu besichtigen, dazu müsste ich aber dreieinhalb Stunden warten. Rund um das Kloster hat sich, heute touristisch genutzt, ein richtiges Zentrum erhalten.Auf dem Weiterweg kommt mir ein Gruppe „Handtaschlpilger“ entgegen, deren Führerin aus Graz stammt.

Vor den Hunden wird gewarnt. Hier werden Schafe gehalten.

Ob das die Kapitolinischen Gänse auf Sommerfrische sind?Ich beschließe, nicht nach Fara in Sabino aufzusteigen, sondern die Straße um den Berg zu nehmen. Beides hat Vor- und Nachteile. Ich erlebe jedenfalls Werbefilmaufnahmen für das neueste Ford – Modell.An uralten Olivenbäumen vorbei komme ich nach Canneto Sabino, wo mich eine Überraschung erwartet. Das Quartier, das ich gestern bestellt habe, steht nicht zur Verfügung. Dafür werde ich für weniger Geld in einer riesigen Ferienwohnung bei Verwandten untergebracht. Der Sohn der Verwandten kommt gerade aus der Schule, nimmt mich gleich mit und führt mich in die Wohnung ein.Ich werde auch mit Kaffee und Kuchen verwöhnt und bekomme eine Schüssel Kirschen.Zum Abschluss des heutigen Tages besuche ich noch den „größten Olivenbaum Europas“ dem „Ulivone“ (L’OLIVIU PIU GRANDE DE EUROPA). Der steht auf einem Privatgrundstück und darf nur zu bestimmten Zeiten besucht werden. Ein Nachbar meint, ich kann ihn auch von seinem Grundstück aus sehen. Er kann sich sicher in der obersten Liga behaupten, ob er der Größte ist, ist nicht sicher.Tagesstrecke: 28,8 km (inkl. zweier Extra-Verlängerungen)
Bergauf: 500 m
Bergab: 778 m
Route: Route auf alpenvereinaktiv.com

6. Tag Donnerstag, 16. Mai 2019 Rieti nach Poggio San Lorenzo

Nach ruhiger Nacht im B&B La Camelia ohne breakfast bin ich schon wieder um sieben Uhr aus dem Haus.

Durch die engen Gässchen komme ich rasch wieder zur Porta Romana über den Velino.

Das Frühstück bekomme ich im Café Lira gegenüber der hübschen Dame, die in der Sonne gleich viel freundlicher aussieht.

Ein paar hundert Meter durch die Vorstadt und ich bin auf dem Land.

Ich komme bei einer Therme, den Antiche Fonti di Cottorella, vorbei. Die Bevölkerung kann sich hier ihr Mineralwasser selbst abfüllen.

Jetzt gehe ich entlang der EX-SS4, die von einer Lindenallee begrenzt wird. Jeder Baum ist nummeriert. Mit der Nr. 706 ist dann das Ende erreicht. Ich glaube, bei uns hätte eine Allee an einer Hauptstraße keine Überlebenschance. Zu viele Bäume wären den Autos und Motorradfahrern in die Fahrbahn gesprungen.

Ich gehe endlos in das Tal des Turano und des Torrente Ariana hinein.

Kurz kommt die neue SS4 – Via Salaria in Sichtweite.

Saftige Wiesen und Weiden bestimmen hier das Bild.

Das Schild für eine römische Brücke aus dem 3. Jhdt. erregt meine Aufmerksamkeit.
Die wird wohl nicht gemeint sein.

Diese schaut schon stabiler aus. Über die Ponte „Sambuco“ führte einst die Via Salaria, vom Porto d’Asculi an der Adria über Rieti nach Rom. Sie war die Salzstraße der Römer. Heute fahren noch landwirtschaftliche Fahrzeuge darüber.

Die ersten Kirschen mit einem Anflug von Rot sind noch ganz geschmacklos.

Im Osten zeigen sich jetzt die schneebedeckten Berge.

Der Meilenstein aus der Zeit des Augustus zeigt 40 röm. Meilen (ca. 60 km) an.

Nun geht es durch einen richtigen Wildschweinwald und entlang der Römerstraßentrasse.

Ich erreiche Poggio San Lorenzo schon vor 12 Uhr. Ich möchte zwar weitergehen, aber in der nächsten Unterkunft meldet sich niemand. Die nächste wäre schon über 10 km weiter. So „muss“ ich einfach hier bleiben.

Poggio San Lorenzo ist ein kleines, mittelalterliches Dorf, das auf der Villa der Laberia Crispina, einer röm. Kaisersgattin im 2. Jhdt., errichtet wurde. Da die Grundfläche zu klein war, wurden große Bögen angelegt (opus reticulatus) und darauf gebaut. Die Straße verlief unterhalb der Bögen. Später baute die Familie Orsini ihre Burg darauf.

Bei meinem Rundgang treffe ich einen netten Herrn, der mir spontan und stolz seine Ölmühle zeigt. Er führt mich durch unterirdische Räume genau zu den Grundfesten der Bögen und zur alten Wasserleitung, die das Wasser bis heute aus über 10 km hertransportiert. Seine Familie wohnt schon seit 400 Jahren in den Gebäuden.

Er betreibt die Mühle wieder nach altem Vorbild und produziert 30.000 Liter Olio Extra Vergine d’Olive. Ich erzähle ihm etwas über den Steirischen Ölkürbis und das Kürbiskernöl.

Tagesstrecke: 21,9 km
Bergauf: 354 m
Bergab: 232 m
Route: Route auf alpenvereinaktiv.com

5. Tag. Mittwoch, 15. Mai 2019 Puggio Bustone nach Rieti

Gestern Abend bin ich bei leichtem Regen und böigem Wind vom Restaurant in mein B&B gegangen. In der Nacht hat der Wind vorerst richtig ums Haus geheult und ist mit mir eingeschlafen. Ich bin erst spät wach geworden und war rechtzeitig beim fast italienischen Frühstück. So bin ich „erst“ um halb acht aus dem Haus. Ich genieße das herrliche Panorama verziert mit Wolkenresten.

In Richtung der Berge gibt es eine Überraschung. Die „kalte Sophie“ hat voll zugeschlagen und die Bergspitzen (ca. 1600 m) mit Schnee eingehüllt, soweit man sie in der Nebeldecke sehen kann.

Über einen steilen Steig verziert mit dem Tau der Franziskaner, geht es nach unten.

Entlang des Berghanges wandere ich recht angenehm dahin.

In San Liberato, einem Kleinstdorf, wurden durch ein Strukturprogramm die Häuser hergerichtet.

Wer sich beim Wachsen solche Mühe gegeben hat, darf auch später stehenbleiben.

Die nächste Herausforderung stellt Cantalice, ein bezaubernder Ort am Berghang, der aber von dieser Seite aus nur über Stiegen erreichbar ist.

Durch ein Tor kommt man dann zur Piazza San Felice.

Dort stehen das Geburtshaus und die Kirche des San Felice, dessen Patronsfest an nächsten Wochenende gefeiert wird.

Über der Kirche thront noch der Festungsturm.

Im ganzen Dorf finden die Vorbereitungen für das Fest statt.

Am Ortsrand komme ich zu einer Gedenkstätte für das Flugzeugunglück, bei dem am 13.02.1955 hier in den Bergen bei Cantalice die 29 Todesopfer erst acht Tage später gefunden wurden.

Beim Santuario S. Felice all‘ Acqua (17. Jhdt.) wurde hier eine Quelle zum Sprudeln gebracht.

Katzenkonferenz

Mitten im Wald liegt das Santuario Francescano di Santa Maria della Foresta. Hier hat sich Franziskus von seiner Augenoperation erholt. Das Kloster hat unterschiedlichste Orden beherbergt. Die letzten Franziskaner haben vor wenigen Jahren den Ort an eine Gemeinschaft verpachtet, die Menschen jeden Alters, Religion oder Herkunft die Möglichkeit bietet, sich im Leben zurecht zu finden. Ein junger Mann führt mich durch die Anlage.

In dieser Grotte hat sich Franziskus Gott besonders nahe gefühlt.

Leider hat es wieder zu nieseln begonnen und mein erster Blick auf Rieti ist etwas getrübt.

Die Stadtmauer umschließt auch heute noch einen Teil der Altstadt. Beim nächsten Tor gelange ich in das Zentrum.

Wer glaubt, in einer Stadt in der Ebene liegt die Kirche nicht oben, hat sich wie ich getäuscht. Eine Stiege geht immer.

Die Cattedrale di Santa Maria Assunta stammt aus dem 12. Jhdt., auch wenn das Interieur später geschaffen wurde. In der Krypta ist die Romanik erhalten geblieben.

Daneben steht der Bischofspalast (auch 12. Jhdt.), wo eine Monumental-Krippe zu bestaunen ist. Franziskus hatte ja die Krippen forciert.


Die Stadtbesichtigung ist von anhaltendem Regen gekennzeichnet.

Der „Mittelpunkt Italiens“ – er liegt seit ein paar Jahren in Nurcia. Die alten Römer waren nicht so genau.


Das Rathaus


Die Ponte Romano über den Velio, das Original ist unter Wasser zu sehen.


Das Denkmal für die „Lira“.

Tagesstrecke: 17,5 km
Bergauf: 95 m
Bergab: 267 m
Route: Route auf alpenvereinaktiv.com

4. Tag Dienstag, 14. Mai 2019 Piediluco nach Poggio Bustone

Wieder schaffe ich es, pünktlich um sieben Uhr mit dem Glockenschlag zu starten. Wieder gibt es kein Frühstück, da alle Lokalitäten noch geschlossen haben. Ich habe überhaupt kein Problem damit. Es weht ein leichter, kühler Wind, der aber nicht störend ist. Die Badesaison ist auch noch nicht wirklich eröffnet. Alle Italienerinnen und Italiener gehen mit dicken Anoraks.Hier am See ist auch das Olympia-Trainingszentrum des italienischen Ruderverbandes.Heute finde ich einen Italienischen Aronsstab (Arum italicum Mill.)

Vor mir baut sich ein steiler Hügel auf, an dessen Spitze wieder ein Dorf liegt. Dort muss ich rauf.Genau bei Kilometer 4 beginnt die Steigung und geht 360 Höhenmeter konstant nach oben.Kurz vor dem Dorf komme ich an einer großen Brunnenanlage, der Fontana monumentale del 1642 vorbei.Schließlich erreiche ich Labro, ein typisches mittelalterliches Dorf mit einem Labyrinth aus Gässchen, Stiegen und Durchgängen.Es gibt auch einen Palazzo aus dem 10. /16. Jhdt. zu besichtigen, allerdings nicht so früh wie ich dran bin.Die Kirche Santa Maria Maggiore steht am höchsten Punkt und ist geschlossen.Die Fernsicht ist teils sehr gut, nur die Berge sind teilweise in Wolken gehüllt. Jetzt weiß ich auch, warum der Wind so kalt ist: auf den höheren Bergen liegt Schnee!Ich folge weiter der Via Roma bzw. dem Cammino di FrancescoImmer wieder habe ich Ausblicke auf die „Conca di Rieti“, die Muschel von Rieti. Diese Hochebene war ursprünglich ein riesiger See aus dem Quartär, der durch die Römer teilweise trockengelegt wurde. Malaria war damals hier an der Tagesordnung. Durch Maßnahmen der Faschisten in den 30er – Jahren des 20. Jhdts. wurde die Region landwirtschaftlich besser nutzbar.Dann folge ich dem Rat des Führers und gehe über die Straße weiter nach Rivodutri. Da wird die Strecke zur Sprintetappe.Unterwegs stehen am Straßenrand schöne Blumen.Dann komme ich in Poggio Bustone an und suche meine Unterkunft.

Da die Telefonnummer nicht mehr aktuell ist, gehe ich direkt zur Adresse und niemand ist zu Hause. Ich setze mich in die Sonne und denke an Franziskus. Nimm’s leicht – die Sonne scheint, das Leben ist schön. Nach etwa einer Viertelstunde kommt auch schon die Hausfrau und ich bekomme rasch ein Zimmer.Nach einer Erholungspause, im Ort ist ohnehin alles auf Siesta-Modus, mache ich eine Erkundigungstour. Die Straßen sind eng und verlangen von jedem Flexibilität. Da wird reversiert, seitlich eingeparkt und es funktioniert ohne viel Aufhebens.Vor dem Stadttor steht eine Skulptur zur Erinnerung an die Schafscherer.Nicht weit vom Ortsrand steht der Convento San Giacomo mit der Chiesa San Giacomo Apostolo aus dem 13. Jhdt.Franziskus kam 1208 zum ersten Mal mit seinen Freunden hierher. Er begrüßte die Menschen mit: „Buon giorno, buona gente!“ – Guten Morgen, ihr guten Leute! Dieser Gruß wird später Legende. Im Kloster kann man die einfache Grotte besichtigen, wo sich Franziskus und seine Anhänger zum Gebet zurückgezogen haben. Im schlichten Kreuzgang befinden sich Fresken mit Szenen aus dem Leben des Heiligen aus der Zeit um 1640.Danach wandere ich noch zum Sacra specu, ein Ort, an dem sich Franziskus gerne aufgehalten hat, weil er von dort einen besonderen Ausblick auf das Rietital gehabt hat. Das gibt noch einmal 300 Höhenmeter mehr.Noch ein kurzer Ausblick vom Balkon meiner Unterkunft:Jetzt freue mich noch auf ein gutes Abendessen.

Tagesstrecke: 21,4 km
Bergauf: 915 m
Bergab: 947 m
Route: Route auf alpenvereinaktiv.com
Route zum Sacro Speco: Route auf alpenvereinaktiv.com

3. Tag Montag, 13. Mai 2019 Macenano nach Piediluco

Nach einem exzellenten Abendessen habe ich noch mit dem Wirt getratscht, der nach zweieinhalb Jahren in Deutschland genug Deutsch kann, um ein Gespräch zu führen. Ich war am Abend der einzige Gast, nachdem das Haus zu Mittag voll gewesen war. Frühstück gab es keines. Wegen des Ruhetages wäre es erst ab neun Uhr in Betracht gekommen. Da wollte ich schon woanders sein. Aber wer braucht schon unbedingt ein Frühstück? Daher bin ich wieder um sieben Uhr auf dem Weg. Ich nehme die Abkürzung durch das Dorf. Bei der Ankunft traute ich es mich noch nicht, weil ich nicht wusste, wohin mich das Winkelwerk von Wegen führen würde. Heute geht es einfach nur nach unten.

Durch das Valnerino führt ein komfortabler Fuß-, Reit- und Radweg, der meist abseits vom Verkehr und ohne Asphalt ist. Nach dem Regen in der Nacht ist manchmal schwimmen angesagt.

Das Wetter ist nur kurz trocken, dann kommt leichter Nieselregen auf, genug um die Regenpelerine zu brauchen, zu wenig, um sich in volle Regenadjustierung zu werfen. Die Temperaturen sind um die 14 Grad. Das Tal ist mal enger, mal weiter, über jeder Engstelle thront eine Befestigungsanlage der friedlichen Bewohner des Tales.

In Precetto versuchte ich mein Frühstück nachzuholen: Das einzige Café ist montags geschlossen. In einem Minimarket hole ich mir Bananen als Ersatz. Unter der Kirche gibt es ein Museum mit einer Mumie: Montags geschlossen. Dafür ist der Blick ins Tal entschädigend.

Ich sollte wiederkommen, wenn die Feigen reif sind! Ein Aronsstab (?) versteckt sich im Gras.

Die nächste Stadt, Arrone, liegt natürlich wieder auf einem Hügel. Hier finde ich endlich mein Frühstück. Die freundliche Kellnerin in der Bar ist erstaunt wegen meiner umfassenden Bestellung.
Im Zentrum liegt die Chiesa di Santa Maria Assunta aus dem 15. Jhdt. mit vielen interessanten Fresken.

In Sichtweite, ebenso stark befestigt, thront Casteldilago auf einem Hügel.Ich kämpfe mich den Berg hinan und komme an die Wehrmauer.Früher gab es einen Aufzug. Der dürfte schon einige Zeit außer Dienst sein, wie die Vegetation zeigt. Wahrscheinlich sind die Bewohner zu sportlich.Die Kirche steht natürlich an höchster Stelle.Das Auf und Ab ist ein Erlebnis, bei dem man nie weiß, wo man am Ende aus dem Labyrinth herauskommt.Baumaßnahmen sind mit besonderen Schwierigkeiten verbunden. Wie kommt der Schutt aus der Gasse?Wieder im Tal führt der Weg am rasch fließenden Fluss dahin.Nach einem kleinen Abstecher in die freie Natur komme ich zum Höhepunkt des heutigen Tages, der Cascade delle Marmore. Diese Wasserfälle, die mit 165 m zu den höchsten Europas zählen, sind von den Römern ab 271 v. Chr. künstlich angelegt worden. In drei Kaskaden stürzt das Wasser zu bestimmten Zeiten hinunter. Zu Mittag ist Pause.

Die verschiedenen Aussichtspunkte sind nur über zahlreiche Stufen erreichbar. Ein paar Hochhäuser bin ich da schon gegangen mit meinem Rucksack.Von 13 bis 15 Uhr ist Pause. Langsam nimmt die Wassermenge dann ab.

Das Wasser wird über einen Kanal aus dem Lago di Piediluco zugeleitet und auch zur Energiegewinnung genutzt.

Ich wandere weiter nach Piediluco, dem heutigen Tagesziel. Der kleine Ort liegt etwas höher und ist im Sommer wegen seiner Luft beliebt. Viel ist zu dieser Zeit hier nicht los.

Das Santuario di San Francesco wurde im 13. Jhdt. errichtet, Franziskus war 1208 hier. Die Herberge der Pfarre liegt direkt über dem Dach der Kirche.

Überall im Ort stehen bunt geschmückte Fahrräder.

Am Straßenrand sind mir einige Blumen, aber besonders einige Orchideen aufgefallen.

 

Fallen die unter die Pornografiebestimmungen? Bei Facebook sicher!
Italienische Knabenkraut (Orchis italica)

Tagesstrecke: 25,3 km
Bergauf: 261 m
Bergab: 263 m
Route: Route auf alpenvereinaktiv.com

2. Tag, Sonntag, 12. Mai 2019 Spoleto nach Macenano (Colleponte)

Für alle, die sich wundern, dass es keinen 1. Tag gibt: Ich bin gestern über sechs Kilometer in der Stadt herumgegangen und habe mir interessante Orte angesehen. Für mich war das der 1. Tag. So, nach den Begriffsklärungen der Bericht von heute.

Nach einer guten Nacht, ich habe kurz mitbekommen, wie es um ein Uhr zu regnen begann, – vielleicht hat mich auch einer der Donner aufgeweckt – bin ich schon um 5.30 Uhr putzmunter. Da meine wirklich freundliche Vermieterin meinte, am Sonntag würde sie acht Uhr als frühest möglichen Frühstückstemin sehen und mir freistellte, das Teewasser selbst zu wärmen, sitze ich um 6.15 Uhr am Frühstückstisch. Der Kühlschrank lässt für Italien nichts zu wünschen übrig.

Draußen regnet es noch, aber nur noch wenig. Es hat 14 °C. Da ich gleich auf den Berg – wohin sonst – muss, ziehe ich die Regenüberhose gleich an und richte die Regenpelerine für den Einsatz. Pünktlich um sieben Uhr bin ich aus dem Haus.

Meine Vermieterin hat mir gestern die romanische Basilika San Pietro fuore le mura an Herz gelegt. Da gehe ich zwar etwas weiter, komme aber durch einen für mich neuen Stadtteil.

Drei Gebäude sind mir aufgefallen:

Die Chiesa dei Santi Domenico e Francesco

Der Palazzo Collicola, der heute die Kunstgalerie beherbergt

In den kleinen Gässchen hört die Nachbarschaft schon in der Früh mit!

Ich verlasse den Stadtkern.

Das Hotel „Albornoz Palace Hotel“ gleicht im ersten Anschein einem modernen Kunstmuseum.

Ein Blick auf die Stadt vom Südosten mit der mächtigen Festung und der fast zierlichen Ponte di Torre.

Da kommt auch schon die Basilika San Pietro ins Blickfeld.

Die Kirche aus dem 12. Jhdt. zählt mit ihren Reliefzonen um das Portal herum zu den wichtigsten Beispielen romanischer Plastik. Die Bilder bergen viel Symbolik, deren Bedeutung uns oft verborgen bleibt.

Und nun wird es sportlich:
Ich habe meine Extrarunde beendet und stoße wieder auf den Romweg.

Die nächsten dreieinhalb Kilometer geht es nur bergauf. Die Eichen und Hartriegelgewächse schauen im Nebel besonders mystisch aus.

Unterwegs stehen mehrere Kapellen, die an den steilen Hang gebaut wurden.

Schließlich komme ich auf den Monte Luco mit 804 m fast 500 m über Spoleto. Dieser Berg war schon lange, bevor Franziskus ihn als Lieblingsort bezeichnete, ein heiliger Berg. Aus dem 3. Jhdt. v. Chr. stammt ein Gesetzesstein, der diese Gegend würdigt.

Leider ist das Santuario di S. Francesco gerade nicht zugänglich. Ein mystischer Platz ist es vor allem bei dem Wetter sicher.

Durch alte Eichenwälder und über schmale Pfade geht es weiter.

Es geht immer noch höher hinauf. Oben wartet eine andere Vegetation. Der Wacholder steht hier oben in voller Blüte, während er weiter unten schon von grünen Früchten strotzt. Auch Orchideen sind zahlreich anzutreffen.

Auf der Ostseite lichtet sich der Nebel und Schritt für Schritt kommt die Sonne heraus. Die Wege sind sehr unterschiedlich, manchmal sehr gut, manchmal verlangen sie viel Konzentration.

Mitten im Wald stehen die Ruinen eines Dorfes.

Ganz unten liegt das Dorf, das meine nächste Zwischenstation ist.

Zuerst passiere ich den Wasserfall.

Später den Friedhof, der weit über dem Ort liegt.

Und dann bin ich mitten im Dorf.

Dann lasse ich mich verleiten, in das „storico Ceselli“ zu gehen, in der Hoffnung auf ein Restaurant oder eine Bar. Außer netten Ansichten ist da aber nichts.

So wandere ich weiter an dem munteren Flüsschen Nerina entlang, das auch dem Tal den Namen gegeben hat.

Hinter mir kommt schon der Regen nach. Ich lege auf dem letzten Kilometer zu und erreiche trocken, aber müde mein Etappenziel Colleponte – Macenano.

Im AI 3 ARCHI habe ich mein Quartier aufgeschlagen. Hier soll man gut essen.

Tagesstrecke: ca. 24,1 km
Bergauf: 790 m
Bergab: 848 m
Route: Route auf alpenvereinaktiv.com