Das Schweizer Wetter und ich haben offenbar ein Spannungsverhältnis. Ich hoffe, die Erfahrungen von 2016 wiederholen sich nicht. Damals hat es gefühlt jeden zweiten Tag geschüttet.
In der Nacht beginnt es wetterberichtsgemäß zu regnen. Ich lasse mir beim Frühstück Zeit, weil meine Bahn nach Vevey erst um 9 Uhr geht. Das Frühstück ist wieder recht reichhaltig.
Ich werfe mich gleich in die Regenkluft, auch den Rucksackinhalt habe ich erstmals durch einen Müllsack innen geschützt.

Die Bahn ist pünktlich und nach 10 Minuten steige ich in Veley aus. Ich mache ein kurzes Sightseeing, weil die Altstadt auf dem Weg liegt.




Als ich an den See komme, liegt der grau und wellig vor mir.

Kurz kann ich noch am Uferweg entlang gehen, dann sind die Ufergrundstücke nur mehr privat. Ich gehe entlang einer breiten Straße, die vor allem seeseitig und hohen Bäumen und Mauern gesichert ist, damit niemand einen Blick auf die dahinterliegenden Villen werfen kann.



Erst kurz vor Montreux beginnt wieder eine richtige Seepromenade. Die ist mit Kunstwerken und fremdländischen Pflanzen gespickt.


Das 2M2C Montreux Music & Convention Center ist ein riesiger Komplex im Stadtkern.

Gegenüber steht das Montreux Palace Hotel, in dem all die Celebritäten, die die Stadt heimsuchen, Hof halten.

Gegenüber in einem kleinen Park kann man ihnen begegnen, wenn auch nur in Bronze.



Ein Stück weiter kommt einem noch Freddie Mercury entgegen.

Ich komme bei meinem Nachtquartier in Territet vorbei und es regnet sich jetzt richtig ein. Ein paar Kilometer später sehe ich erstmals der Schweiz wichtigste Burg, das Château de Chillon in den Regenwolken.

Das Schloss hat im Laufe seiner tausendjährigen Geschichte als Verwaltungssitz und Gefängnis eine wichtige Rolle gespielt. Lord Byron hat ein Gedicht über einen Gefangenen verfasst und sich auch selbst im Keller verewigt. Heute gibt es dafür ein Café mit seinem Namen, wo ich mich etwas trocknen kann.


Zufällig kommt ein Schaufelraddampfer, die „MS Vevey“ daher. Das 1907 als Dampfschiff gebaute Schiff fährt heute dieselelektrisch betrieben.

Irgendwann am Nachmittag hört es auf zu regnen. Die Wege und Straßen sind meist asphaltiert und so gut begehbar.

Dann kommt noch die Sonne heraus und ich hoffe, etwas trockener zu werden.
Der Weinort Yvorne strahlt schon in der Sonne.

Dann geht es nur mehr bergab nach Aigle.

Ein Nebenfluss der Rhone, „Grand Eau“ – „Großes Wasser“, ist durch die Regenfälle sehr schlammig.

Ich wandere durch die Stadt zum Bahnhof und fahre nach Territet zur Jugendherberge zurück.
Ich habe in Aigle kein einigermaßen günstiges Quartier gefunden. Drum mache ich wieder ein Unterkunftshopping und nehme nochmals das gestrige Quartier

Heute esse ich in einem Lokal mit damaskischer Küche. Es ist köstlich.

Zum Abschluss noch ein Bild vom abendlichen See

Tagesstrecke: 25,1 km; ↑131 m; ↓198 m

















































































































































































