Heute Nacht hat es ein Gewitter gegeben, mit wenig Donner, aber viel Regen. In der Früh war alles wieder klar. Im See schwimmen schon die Eifrigen.

Nach dem Frühstück fahre ich mit der Bahn wieder nach Aigle.
Da ich in der Früh meinen Sonnenhut nicht gefunden habe, habe ich vermutet, ihn aus der Regenjacke verloren zu haben. Daher mache ich mich in Aigle auf, einen Ersatz zu finden. Durch Zufall sehe ich in einem chinesischen Ramschladen ein paar Exemplare, einer von guter Qualität passt bestens. Zur ganzen „Aufregung“: Am Abend finde ich mein verloren geglaubtes Stück in der zweiten Jacke.
Ich lerne dadurch auch ein Stück Aigle kennen. Im Quartier du Bourg mit seinen schmalen Gässchen sind die eng zusammenstehenden Häuser teilweise durch Lauben verbunden.


Pferdefleisch wird hier in der Metzgerei und in Restaurants angeboten.

Mit Verspätung mache ich mich auf den Weg. Hinaus aus der Stadt führen die Wegweiser zum Quartier du Cloître, wo die Pfarrkirche Saint-Maurice von der ehemaligen Abtei übriggeblieben ist.

Das bedeutendste Bauwerk ist hier das Château d’Aigle (Adlerburg) aus dem 11. und 13. Jhdt.




Dann geht es bergwärts. Von Verschiez, mehr Weiler als Dorf habe ich eine schöne Aussicht auf das Rhonetal.


Um ins Winzerdorf Ollon zu kommen, muss ich wieder einige Höhenmeter nach unten gehen. In der Kirche kann man ein schönes Beispiel für „Blut- und Bodenmalerei“ bewundern.


Ich mache kurz Rast im Kaffeehaus am Platz und wen treffe ich dort?

Es geht nochmals aufwärts und über den nächsten Hügel. Diesmal aber hauptsächlich durch Wald. Manchmal gibt es sogar Naturboden.



Entlang eines „völlig naturbelassenen“ Gerinnes gehe ich bis zur Rhone.

Davor überquere ich die Autobahn A9 (E27).

Der Rhone bin ich ja schon in Frankreich ein Stück weit gefolgt. Heute zeigt sie sich im Kanal schnell und sehr trübe.

An einem Brückenpfeiler sind Hochwassermarken angebracht. Da kann man erkennen, wie wenig Wasser der Fluss eigentlich führt.

Für Fußgänger und Radfahrer gibt es bei Masongex einen eigenen Steg.

Endlich treffe ich in Saint-Maurice ein und ich bekomme gleich im Klosterladen meinen Zimmerschlüssel.



Danach besuche ich die Basilika des Saint-Maurice und das angeschlossene Museum.
Mein Kirchenbesuch wird von schöner Orgel-Livemusik begleitet.



Das Museum ist absolut sehenswert. Es zeigt die Ausgrabungen der Vorgängerkirchen seit dem 3. Jhdt. Auch die Stelle, wo der Hl. Moritz bestattet wurde, ist erkennbar.


Der Klosterschatz ist einzigartig. Verschiedene Reliquienschreine und Gaben großer mittelalterlicher Kaiser sind hier zu finden.


Am Abend gehe ich mit Brigitte aus Deutschland noch zum Essen. Es war nicht gerade eine kulinarische Erleuchtung. Hauptsache: Satt.

Tagesstrecke: 21,4 km; ↑496 m; ↓446 m


















































































































































































