Wie ich gestern bereits erwähnt habe, gibt es am Sonntag keine Busverbindung nach Cormicy. So lege ich einen „Ruhetag“ ein. Seit meinem letzten Besuch hier vor Jahrzehnten hat sich natürlich viel verändert. Ich kann mich noch gut erinnern, dass wir damals direkt vor der Kathedrale geparkt haben.
Ich möchte meinen heutigen Bericht auf drei Schwerpunkte beschränken: die Cathédrale Notre-Dame de Reims, die Basilique Saint-Remi de Reims und öffentliche Plätze und Straßen.
Die Stadt wurde bereits von den Kelten um 80 v. Chr. gegründet und wurde von den Römern im Gallischen Krieg erobert und nach den Römern Civitas Remorum genannt. (Caesar schau owa). Schon damals war sie Provinzhauptstadt.

451 eroberten die Hunnen unter Attila die Stadt, zogen aber nach der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern (nicht weit von Reims) wieder ab.
In der Kathedrale der Stadt wurde zwischen 497 und 499 Chlodwig I. durch Bischof Remigius getauft, was entscheidend für den Aufbau des Frankenreiches wurde. Viele Könige wurden hier gekrönt und auch hier bestattet.
Im 1. Weltkrieg wurden etwa 60 % der Stadt zerstört und danach im Art Déco – Stil erneuert.
Am Ende des 2. Weltkriegs hat hier am 7. Mai 1945 Generaloberst Alfred Jodl im damaligen Hauptquartier von General Dwight D. Eisenhower die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht unterzeichnet.
In Reims fand 1962 das Versöhnungstreffen zwischen Präsident Charles de Gaulle und Konrad Adenauer statt.
Eine kurze Zusammenfassung einer umfangreichen Geschichte.
La Cathédrale Notre-Dame de Reims geht auf Vorgängerbauten aus dem 5. Jhdt zurück und wurde im Wesentlichen im 12. Jhdt. errichtet. Immer wieder wurden Teile der Kathedrale Opfer von Bränden und Zerstörung.








Eine zweite Kirche spielte in der Geschichte der Stadt auch eine große Rolle: die Abbayé Saint-Remi und die Abteikirche Basilika Saint-Remi (1049 geweiht)
Seit dem 7. Jahrhundert bildete sich am Grab des heiligen Remigius († 533), Bischof von Reims und Täufer des Königs Chlodwig, eine religiöse Gemeinschaft. Diese wurde von den Benediktinern übernommen.






Das Rathaus, das Hôtel de Ville, ist ein eindrucksvoller Repräsentationsbau.

Zum Abschluss des heutigen Tages genehmige ich mir ein Bierchen in einem netten, urigen Lokal.

Tagesstrecke: genügend viele km für einen Ruhetag.

Danke für die schönen Fotos der Kathedrale!