Nach einer sehr ruhigen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück vom Buffet komme ich um 7.50 Uhr aus dem Haus. Es ist nicht so kalt wie gestern, aber wieder windig.
Ich gehe vorerst wieder den gleichen Weg wie gestern aus der Stadt hinaus.


Schließlich wende ich mich nach links und gehe hinunter an das Ufer den Canal de Saint-Quentin. Ihm werde ich heute fast den ganzen Tag folgen.

Parallel dazu verläuft La Somme, die Somme, immer ein paar Meter tiefer im Niveau durch eine dichte Aulandschaft.

Der Graureiher hat sich längere Zeit von mir nicht stören lassen.

Der ehemalige Treidelweg (Uferweg) lädt zum Wandern und Joggen ein. Heute weht der Wind leider aus der falschen Richtung.
Der Canal de Saint-Quentin verläuft in der Region Hauts-de-France, ist 92 km lang und wurde 1728 – 1810 errichtet.

Fünfunddreißig Schleusenanlagen sorgen dafür, dass Schiffe bis 38,5 m Länge, 5,05 m Breite und 1,8 m Tiefgang den Kanal befahren können. Das entspricht etwa sieben LKW- Ladungen. Tatsächlich sind keine Schiffe unterwegs.

Bei Seraucourt-le-Grand verlässt die Via Francigena den Kanal und führt vorerst über die Hügel.

Der Weg hat einige Überraschungen zu bieten. Zum Glück ist die Seitenböschung sehr stabil und ich kann gut darüber balancieren.

Dann holt mich der Regen ein. Mit einigen kräftigen Böen jenseits der 50 km/h wird der Regen ordentlich verteilt. Zum Glück ist das bald wieder vorbei.


Bei Jussy stoße ich wieder auf den Kanal, dem ich bis Tergnier, meinem Tagesziel, folgen werde.


Beim Bahnhof von Tergnier, keine 400 Meter vor dem Ziel erwischt mich nochmals ein Regenguss.

Das Hotel Royal Heveli scheint frisch renoviert zu sein, ist sehr sauber und in indischer Hand.


Es gibt gleich im Haus ein indisches Restaurant, was mir die Suche nach einem Abendessen erspart und mich vor weiteren Regengüssen bewahrt.


Tagesstrecke: 30,9 km; ↑26 m; ↓50 m
bisherige Gesamtstrecke: ca. 360 km
