7. Tag Montag, 09. August 2021 Hartberg – Vorau

Heute starten wir zum 2. Abschnitt unserer Wanderung auf dem Ostösterreichischen Grenzlandweg 07. Von Radkersburg bis Hartberg waren wir bereits im Frühjahr unterwegs.

Das öffentliche Verkehrsmittel ist die beste Lösung an den Startort zu gelangen. In nur 1:06 h bringt uns der Bus X31 von Graz nach Hartberg, wo wir sogleich starten

Linie X31 von Graz nach Hartberg

Gegenüber dem Rathaus, wo wir uns die ersten Stempel holen, steht die Plastik des bekannten Künstlers Erwin Wurm „Der Gurk“

Erwin Wurm „Der Gurk“

Die Hartberger Pfarrkirche wird nach wie vor renoviert und ist gesperrt.

Wir steigen entlang des Brühlbaches zum Ringkogel auf und erfahren, dass dieser Bach im Spätmittelalter künstlich angelegt wurde, um die Mühlen mit Wasser zu versorgen.

Brühlbach

Im höher gelegenen Bereich glaubt man an einem Waal oder einer Levada entlang zu wandern.

Brühlbach

Der Ausblick auf die Südsteirischen Vulkanhügel ist großartig.

Blick nach Süden

Wieder stehen viele interessante Wege zur Auswahl. Unserer ist der 07er oder 907er auf den Masenberg.

Auf der Schwaig sind Heu und Getreide schon geerntet.

Schwaig (1000 m)

Die Natur bringt schon eigenwillige Formen hervor. Die vier Buchen müssen sich einfach umarmen.

Der Vierbindige Schmalbock (Leptura quadrifasciata L.) Hat sich auf einer Blütendolde niedergelassen.

Der Vierbindige Schmalbock (Leptura quadrifasciata L.)

Am Wegrand erinnern verschiedenen Wegzeichen, dass wir am „Mariazellerweg“ unterwegs sind. Tausende Menschen pilgerten vor der Pandemie jährlich nach Mariazell, der wichtigsten Wallfahrtskirche Österreichs.

Gedenkstein

Plötzlich öffnet sich uns ein Blick in den Pöllauer Kessel. Sonst schauen wir immer von unten auf die Wallfahrtskirche Pöllauberg, heute schauen wir von oben hinunter.

Pöllauer Kessel
Wallfahrtskirche Pöllauberg

Unterwegs werden wir von einem netten Weitwanderkollegen mit Hund eingeholt. Wir tauschen auf dem gemeinsamen Weg Erfahrungen aus.

Nach gut dreieinhalb Stunden kommen wir bei der Kernstockhütte am Masenberg an und gönnen uns eine Stärkung. Unmittelbar daneben steht eine neu errichtete Kapelle, die Glückskapelle, die aus der Südsteiermark hierher übertragen wurde.

Kernstockhaus
Glückskapelle

Wir steigen noch ein paar Meter hinter der Hütte auf und erreichen den Gipfel des Masenbergs (1261 m) mit seinem Gipfelkreuz.

Am Gipfel

Der Weg ins Tal in Richtung Vorau ist sehr gut ausgebaut. Er diente offensichtlich zum Transport von Windradteilen.

Windpark am Masenberg
Weg ins Tal

Welche Geschichte dieser Baum wohl zu erzählen hätte?

Buche

Jetzt haben wir einen schönen Blick auf Vorau.

Vorau mit dem Hochwechsel (1743 m)

Wir raten, wie die Berge im Horizont heißen.

Hohe Veitsch (1931 m)

Nach langem Abstieg kommen wir zum Stift Vorau der Augustiner Chorherren. Der prächtige Bau aus dem Barock geht auf eine Gründung Ottokars III. zurück, der es 1163 als Dank für einen Erben gestiftet hat. Das erste Kloster ist einem Brand 1237 zum Opfer gefallen. Auch 1945 wurden durch Kriegshandlungen schwerste Schäden verursacht.

Stift Vorau
Stift Vorau
Stift Vorau
Stift Vorau – Stiftskirche
Stift Vorau – Stiftskirche
Stift Vorau – Stiftskirche Kanzel
Stift Vorau – Klosterbereich

Dem Buch wurde hier ein Denkmal aus Stein gesetzt. In der Stiftsbibliothek sind hunderte Inkunabeln und Handschriften aus der frühesten Zeit der Literatur untergebracht. Darunter auch eine einzigartige Volksbibel.

Nun nehmen wir das letzte Stück unseres Weges in Angriff und gehen hinunter nach Vorau.

Vorau
Pfarrkirche aus 1202

Wir quartieren uns im Vorauer Hof ein und erholen uns bei Speis und Trank.

Vorauer Hof
Köstliche Gemüselaibchen

Tagesstrecke: 26,1 km; ↑ 937 m; ↓ 646 m

Route auf alpenverein.com

Link zu ÖWWW07 1. Teil

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