Ich überquere noch einmal die Dora Baltea und setze mich in den Lokalzug, der mich vorerst nach Chivasso bringt.

Unterwegs sehe ich die ersten großen Berge der Westalpen.

Da nehme ich den Zug nach Torino Porta Susa, einem der beiden großen Bahnhöfe.

Mein Hotel, das Eco Art Hotel, ist nur ein paar Minuten Fußmarsch entfernt. Von außen ist es eher unscheinbar, im Inneren wird des dem Namen „Art Hotel“ durch viele originelle Gemälde in den Zimmer und auf den Fluren gerecht.

In der Rezeption steht eine originale Fackel Nr. 106 für das Olympische Feuer der Olympischen Spiele 2006 in Turin.


Nach einer kurzen Regenerationszeit beginne ich mit „Torino in 180 Minuten“.
Gut, dass ich schon vorher zwei Mal die Stadt, wenn auch nur kurz, besucht habe.
Es ist früher Nachmittag und in der Sonne sehr heiß. Da freue ich mich über die Laubengänge, die Portici, von denen Turin 18 km (!) haben soll.



Der Palazzo Reale ist eines von vielen Bauwerken im Zentrum, das mit dem Herrscherhaus Savoyen in Verbindung steht. Zuerst waren die Savoyer Herzöge, ab 1720 Könige.

Der Turiner Dom ist Johannes dem Täufer gewidmet (Cattedrale di San Giovanni Battista) und ist die ranghöchste Kirche der piemontesischen Hauptstadt Turin und Kathedrale des Erzbistums.

Der Dom wurde von 1491 bis 1498 erbaut und ist eher schlicht gehalten.

Im Dom wird das Turiner Grabtuch aufbewahrt, heute in einem Schrein unter der königlichen Loge. Die Grabtuchkapelle ist derzeit nicht zu besichtigen. Das Grabtuch konnte ich vor einigen Jahre bei einem Besuch zufällig live sehen.

Eine Relique von Johannes dem Täufer ist gut sichtbar aufgestellt.

Mir hat der Marienaltar besonders gut gefallen.

Die Porta Palatina ist der besterhaltene Rest der Stadt aus römischer Zeit.

Der Torre Littoria, auch bekannt als Reale Mutua Assicurazioni-Wolkenkratzer, ist eines der Wahrzeichen der Turiner Altstadt und ein bedeutendes Beispiel italienischer rationalistischer Architektur.

Am frühen Abend suchte ich vergeblich ein Restaurant. In einer Pasteria bekomme ich dann doch etwas. Die Pasta aus angeblich alten Weizensorten ist al dente, das war es auch schon. Dafür gibt es wenigstens ein Ichnusa – Bier.

Die Nacht ist vom Nebenzimmer her etwas unruhig. Das Frühstück nehme ich im nächsten Cafe ein. Dann suche ich ein Lebensmittelgeschäft, um eine Jause für zu Hause zu besorgen.
Dann spaziere ich noch über den nahen Markt und besorge mir süße Weintrauben.



Zum Bahnhof ist es nur ein kleines Stück. Für die letzten Olympischen Spiele 2026 wurde viel in die Infrastruktur investiert.


Mein Zug, der Frecciarossa FR9535 von Turin nach Neapel fährt pünktlich ab.

In Bologna steige ich in den Railjet RJ 82 vom Ancona nach München um.



Bei Borgoforte überqueren wir den Po. Leider steht der Zug in Verona eine Zeitlang.
Es gibt wieder Wein!


Mit etwas Verspätung kommen wir in Franzensfeste -Fortezza an. Das ist nicht schlimm, weil ed auf den Anschlusszug genug Zeit gibt.

Ab hier bin ich die Strecke von Graz aus schon gegangen. Jetzt geht es durch das Pustertal nach Innichen und weiter nach Lienz.


Be Continued

Ich freue mich auf den nächsten Abschnitt auf dem Camino Richtung Rom
Gute Heimreise!