Via Francigena – Von Lausanne nach Italien 10. Tag Samstag, 29. August 2026 Aosta – Châtillon

Ich habe herrlich geschlafen. Der gestrige Tag war durch den Regen doch anstrengender als erwartet.

Um 7 Uhr verlasse ich das Haus und nehme auf der Piazza Émile Chanoux (Hauptplatz) ein kleines Frühstück ein. Dann geht es gleich los.

Rue Saint d’Anselmo

Der Arco di Augusto strahlt heute im Sonnenlicht.

Arco di Augusto

Der Fluss hat seinen Lauf verändert, die römische Brücke ist geblieben

Aosta – Römische Bogenbrücke

Rasch verlassen wir die Stadt, noch ist Brigtte, eine Mitpilgerin bei mir, und schon sind wir in den Weinbergen. Pinot noir ist hier daheim.

Pinot noir

Der Weg führt über dem Tal dahin, von Dorf zu Dorf, von Kirche zu Kirche.

Kirche von Bret-Saint-Christophe

Aus der Ferne schauen Tete de Rutor (3486 m ), Château Blance (3408 m) und Doravidi (3439 m) mit ihrem Gletscher Ghiacciao del Rutor herunter.

Tete de Rutor (3486 m ), Château Blance (3408 m) und Doravidi (3439 m)

Der Weg führt immer am Berg entlang. Dadurch ist die Aussicht auf das Tal sehr gut. Beim heutigen Sonnenschein wird es auch sehr bald warm.

Ausblick auf das Aostatal

Auch hier sind die Hügel mit Wein bepflanzt. Andere Kulturen, außer Hausgärten, habe ich nicht gesehen.

Wein und Berge

„Not a good place to stay“ – die „Casa circondariale di Brissogne e Aosta“ ist das einzige Gefängnis im Aostatal und gilt als Hochsicherheitsgefängnis.

Casa circondariale di Brissogne e Aosta

Das Castello di Quart stammt aus dem 12. Jhdt. Und überragt das Tal der Dora Baltea.

Castello di Quart

Leider führt der Weg heute nur selten länger entlang einer Ru (Wasserleitung). Häufig geht es bergauf und bergab.

Abstieg
Bogenbrücke aus Stein

Jetzt kann ich den Vorteil der Ru genießen. Es geht flach und meist schattig dahin.

Ru

Für die Verteilung kann der Hauptfluss gesperrt und ein Nebenschieber geöffnet werden. Dann fließt das Wasser zum entsprechenden Grund ab.

Schieber

Die Hochdruckleitung führt zum Kraftwerk im Tal.

Hochdruckleitung

Zwischendurch unterbrechen tiefe Schluchten den Berghang. Dann führt der Weg zuerst talwärts und dann wieder bergan.

Schlucht bei Nus

Die kleinen Dorfkapellen haben meist Fresken an der Außenwand.

Dorfkapelle
Dorfkapelle

Ein Künstler hat sich der Via Francigena verschrieben. Für manchen Werke hat er die örtlichen Grundschulkinder eingeladen.

Artwork
Dimoz – Santa Lucia

Das Monumento ai Vignaioli (Denkmal für die Winzer) in Nus erinnert an die traditionelle Weinkultur der Region mit skulpturalen Holzfässern, Flaschen und einer großen Gesichtsmaske an der Spitze.

Monumento ai Vignaioli

Ich komme an einigen verlassenen und verfallenen Hausern vorbei – richtige „Lost places“.

Verfallenes Haus

In Châtillon endet diese anstrengende Etappe. Es geht oft bergauf und bergab. Nur entlang der Rus kann man sich erholen.

Châtillon – Via Emilio Chanoux

In Ermangelung eines Quartiers vor Ort fahre ich mit dem Bus zurück nach Aosta, wo ich im Quartier vom Vortag nochmals nächtige.

Am Abend besuche ich noch den Kreuzgang deS Chiostro di Sant’Orsos mit seinen einzigartigen Kapitellen.

Kreuzgang im Chiostro di Sant’Orso
Kreuzgang im Chiostro di Sant’Orso
Kreuzgang im Chiostro di Sant’Orso

Zu Mittag gab es heute ein hausgemachtes Tiramisu und am Abend Spaghetti mit Kapern – Schwertfischsoße.

Tagesstrecke: 30,9 km; ↑565 m; ↓626 m

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