In der Früh nehmen wir wieder die S-Bahn, die uns von Worms nach Mettenheim bringt. Dort geht’s gleich wieder in die Weinberge, aber nur etwa 75 Höhenmeter.

Es geht ein leichter, aber kühler Wind. Heute ist vorerst wärme Kleidung gefragt.


Wir kommen nach Bechtheim, dem nächsten Weinort auf unserem Weg.

Hier steht die St.-Lambertus-Basilika, eine dreischiffige romanische Pfeilerbasilika mit fünf Arkaden und flacher Decke aus dem 11. Jhdt.. Im 12. Jhdt. würde sie erweitert. Auf Grund der Größe nimmt man an, dass es sich um eine Wallfahrtskirche auf dem Weg von Speyer nach Bingen handelte.

Ab etwa 1700 war die Basilika Simultankirche für die lutherischen und die römisch-katholischen Gläubigen. Ein großes Eisengitter trennte beide Konfessionen. Die römisch-katholischen feierten ihren Gottesdienst im Hochchor.

In Osthofen stärken wir uns in einer Bäckerei und beschließen, bis nach Herrnsheim, das schon zu Worms gehört, weiterzugehen.
Mitten in Osthofen entsteht ein überdimensionaler Bau für Wohnungen.

Die evangelische Bergkirche und der Friedhof thronen über dem Ort.

Vorerst gehen wir über Feldwege, dann bringt uns ein gut ausgebauter Radweg zum Ziel.

Hier treffe ich auf „alte Spuren“. Im Herbst 2020 kam ich auf meinem Weg von Graz nach Köln hier vorbei.

Das Schoss Herrnsheim war ehemals der Herrschaftssitz der Herren von Dalberg, die das Amt der Kämmerer des Bischofs von Worms bekleideten. Heute gehört es der Stadt Worms, die es gerade aufwändig revitalisiert.

Der große englische Schlosspark ist der bedeutendste in Rheinland-Pfalz.

Jetzt nehmen wir einen Stadtbus, um ins Zentrum von Worms zurückzufahren.
Tagesstrecke: 16,6 km; ↑ 264 m; ↓ 246 m
