Zum südlichsten Punkt Österreichs – 03. Oktober 2023

Diese Tour ist nur entfernt mit meinen Weitwandertouren in Verbindung zu bringen. In den letzten Jahren habe ich den östlichsten, den westlichsten und den nördlichsten Punkt Österreichs besucht. Der südlichste ist also noch ausständig. Dass es für mich kein leichtes Unternehmen werden würde, war mir klar. Darum wollte ich es noch vor meinem 70er schaffen!

Als Partner habe ich Erich dafür gewinnen können. Als Wanderführer hat uns Horst aus Bad Eisenkappel über alle Schwierigkeiten geleitet.
Von Bad Eisenkappel fahren wir ein Stück auf der Seebergsattel – Bundesstraße nach Süden, nehmen dann kurz die Straße auf den Paulitschsattel und folgen dann dem Vellachtal bis zu einem Schranken. Hier beginnt das Naturschutzgebiet Vellacher Kotschna. Von hier weg geht es zu Fuß weiter.

Parkplatz und Ausgangspunkt der Tour

Am Morgen werden wir von den Kalkspitzen der Baba und der Mzla Gora und der umliegenden Berge, alle um die 2000 m, begrüßt.

Unser Ziel

Der Sanntaler Sattel auf 1999 m ist unser erstes Ziel.

Wegweiser

Vorerst geht es noch recht gemütlich in die Vellacher Kotschna. Wir sind im Schatten der Berge und es ist für die Jahreszeit noch recht angenehm warm.

In der Vellacher Kotschna

Bald verlassen wir den Forstweg und nun geht es über schottrige Steige recht steil aufwärts.

Erster Anstieg

Für ein paar Bilder soll immer Zeit sein.

An der Waldgrenze

Zwischendurch ist eine Stelle steiler und felsig. Die Gämsen, die wir in der Nähe sehen, tun sich da schon leichter. Sie beobachten uns von der Ferne.

Felsiger Übergang

Gut, dass wir am Fuß dieser Wand vorbeigehen und nicht über über sie klettern müssen.

Felswand

Jetzt sind wir schon hoch über der Kotschna. Die Morgennebel haben sich verzogen

Blick in die Kotschna

Die Ofnerhütte war früher Unterstand für Jäger und Wanderer.

Ofnerhütte

Wir freuen uns schon auf die Pause in der Sonne und stärken uns ein wenig. Es liegt noch ein schönes Stück Weg vor uns.

Rast über der Baumgrenze
Blick nach Süden

Die extreme Wetterlage in heurigen Jahr lässt den Almrausch oder Bewimperte Alpenrose (Rhododendron hirsutum) ein zweites Mal blühen.

Alpenrose (Rhododendron hirsutum)

Über Geröllhalden geht es den letzten Teil zum Sanntalersattel hinauf. Vom Sattel auf 1999 m haben wir eine tolle Aussicht in alle Richtungen.

Kurz vor dem Sanntaler Sattel
Blick nach Norden
Grenze Österreich – Slowenien am Sanntalersattel (1999 m)
Bick nach Slowenien

Vom Sanntalersattel kommen wir relativ flach weiter zum Seeländersattel. Dahinter türmen sich die Gipfel der Stimer Alpen mit bis zu 2500 m auf.

Am Sanntaler Sattel
Weg zum Seeländersattel (2034 m)

Auch vom Seeländersattel haben wir beste Aussicht auf die schroffen Gipfel der Umgebung.

Slowenische Wegweiser in Rot

Nun gehen wir noch ein kurzes Stück entlang des Grates nach Osten, wo wir zum wahrscheinlich südlichsten Punkt Österreichs kommen.

Entlang des Grates zum südlichsten Punkt Österreichs
Am südlichsten Punkt Österreichs

Jetzt habe ich es geschafft! Auch den 4. der geografischen Extrempunkte habe ich zu Fuß erreicht! Die Grenze verläuft hier im Wesentlichen entlang der Grate. Deshalb macht sie auch hier einen weiten Einschnitt in den Süden nach Slowenien.

Am südlichsten Punkt Österreichs

Wieder zurück am Seeländersattel gehen wir auch ein Stück am Grat nach Westen bis wir in das Jezerska (Seeland) sehen können und entdecken am Horizont den Triglav, den mit 2864 m höchsten Gipfel Sloweniens.

Am Horizont der Triglav mit 2864 m

Bei der Rast auf dem Abstieg werden wir sofort von ein paar Dohlen entdeckt und als Jausenstation adaptiert.

Dohle
Dohle

Wir genießen den Ausblick vor dem Abstieg.

Baba (2127 m)
Abstieg in Richtung Kotschna

In einer Felsrinne wird es für uns schon schwierig, aber mit Hilfe unseres Wanderführers Horst schaffen wir auch diese Passage.

Einstieg in die Rinne

Bald sind wir wieder in der Latschenzone, aber bis zum Parkplatz ist es noch ein weiter Weg.

Verdiente Pause

Nach siebeneinhalb Stunden kommen wir sehr müde beim Parkplatz an und entspannen uns in Eisenkappel bei Mehlspeise und Getränken.

Resumé: Eine wunderschöne Tour als Herbstabschluss. Selten war ich so müde, aber auch froh, diesen Weg gegangen zu sein.

Tagesstrecke: 10 km ↑ 1120 m; ↓ 1120 m

Route auf alpenvereinaktiv.com

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