17. Tag 18. Mai 2022  Wildeshausen – Vechta

Erstens kommt es anders, … Eigentlich sollte am Ende des Titels nicht Vechta, sondern Visbek stehen. Leider ist es nicht möglich, in Visbek ein Quartier zu finden, und ich lege zwei kurze Etappen zusammen. Allerdings habe ich auf kleine Extras verzichtet, um die Strecke zu optimieren.

In Wildeshausen geht es vorerst direkt in das Zentrum. Gestern habe ich das nicht mehr geschafft. Die Hunte wird vor einem Kleinkraftwerk aufgestaut.

Hunte
Zur Fußgängerzone

Diese Bronzegruppe hat mit der Alexanderkirche direkt zu tun. Sie stellt die Überbringung der Reliquien des Hl. Alexander, 165 n. Chr. den Foltertod gestorben, nach Wildeshausen.

Überbringen der Alexanderreliquien

Die Alexanderkirche gilt als ältestes sakrales Gebäude und einzige erhaltene romanische Basilika im Oldenburger Land. Diese Kreuzbasilika aus Backstein wurde um 1270 fertiggestellt.

Alexanderkirche

Gotisches Triumphkreuz um 1400
Alexanderkirche
Alexanderkirche
Alexanderkirche

Auf dem Weg aus der Stadt komme ich an der denkmalgeschützten Villa Knagge vorbei, die für den norddeutschen Klassizismus steht. Der Erbauer, Johannes Knagge, war mit Überseehandel reich geworden. Jetzt sollen Rechtsanwälte einziehen, die sich die Renovierung und Adaptierung um 3 Mill. Euro kosten lassen.

Villa Knagge

Die Aumühle liegt bereits im idyllischen Grün.

Aumühle seit 1418
Mühlteich

Auf unterschiedlichen Wegen, meist abseits vom Verkehr, geht es weiter durch eine uralte Kulturlandschaft.

Waldweg
Zwischen Feld und Wald

Ich mache einen Umweg zu einem der ältesten Megalithbauten aus der Trichterbecherkultur, der Visbeker Braut. Im 18. Jhdt. musste eine Legende zur Erklärung dieses Großgrabes herhalten.

Visbeker Braut
Visbeker Braut
Visbeker Braut

Der Weg durch die wilde Geest verbindet Braut und Bräutigam, auch ein Steingrab.

‚Brautweg‘
‚Brautweg‘

Kurz vor Visbek komme ich an einem gigantischen Fleischwerk vorbei, wo Hühnerteile für den Großhandel aufbereitet werden. Jetzt heißt die Firma Plukon Visbek GmbH.

Plukon Visbek

Ich komme in die kleine Ortschaft Visbek. Hier gab es seit 855 eine Abtei, aber auch eine Urkundenfälschung im Jahre 815, wo angebliche Rechte vergeben wurden.

Röm.-kath. Pfarrkirche St. Vitus 19. Jhd.
Röm.-kath. Pfarrkirche St. Vitus 19. Jhd.

Nach Visbek: Soweit man blickt – Erdbeerfelder

Erdbeerfelder

Der Jakobsweg verläuft meist parallel mit dem Pickerweg. Der Pickerweg war im Mittelalter ein Handelsweg und Pilgerweg. Er wurde erstmals 850 urkundlich erwähnt. Heute ist er ein beliebter Radweg.

Pickerweg
Pickerweg

Ich komme in Vechta an und bin vom Verkehr im Zentrum überrascht.

Vechta
Vechta

In der Propsteikirche St. Georg in Vechta werden unter anderem auch zwei Handreliquien des Hl. Alexander von Wildeshausen aufbewahrt. Die Kirche wurde bereits 1452 erbaut.

St. Georgskirche
St. Georgskirche
St. Georgskirche

In der Großen Straße steht die Bronzenachbildung eines Pferdes des Olympiasiegers Paul Schockemöhle.

Pferd von Schockemöhle

Mein Quartier ist heute das Hotel Bremer Tor nahe dem Zentrum.

Hotel Bremer Tor
Hotel Bremer Tor

Tagesstrecke: 35,3 km; ↑ 56 m; ↓ 55 m

Route auf alpenvereinaktiv.com

2 Gedanken zu „17. Tag 18. Mai 2022  Wildeshausen – Vechta

  1. Volker Rinner-Hänsel

    Schon wieder so eine lange Etappe. Ein Glück, dass die Berge hier so niedrig sind. Guten Weg!

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