8. Tag Dienstag, 10. August 2021 Vorau – Pinggau

Nach einem ausgiebigen Frühstück starten wir in den strahlend blauen Morgen.

Wir gehen beim Rathaus vorbei und verlassen den Ort in Richtung Osten.

Rathaus Vorau

Mir fällt ein kleiner Bildstock am Ortsrand auf, der die Auferstehung Christi darstellt.

Bildstock in Vorau

Rund um Vorau stehen zahlreiche Lochsteine. Ihre Bedeutung ist nicht wirklich erklärt, man vermutet, dass sie Hinweise zu den Zugängen zu den geheimen, unterirdischen Räumen (Erdställe) in der Region geben.

Unser Weg führt abwechslungsreich durch die Wälder und Wiesen.

Am Weißenbach

Die Bauernhöfe sind meist sehr gut hergerichtet und groß. Sie sind auf Rinderzucht ausgerichtet.

Rinder auf der Weide

Das Stift Vorau ist weithin sichtbar. Der Platz, an dem es errichtet wurde, ist wirklich einzigartig. Sogar am Nachmittag haben wir noch häufig Blickkontakt, obwohl wir schon weit entfernt sind.

Stift Vorau

Der Holunderstrauch hat sich eine Astgabel des Birnbaumes als Standort ausgesucht.

Holunder auf Birnbaum

Die Ribisel (Johannisbeeren) sind schon reif.

Ribisel (Ribes L.)

Wir überqueren die Lafnitz, die später bis ins Südburgenland fließt.

Lafnitz

Mitten im Wald stoßen wir auf eine alte Fernsehempfangsanlage. Sie hat im Digitalzeitalter wohl ausgedient.

Antennenanlage

Einer der See seltenen Pilze im Wald.

Parasol, Riesenschirmling ??

Der Masenberg ist nicht sehr hoch, aber von allen Seiten präsent.

Masenberg (1261 m)

Wir erreichen St. Lorenzen am Wechsel, einen kleinen Ort auf 750 m Seehöhe.

Die stattliche Kirche wurde im frühen 18. Jhdt. errichtet und ist als Besonderheit nach Westen ausgerichtet.

Das Hochaltarbild stellt die Apotheose des Laurentius dar. Die Mariendarstellung mit dem etwas trotzigen Jesus hat mir besonders gefallen.

Pfarrkirche St. Laurentius
Pfarrkirche St. Laurentius – Hochaltar
Pfarrkirche St. Laurentius – Madonna mit Kind

In der Region hat der Blumenschmuck an Häusern und auf Plätzen große Tradition.

Die Hirschbirne (Hiaschtbirn – Herbstbirne) ist eine lokale Spezialität der Oststeiermark.

Hiaschtbirnbam

Wir werden auf einen gewaltigen Baum aufmerksam, dessen Größe sich erst im Vergleich zeigt. Die Linde hat schon viele Jahre hinter sich gebracht.

Sommerlinde (Tilia platyphyllos)
Sommerlinde (Tilia platyphyllos)

Wir nähern uns jetzt unserem Ziel. Im Westen liegt im Tal Friedberg.

Friedberg

Da hört sich doch alles auf: Wenigsten einen Pistendienst oder ein Loipe könnte man organisieren!😂

Kein Winterdienst

Wir steigen in den Bärengraben ab, der in einem Landschaftsschutzgebiet liegt. Je weiter wir kommen, desto besser gefällt mir dieser Abschnitt des Weges.

Abstieg in den Bärengraben
Wasserfall ohne Wasser
Pfad im Bärengraben

Friedberg, früher auch Friburg oder Friberg, wurde durch seine Lage an Wechselstraße eine wohlhabende Stadt

Hauptplatz von Friedberg

Die Stadtpfarrkirche ist dem Hl. Jakobus dem Älteren, geweiht, dem die Umgebung den Namen Joglland verdankt. Die Kirche wurde um 1530 auf gotischem Grundriss zweischiffig errichtet.

Hochaltar mit Jakobus d. Ä.
Hauptschiffe
Kanzel

Von Friedberg steigen wir in das wenig entfernte Pingau ab. Hier war einst die Mautstation für Friedberg eingerichtet.

Die Pfarrkirche ist der Schmerzhaften Gottesmutter gewidmet und als Wallfahrtsort Maria Hasel bekannt.

Wir logieren im Einkehrgasthof Prenner und haben den ganzen Gasthof für uns allein. Die Chefleute sind ausgeflogen und haben uns den Schlüssel hinterlassen. Nur das Abendessen müssen wir uns im Supermarkt besorgen. Auch das gelingt uns.

Tagesstrecke: 23,3 km; ↑ 549 m; ↓ 676 m

Route auf alpenverein.com

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