Zwischendurch auf den Hochwechsel (22. Juli 2021)

Der Hochwechsel (1743 m) liegt nicht direkt auf unserer Route des 07er Weges, sondern auf der Alternativroute 07A. Trotzdem wollen wir diesen markanten Berg am östlichen Alpenrand mit einbeziehen, ist er doch die höchste Erhebung auf dem 07er- Gesamtweg.

Wir  fahren mit dem Auto über die Wechselbundesstraße – einst die wichtigste Verbindung nach Wien – bis nach Mönichkirchen. Dort finden wir im Bereich der Liftparkplätze einen Platz, der ganztägig im Schatten liegt.

Mönichkirchen – Unweit der Talstation des Sessellifts

Nach kurzem Weg auf der sommerlichen Schipiste zweigen wir auf den Fußweg zur Vorauer Schwaig (Alm) ab.

Der Weg verläuft die längste Zeit durch den Wald, was bei den sommerlichen Temperaturen recht angenehm ist, und steigt kontinuierlich an.

Aufstieg durch den Wald
Aufstieg durch den Wald

Der Rote Fingerhut (Digitalis purpuea L.) ist wunderschön, aber auch hochgradig giftig.

Roter Fingerhut (Digitalis purpuea L.)

Beim Studentenkreuz wird eines Gymnasiasten gedacht, der 1864 hier einem Jagdunfall zum Opfer fiel.

Studentenkreuz

Nicht weit davon kommen wir an einem Gedenkstein vorbei, der einem Gendarmen gewidmet ist. Er wurde 1921 beim Aufgriff von Viehdieben angeschossen und erlag tags darauf seinen Verletzungen. Die Täter wurden ein Jahr später gefasst.

Gedenkstein für Emil Reiter

Die Wege sind ausgezeichnet markiert, auch wenn in der Vergangenheit „Scherzbolde“ die Tafeln verdreht haben.

Wegkreuzung beim Studentenkreuz

Den Ameisenhaufen nach ist der Waldboden sehr gesund.

Ameisenhaufen

Schließlich kommen wir auf die Vorauer Schwaig, eine weite Alpe mit Blick auf Vorau und das Joglland.

Vorauer Schwaig

Am Ende des 2. Weltkrieges lieferten sich einzelne Einheiten der Deutschen Wehrmacht in dieser Gegend heftige Gefechte mit der Sowjetarmee. Ein kleiner Kriegerfriedhof erinnert an die russischen Opfer.

Sowjetische Gedenkstätte
Sowjetische Gedenkstätte

Auf den weiten Wiesen tummeln sich viele Schmetterlinge und die ersten Schwarzbeeren werden reif.

Kleiner Fuchs (Aglais urticae L.)
Schwarzbeeren oder Heidelbeeren ( Vaccinium myrtillus L.)

Einem illustren Jäger aus der Stadt bleibt auch im Tode der Spott nicht erspart.

Zum ersten Mal sehen wir den Gipfel des Hochwechsels mit dem Wetterkoglerhaus.

Hochwechsel (1743 m)

Es geht weiterhin stetig bergauf.

Ochsenschwaig

Hier kreuzen sich viele Wege. Auch der 07er und der 02er sind dabei.

Wegweiser nahe der Hofalm
Zwei große österreichische Weitwanderwege

Wir kommen auf dem Hochplateau des Hochwechsels (1743 m) an.

Hochwechsel

Neben dem Gipfelkreuz steht auch der die Hochwechselkapelle, die an die unsicheren Zeiten in der Grenzregion erinnert.

Hochwechsel-Kapelle

Das Innere ist von Franz Weiss, einem steirischen Künstler, ausgestaltet worden.

Bilder von Franz Weiss
Bilder von Franz Weiss

Im Wetterkoglerhaus ist eine empfehlenswerte Gaststätte zum Regenerieren.

Wetterkoglerhaus

Leider verhindert starker Dunst die Fernsicht.

Blick nach Nordosten

Für den Rückweg haben wir uns den Weg entlang des Höhenrückens über den Niederwechsel vorgenommen.

Zuerst müssen wir durch eine Kuhherde.

Wir werden ignoriert

Ein Rückblick auf den Hochwechsel zeigt, wie schnell wir weiterkommen.

Hochwechsel vom Niederwechsel

Auch am Niederwechsel (1669 m) kommen wir an einer Gedächtnisstätte vorbei.

Gedenkstätte

Bei der Steinernen Stiege geht es richtig steil hinunter. Die Aussicht könnte besser sein.

Steinerne Stiege

Das STOA ALM – Chalet passt „bestens“ in die Gegend.

STOA ALM – Chalet

Viele Blütenpflanzen laden unzählige Schmetterlinge auf einen Nektar-Cocktail ein.

Glockenblumen
Großer Kohlweißling (Pieris brassicae L.)
Weißbindiger Bergwald-Mohrenfalter (Erebia euryale ESPER)
Postillion (Colias croceus GEOFFROY)
Tagpfauenauge (Aglais io L.)

Bei der Mönichkirchner Schwaig kehren wir wieder ein.

Mönichkirchner Schwaig

Von der Monichkirchner Schwaig kann man auch schnell ins Tal abfahren.

Rasante Abfahrt

Wir gehen über die Schiabfahrt gemütlich nach Mönichkirchen zurück und genießen in Pinggau ein kurzes Bad im Naturbadesee und Freizeitpark Wechselland.

Route auf alpenvereinaktiv.com

Tagesstrecke: 22,2 km; ↑ 840 m; ↓ 840 m

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