2. Tag Mittwoch, 26. Mai 2021 Klöch – Kapfenstein

Zu Anfang muss ich unbedingt noch eine Replik auf den gestrigen Abend machen. Nach einer ersten Stärkung mit Salat und Brettljause gab es am Abend noch einen süßen Nachtisch. Natürlich durften verschiedene Traminerspezialitäten aus dem Keller des Hauses Gießauf-Nell nicht fehlen.

Buchteln und Traminer
Traminothek

Der neue Morgen zeigt sich von seiner schönsten Seite. Die Nebel wallen in den Tälern und wir freuen uns schon auf die nächste Wanderung.

Am Klöcher Hochwarth

Nach einem ausgiebigem Frühstück nehmen wir Abschied vom gastfreundlichen Haus und haben einen Einblick in den Basaltsteinbruch von Klöch. Hier wird Bruchschotter für zahlreiche Eisenbahnbauten und Autobahnbauten gewonnen und per LKW abtransportiert.

Buschenschank Gießauf-Nell
Basaltsteinbruch Klöch aus einem erloschenen Vulkan

Der Weg führt auf dem Hügelkamm entlang und bietet Ausblicke auf alle Seiten.

Blick nach Südosten in das Kutschenitza – Tal.
Blick nach Norden auf St. Anna am Aigen

In Gärten und auf den Wiesen blühen bunte Blumen.

Azaleen
Wiesensalbei (Salvia pratensis L.)
Klatschmohn (Papaver rhoeas L.)

Nach dem Abstecher nach Klöch kehren wir wieder in das Tal der Kutschenitza zurück. Der Bach bildet die angeblich älteste dauerhafte Grenze Europas. Uns fallen zahlreiche Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität auf.

Natur
An der Kutschenitza
Europäische Maulwurfsgrille (Gryllotalpa gryllotalpa L.)
Margaritenwiese
Immenblatt (Melittis melissophyllumL.)

Unter einer wunderschönen, alten Eiche steht das „Mahnmal für den Frieden“. Es wurde von Jugendlichen in einer Aktion gemeinsam mit der einheimischen Künstlerin Roswitha Dautermann errichtet. Hier im Höllgraben stand am Ende des 2.  Weltkriegs ein Lager für jüdische Zwangsarbeiter, die den Ostwall errichten sollten.

Eiche im Höllgraben
Mahnmal für den Frieden

Auf dem nächsten Hügel steht ein anderer Gedenkstein, der im fast gleichen Zeitraum seinen Ursprung hat. Nach dem 1. Weltkrieg wurden die benachbarten Ortschaften dem Königreich SHS zugeschlagen. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die deutschsprachige Bevölkerung offensichtlich vertrieben.

Gedenkstein in St. Anna am Aigen an die Vertriebenen und Toten der Gemeinden Fuchelsdorf, Guitzenhof, Rotenberg und Sinnersdorf in den Jahren 1945/1946

Die Laubwälder sind mit ihrem frischen Grün besonders einladend. Ich entdecke zufällig eine interessante Orchidee ohne Blattgrün.

Buchenwald vor St. Anna
Vogel-Nestwurz  (Neottia nidus-avis RICH.)

Jetzt kommen wir nach St. Anna am Aigen mit seiner markanten Kirche aus dem 18. Jhdt.. Am Hochaltar zeigt die Figurengruppe die Hl. Anna, wie sie Maria das Lesen beibringt. Eigentlich müsste Anna die Schutzheilige aller ElementarmethodikerInnen sein!

Pfarrkirche St. Anna
Pfarrkirche St. Anna
Pfarrkirche St. Anna – Hochaltar von Veit Königer, dem großen österreichischen Barockbildhauer
Anna lehrt Maria das Lesen

Vor der Kirche steht ein modernes Kruzifix der heimischen Künstlerin Roswitha Dautermann.

Kruxifix von Roswitha Dautermann

Von der Terrasse der Gesamtsteirischen Vinothek, wo wir uns eine Kostprobe der steirischen Winzer gönnen, haben wir einen tollen Blick und wolkenlosen Himmel.

Unser nächstes Ziel ist das Dreiländereck Steiermark – Burgenland – Slowenien. Wieder stehen wir an einem Grenzstein Nr. 1, der zufällig von einer Bundesheerpatrouille besucht wird. Ein paar Meter weiter steht der Maria-Theresianische Grenzstein, der 1756 als Markierung der Grenze zwischen dem Herzogtum Steiermark und dem Königreich Ungarn gesetzt wurde.

Grenzstein Österreich – Slowenien – Burgenland
Grenzstein von 1756

Von der Ferne sehen wir unser Tagesziel Kapfenstein. Es dauert aber noch geraume Zeit, bis wir dort ankommen.

Kapfenstein

Die kleine Dorfkapelle von Sichauf wurde 1991 an Stelle einer früheren errichtet.

Kapelle von Sichauf
Kapelle von Sichauf
Kapelle von Sichauf – Dreifaltigkeit auf der Narthex-Decke

Jetzt kommen wir in Kapfenstein an. Über dem Ort liegt die Pfarrkirche und darüber das Schloss Kapfenstein der Familie Winkler-Hermaden.

Wir finden in der Buschenschank Puff eine nette Unterkunft und werden bestens versorgt. Es gibt wieder eine typische Buschenschankjause und dazu guten Sämling 88 (Scheurebe).

Ein wunderbarer Wandertag geht zu Ende.

Tagesstrecke:   22,7 km; ↑ 380 m; ↓ 460 m

5 Gedanken zu „2. Tag Mittwoch, 26. Mai 2021 Klöch – Kapfenstein

  1. Michaela Brantner

    Sieht fantastisch aus. Und heute hattet Ihr auch den Wettergott auf eurer Seite👍🏻.
    Bei den Buchteln hätte ich übrigens auch nicht nein gesagt🥰

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  2. Topler Sofie

    Wunderbare Fotos so schön ist die Steiermark
    Wir brauchen nicht ins Ausland fahren wünsche Gesundheit und tolles Wanderwetter

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