In der Nacht höre ich, dass Regentropfen an das Mobilehome klopfen und ich denke mir, dass die Regenfront bis zum Morgen durchgezogen sein sollte.

Bis zum Aufbruch um 08.30 Uhr hat es wirklich aufgehört zu regnen. Ich verlasse den Platz und kann unweit davon an die Via Francigena andocken.

Der Boden ist weniger rutschig als befürchtet und das bisschen nasse Gras halten die Schuhe gut aus.

Auf dem Bild kommen die 100 Höhenmeter gar nicht zur Geltung, die es den Hügel hinauf und dann gleich auf der anderen Seite wieder runter geht.

„Le Val“ – „Das Tal“: so einfach können Ortsnamen sein.

In einem Park in Yeuse versteckt steht ein schönes Herrenhaus.

Aus einem Automaten werden frische Erdbeeren angeboten: 3,50 € für einen kleinen Becher.

Wieder gehe ich heute entlang des Hügelkamms und da steht auf 122 m ü.M. die Ruine der Kirche Saint-Lois-de- Guémy. Sie stammt aus dem 15. Jhdt. Bei gutem Wetter soll man die Kippen von Dover sehen können.


Nach einem längeren Waldstück komme ich nach Tournehem-sur-la-Hem.

Im Zentrum steht das Cafe de la Mairie, wo ich mir einen Imbiss hole. Die Inhaberin vermittelt mir ein Quartier, das ich gestern nicht erreichen konnte.

Die Dorfkirche, dem Hl. Médard geweiht, sieht von außen sehr einfach aus, hat aber einen tollen Chorraum. Sie entstand im 15. Jhdt.


Mein Quartier liegt etwa drei Kilometer von Tournehem-sur-la-Hem entfernt in einem kleinen Weiler namens Nort-Neulinghem. Der Besitzer des B&B steht gerade auf dem Dach und setzt neue Dachlatten. Seine Frau begrüßt mich im Hof und wir fixieren meinen Aufenthalt.

In der Ferme du Pres vert gibt es ein B&B, aber auch eine Brauerei. Hoffentlich gibt’s beim Abendessen etwas zu verkosten.


Das Dorf ist überschaubar und die Kirche steht gerade im Gerüst. Viel gibt es hier nicht zu entdecken.


Tagesstrecke: 19,0 km; ↑295 m; ↓300 m
