Am Vorplatz des Hauptbahnhofs starten wir jetzt unseren 3. Abschnitt des Lutherweges.

Durch die Kaiserstraße wandern wir entlang der Wolkenkratzer zum „Römerberg“, dem Platz vor dem Rathaus.



In der Nikolaikirche hole ich die Stempel für unsere Pilgerpässe. Der letzte aus dem Vorjahr und der erste von heuer sind ident.

Nur ein Haus überstand die Bombardements im 2. Weltkrieg, der Gasthof „Haus Wertheim“. Alle Gebäude rundum sind im alten Stil wiedererrichtet worden.

Wir überqueren den Main über den Eisernen Steg. Dieser seit 1868 bestehende Fußgängerübergang ist 173 m lang.




Wir suchen den ersten Wegweiser des Lutherwegs. Diesen Zeichen wollen wir bis Worms folgen.

Wir folgen den Markierungen nach Süden und kommen an der evangelischen Bergkirche vorbei, wo wir mit der Pfarrerin kurz plaudern und von ihr den nächsten Stempel bekommen.

Nun verlassen wir den Siedlungsbereich von Frankfurt und tauchen in den Stadtwald ein.

Die fast geraden Schotterwege und nur ein paar Spaziergänger und Radfahrer sind jetzt recht angenehm.

Ein überdimensionaler Specht bearbeitet gerade eine Eiche.

Nach etwa zweieinhalb Stunden kommen wir in die Hugenotten- und Waldenserstadt Neu-Isenburg.
Neu-Isenburg wurde am 24. Juli 1699 als Exulantenstadt von Hugenotten gegründet, französischen Protestanten, die nach der Aufhebung des Toleranzedikts von Nantes aus Frankreich hatten fliehen müssen. Sie ist eine der Planstädte des 17. und 18. Jhdts.


Wir nächtigen heute im Hotel Garni Sauer.


Tagesstrecke: 9,5 km; ↑ 68 m; ↓ 41 m
