32. Tag Dienstag, 20. September 2022 Geras – Eibenstein

Beim Frühstück vertratschen wir uns mit unserer netten Gastgeberin, die sich in der Geschichte des Ortes bestens auskennt. So wird es für unsere Verhältnisse ein etwas späterer Aufbruch.

Im Rathaus der Stadt – hier ist wirklich jede größere Häuseransammlung eine Stadt – hole ich mir die Stempel für unseren Wanderpass.

Geras – Hauptstraße mit Rathaus

Wir gehen wieder an Stift und Stiftskirche vorbei und passieren den ehemaligen Meierhof des Stiftes, der heute Teil des Hotels Schüttkasten und der Kunstakademie Geras ist und unabhängig vom Stift geführt wird.

Stiftskirche Geras
Meierhof Geras

Etwas außerhalb liegt der Bahnhof Geras-Kottaun, der heute nur mehr vom „Reblaus-Express“ benutzt wird.

Bahnhof Geras-Kottaun

Dann geht es über die sanften Hügel des Waldviertels weiter.

Felder

In Wolfsbach steht ein schönes Gasthaus, das leider nicht mehr in Betrieb ist.

Wolfsbach – Gasthaus zum Wildschütz

Wieder ziehen bedrohliche Wolken auf. Es schaut aber ärger aus, als es kommt.

Wolfsbach
Bei Wolfsbach

Bei leichtem Nieselregen kommen wir in Richtung Drosendorf. Ohne Regencape ist es zu nass, mit fast overdressed.

Drosendorf
Drosendorf – Pfarrkirche im Vordergrund, Stadtkirche im Hintergrund

Auch in Drosendorf sind die Verhältnisse nicht einfach. Da gibt es Drosendorf-Altstadt und Drosendorf-Stadt, das von einer Befestigungsanlage umgeben war und von Ottokar II. im Jahre 1278 16 Tage lang erfolglos belagert wurde.

Die Vorgängerbauten des Schlosses Drosendorf werden schon 1180 erwähnt, der heutige Bau stammt aus dem 17. Jhdt. Heute ist das Schloss, wie viele historische Gebäude in der Umgebung, im Besitz der Familie Hoyos-Sprinzenstein.

Stadtmauer
Schloss Drosendorf
Schloss Drosendorf

Im Rathaus frage ich wieder nach einem Stempel und nach einem offenen Gasthaus. Ersterer Wunsch kann sofort erfüllt werden, zweiter wird negativ beschieden.

Drosendorf – Rathaus

In Drosendorf wurde 1559 ein Alaunbergwerk eröffnet, Ende des 16. Jahrhunderts gab es vorübergehend Bleibergbau.

Bergamtshaus

Am Hauptplatz stehen durchwegs zweigeschoßige Gebäude, die den beschaulichen Charakter hervorheben.

Drosendorf – Hauptplatz
Drosendorf – Hauptplatz

Da alle Gasthäuser geschlossen sind, werden wir von einer Frau auf das kleine ADEG – Geschäft verwiesen, das auch in dem Moment zusperrt. Die freundliche Besitzerin, Frau Linsbauer, holt uns noch in das Geschäft und verkauft uns Kaffee und Mehlspeisen, die wir im Pavillon am Hauptplatz genießen.

Während wir im Pavillon sitzen, geht draußen ein Regenguss nieder.

Drosendorf – Pavillon
Mohnstrudel zu Mittag

Auf unserem weiteren Weg steigen wir in engen Serpentinen von der Stadt zur Thaya ab. Von unten sieht man erst die steilen Felsen.

Abstieg zur Thaya
Felsen an der Thaya

Über die Hügel bei Autendorf kommen wir bei Primmersdorf wieder an die Thaya. Das Schloss Primmersdorf war einst Meierhof des Stiftes Herzogenburg.

Schloss Primmersdorf
Thaya mit leichtem Hochwasser

Bei einem kurzen Anstieg treffen wir erstmals auf unserem Weg zwei Wanderinnen, die ebenfalls des 07er- Weg gehen. Sie sind am Nebelstein gestartet.

Wir sind am heutigen Tagesziel angekommen. Der Gasthof Pölzer liegt direkt unter der Ruine Eibenstein an der Thaya. Die Ruine Eibenstein wurde schon im 12. Jhdt. urkundlich erwähnt und soll nach manchen Quellen mit den Templern in Beziehung gestanden sein.

Ruine Eibenstein
Ruine Eibenstein
Gasthof Pölzer
Gasthöf Pölzer

Tagesstrecke: 22,3 km; ↑ 307 m; ↓ 430 m

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