1. Tag Dienstag, 29. September 2020 Speyer nach Oggersheim

Gestern Abend traf ich eine Pilgerin und einen Pilger, die von Speyer in den Süden unterwegs sind. Wir tauschten mit Masken unsere Erlebnisse aus.

Heute gibt es einmal ein ausgiebiges Frühstücksbuffet. Um 8.15 Uhr gehe ich aus dem Haus und folge vorerst ein Stück dem Rhein.

Am Helmut-Kohl-Ufer

Ich gehe wieder zum Dom und weiter durch die Maximilianstraße in Richtung Bahnhof.

Rathaus in der Maximilianstraße

Beim Altpörtel verlasse ich das Altstadtzentrum.

Das Altpörtel war das westliche Stadttor

Vorerst gehe ich mehrere Kilometer durch die Vorstadt von Speyer, die von vielen Geschäftslokalen geprägt ist.

Nach fast 10 km komme ich zu diesem alten Wegweiser.

Wegweiser

In Schifferstadt stehen noch viel kleine Fachwerkhäuser. Auch einen „Wilden Mann“ haben sie in der Stadt.

Große Kapellenstraße
Wilder Mann
Altes Rathaus aus 1558

Die Stadt soll auch die Hauptstadt des Rettichs sein. Dafür steht die Skulptur einer Erntehelferin vor dem neuen Rathaus.

Rettichernte

Die größte Attraktion ist aber der „Goldene Hut“, der 1835 ganz in der Nähe der Stadt. Von einem Landarbeiter gefunden und sofort gemeldet wurde. Der Hut wurde aus einem 350 g schweren Goldstück getrieben, ist fast 30 cm hoch und zwischen 0,25 und 0,08 mm dick. Hergestellt wurde das Kunstwerk, das vielleicht Kalenderfunktion hat, 1500 -1400 vor Christus in der Bronzezeit. Das Original befindet sich im Historischen Museum der Pfalz in Speyer.

Replik des Goldenen Hutes im Rathaus
Goldener Hut als Hauszeichen

Ich wandere an der Bahnlinie weiter bis Limburgerhof mit einer neuen Kirche.

Dort entdecke ich ein neues „altes Zunftzeichen“.

Der Weg führt jetzt durch intensives Agrarland mit riesigen Gemüsefeldern oder Beerenplantagen.

Kürbisse für Halloween
Himbeerplantage

Nach 23 km habe ich erstmals keinen Asphalt unter den Sohlen. Ich gehe durch das Maudacher Bruch, entlang einem Altarm des Rheins, der schon 900 v. Chr. vom Fluss abgetrennt wurde. Im 19. Jhdt. wurde großflächig Torf gestochen. 1885 wurde die Au zum letzten Mal vom Rhein überflutet. Heute ist es ein Naturschutzgebiet.

Heute übernachte ich im Hotel Kalimera in Oggersheim. Daran angeschlossen ist auch ein griechisches Restaurant.

Das Essen ist ein Genuss:

Meze – „kleine“ Vorspeise
Salat als Zwischengericht
Hauptspeise: Schweinsmedaillons mit Käse überbacken

Tagesstrecke:   27,8 km; ↑ 7 m; ↓ 16 m

5 Gedanken zu „1. Tag Dienstag, 29. September 2020 Speyer nach Oggersheim

    1. Gernot

      Wunderbar. Offenbar hast Du Nicht so viel vom großen Regen mitbekommen, der heute bei uns runtergekommen ist. Übrigens ist Helmut Kohl aus Oggersheim

      Antworten

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