Tag 1 (St. Jean Pied-de-Port nach Roncesvalles)

D10329252_506479186124778_4575419407626296007_ner Rucksack wird noch frisch gepackt und es geht um 7.00 zum Frühstück mit reichlich Kaffee und getoasteten Baguettes mit Butter und Marmelade.
Pünktlich um 7 Uhr verlasse ich das Haus und folge der Rue de Citatelle nach Süden.

wpid-imag1258.jpgGleich nach der Stadtmauer beginnt die Markierung des Wegs, der von 170 m vorerst auf 800 m zur Herberge Orisson hinauf führt. Vor und hinter mir vereinzelte Pilgerinnen und Pilger, die mit unterschiedlicher Geschwindigkeit wandern. Mit Hilfe der Wanderstöcke lassen sich auch die steilen Passagen gut bewältigen. Unterwegs stoße ich auf Volker, den ich schon am Vorabend beim Essen getroffen habe und wandere ein Stück mit ihm. Der Himmel ist verdeckt, aber es ist nicht kühl. Kurz vor der Herberge Orisson treffen uns die ersten Windböen. Dann wird das Gelände offen wie auf der Stubalm. Hier grasen zwar keine Lippizaner, aber trotzdem eine Menge Pferde.  Der Wind mit bis zu 60 km/h setzt allen Wanderern zu. An Rast ist nicht zu denken, aber wenigstens regnet es nicht. Bei der Rolandquelle ist es windgeschützt – eine kurze Erholung. Wir müssen noch über den Col Lepoeder mit 1437 m. Normalerweise ist das bei den Wegverhältnissen kein Problem. Über uns kreisen schon imposante Geier. Ob sie auf ein Pilgermenü aus sind?
10334422_506479599458070_4934326105029717519_nDer Abstieg ist recht steil und schwierig. Den längeren leichten Umweg wollen nur wenige nehmen.

Gegen 14.30 Uhr komme ich beim Kloster von Roncesvalles an. Der erste Weg führt zur Rezeption, um den begehrten Stempel für den Pilgerpass und einen Schlafplatz zu erhalten. Ich hab Nr. 165, angeblich sollen es 500 werden. Nach einer warmen Dusche und einem kleinen Bier warte ich mit einigen Mitwanderern auf das Pilgermenü: Suppe, Ente oder Forelle, Karamellschnitte.
Danach geht’s in die Kirche zur Pilgermesse.
Schon vor der angesagten Nachtruhe um 22 Uhr ist es auffallend still. Zu müde sind all die Leute, die an diesem Tag die erste Herausforderung des Camino geschafft haben.

4 Gedanken zu „Tag 1 (St. Jean Pied-de-Port nach Roncesvalles)

  1. Heidrun

    Lieber Gerhard,
    heute habe ich auf deinem Spanisch – Kalender diesen Text gelesen, der passt irgendwie:

    Romería de Villafranco del Guadalhorce
    Entre las fiestas católicas mós populares están sin duda las romerias que se celebran en todas partes del mundo. España no se queda atrás y celebra romerías con costumbres muy diferentes de acuerdo a la región.
    Una de ellas es la que se celebra el l de mayo en Villafranco en honor a la Patrona María Auxiliadora. Después de la misa, la gente se traslada a Río Grande a pie, a caballo o en carrozas. Llegando al río se celebran concursos y se bebe sangría. Para comer no puede faltar una tradicional paella de la región.

    Ich wünsch dir noch viele, viele wunderschöne Eindrücke!

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  2. Michaela

    Du hast Deinen ersten Tag geschafft. Ich freue mich jeden Tag auf Deinen Bericht. Alles Gute für morgen.
    Michaela

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  3. Gernot

    Vielen Dank, dass wir mit Dir mitwandern dürfen. Deine Beschreibung ist sehr lebendig. Alles Gute

    LG
    Gernot

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  4. Michaela

    Wer liest schon „Kerkeling“, wenn man einen „Pierer“ lesen kann! Ich freue mich jeden Tag auf die neue Seite in diesem Buch. Herrlich, wie du erzählst. Bis Morgen und alles Gute
    Michaela

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