5. Tag. Mittwoch, 15. Mai 2019 Puggio Bustone nach Rieti

Gestern Abend bin ich bei leichtem Regen und böigem Wind vom Restaurant in mein B&B gegangen. In der Nacht hat der Wind vorerst richtig ums Haus geheult und ist mit mir eingeschlafen. Ich bin erst spät wach geworden und war rechtzeitig beim fast italienischen Frühstück. So bin ich „erst“ um halb acht aus dem Haus. Ich genieße das herrliche Panorama verziert mit Wolkenresten.

In Richtung der Berge gibt es eine Überraschung. Die „kalte Sophie“ hat voll zugeschlagen und die Bergspitzen (ca. 1600 m) mit Schnee eingehüllt, soweit man sie in der Nebeldecke sehen kann.

Über einen steilen Steig verziert mit dem Tau der Franziskaner, geht es nach unten.

Entlang des Berghanges wandere ich recht angenehm dahin.

In San Liberato, einem Kleinstdorf, wurden durch ein Strukturprogramm die Häuser hergerichtet.

Wer sich beim Wachsen solche Mühe gegeben hat, darf auch später stehenbleiben.

Die nächste Herausforderung stellt Cantalice, ein bezaubernder Ort am Berghang, der aber von dieser Seite aus nur über Stiegen erreichbar ist.

Durch ein Tor kommt man dann zur Piazza San Felice.

Dort stehen das Geburtshaus und die Kirche des San Felice, dessen Patronsfest an nächsten Wochenende gefeiert wird.

Über der Kirche thront noch der Festungsturm.

Im ganzen Dorf finden die Vorbereitungen für das Fest statt.

Am Ortsrand komme ich zu einer Gedenkstätte für das Flugzeugunglück, bei dem am 13.02.1955 hier in den Bergen bei Cantalice die 29 Todesopfer erst acht Tage später gefunden wurden.

Beim Santuario S. Felice all‘ Acqua (17. Jhdt.) wurde hier eine Quelle zum Sprudeln gebracht.

Katzenkonferenz

Mitten im Wald liegt das Santuario Francescano di Santa Maria della Foresta. Hier hat sich Franziskus von seiner Augenoperation erholt. Das Kloster hat unterschiedlichste Orden beherbergt. Die letzten Franziskaner haben vor wenigen Jahren den Ort an eine Gemeinschaft verpachtet, die Menschen jeden Alters, Religion oder Herkunft die Möglichkeit bietet, sich im Leben zurecht zu finden. Ein junger Mann führt mich durch die Anlage.

In dieser Grotte hat sich Franziskus Gott besonders nahe gefühlt.

Leider hat es wieder zu nieseln begonnen und mein erster Blick auf Rieti ist etwas getrübt.

Die Stadtmauer umschließt auch heute noch einen Teil der Altstadt. Beim nächsten Tor gelange ich in das Zentrum.

Wer glaubt, in einer Stadt in der Ebene liegt die Kirche nicht oben, hat sich wie ich getäuscht. Eine Stiege geht immer.

Die Cattedrale di Santa Maria Assunta stammt aus dem 12. Jhdt., auch wenn das Interieur später geschaffen wurde. In der Krypta ist die Romanik erhalten geblieben.

Daneben steht der Bischofspalast (auch 12. Jhdt.), wo eine Monumental-Krippe zu bestaunen ist. Franziskus hatte ja die Krippen forciert.


Die Stadtbesichtigung ist von anhaltendem Regen gekennzeichnet.

Der „Mittelpunkt Italiens“ – er liegt seit ein paar Jahren in Nurcia. Die alten Römer waren nicht so genau.


Das Rathaus


Die Ponte Romano über den Velio, das Original ist unter Wasser zu sehen.


Das Denkmal für die „Lira“.

Tagesstrecke: 18,5 km

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