6. Tag 07. Mai 2022 Rendsburg – Hohenwestedt

Nach einem ausgiebigen Frühstück will ich meine Tagestour starten. Da ich außerhalb des Stadtzentrums wohne, möchte ich mit dem Bus ins Zentrum zurückfahren. Nur am Samstag fährt der Bus selten, und schon gar nicht von der Haltestelle beim Hotel. Ich beschließe also doch von Anfang an zu Fuß zu gehen.

Wie schon gestern Nachmittag wandere ich entlang des Nord-Ostsee-Kanals bis zur Hochbrücke. Wieder fährt ein Schiff durch und gleichzeitig überqueren gleich zwei Züge den Kanal.

Rendsburger Hochbrücke

Dann fahre ich als einziger Passagier mit der Seilfähre zum Südufer. Kurz vor der Anlandung kreuzt eine Kinderstube von Gänsen zusammen mit ihrer „Aufsicht“ den Kurs der Fähre.

Mit der Seilfähre über den Kanal
17 junge Gänse

Am Ufer hat sich eine Produktionsfirma für Windkrafträder angesiedelt. Erst in der Nähe kann ich die Größe erfassen.

Verladekräne für Windradflügel
Windradflügel

Ursprünglich wollte ich durch den Füßgängertunnel an das Südufer kommen. Ich schaue mir die Station am Südufer an. Mit eine Rolltreppe fahre ich in die Tiefe und werfe einen Blick in den Tunnel, der etwa 18 m unter der Wasseroberfläche liegt.

Rolltreppe abwärts
Fußgängertunnel

Die heutige Route verläuft über das flache Land und hat außer ein paar Dörfern nicht viel zu bieten. Die Kirchen sind geschlossen und auf den Straßen ist nicht viel los.

Jevenstedt
Jevenstedt
Jevenstedt – Denkmal an den deutsch-französischen Krieg

Manchmal sind Gebäude noch oder wieder mit Reet eingedeckt. Das Land wird intensiv landwirtschaftlich genutzt.

Reetdach
Raps

Die Höfe sind sehr weitläufig und sind meist Rinderzuchtbetriebe. Viele haben eine Biogasanlage angeschlossen.

Hof Wiesengrund der Familie Sievert

Durch die intensive Nutzung ist die Artenvielfalt in der Tier- und Pfanzenwelt eingeschränkt. Meine „Beute“: zwei Rehe, drei Hasen und ein Bussard, der mich fast gerammt hat. Bei der Wildtulpe oder Weingartentulpe (Tulipa silvestris) bin ich mir nicht sicher, ob es sich um ein natürliches Vorkommen oder um eine von Menschen verursachte Verbreitung handelt. Sie ist jedenfalls die einzige Wildform in Deutschland.

Wildtulpe (Tulipa silvestris L.)
Wildtulpe (Tulipa silvestris L.)
Reh

In Tappendorf komme ich mit zwei jungen Frauen mit Kleinkindern ins Gespräch. Im Ort gibt es einen kleinen Laden und ein Gemeindehaus für Vereine in der alten Schule. Sonst gibt es keine infrastrukturelle Einrichtung.

„Alte Schule“ in Tappendorf

Auch so können elektrische Schaltanlagen aussehen?

Schaltanlage in Tappendorf

In Hohenwestedt ließ ein Fabrikant von Muschelwaren sein Haus mit Muscheln verzieren.

Muschelhaus in Hohenwestedt

Vor der geschlossene Kirche in Hohenwestedt stehen die alten Glocken.

Kirche in Hohenwestedt
Kirche in Hohenwestedt

Ich übernachte im Hotel „Landhaus“.

Hohenwestedt
Hohenwestedt

Tagesstrecke: 35,6 km; ↑ 116 m; ↓ 75 m

Route auf alpenvereinaktiv.com

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