Tag 7 Dienstag, 11. Oktober  2016 Mos nach A Rabaleira

Ich wache vom Wecker in einem Nebenzimmer kurz vor sieben Uhr auf. Es ist stockdunkel. Der Himmel ist offenbar bedeckt. Aus der Bar höre ich die ersten Pilger, die es nicht erwarten können, sich auf den Weg zu machen. Wir lassen uns Zeit, und um acht Uhr ist es zwar immer noch dunkel,  aber die Bar ist leer. Ein verschlafener Wirt gibt uns Kaffee und Croissants. Dann wandern auch wir los.

Der Jakobsweg ist nicht nur durch gelbe Pfeile oder schöne Fliesen gekennzeichnet, oft stehen auch richtige Monumente am Wegrand.

Nach einem kurzen Anstieg geht es gleichmäßig flach entlang eines Hügels dahin.

Dann senkt sich der Weg in Richtung  Redondela.

Das hügelige Gelände kommt jetzt besser zur Geltung. Mit dem Wetter haben wir vorerst Glück.

In den Gärten gibt es noch viele Blumen, manchmal hängen noch Trauben an den Weinstöcken und eine riesenhafte Wespe sucht sich Nahrung in einer schönen Blüte.

Die Kohlpflanzen sind schon sehr hoch und die werden mit der Zeit bitter. Daneben ist schon die nächste Generation gepflanzt. In der Caldo Galego, der gallizischen Einmachsuppe, ist der Kohl unersetzlich.

Am Convento de Vilavella vorbei kommen wir nach Redondela.

Für uns bietet die Kleinstadt vorerst nichts Aufregendes.

Doch mitten in der Stadt entdecken wir hoch über den Häusern  zwei Eisenbahnbrücken.

Wir schlendern durch die sauberen Gassen der Altstadt hinauf zur Igrexa de Santiago de Redondela.

Wir holen unseren Pilgerstempel und eine junge Nonne lässt über Lautsprecher das Ave Maria von Gounod erklingen.

Ein Denkmal für den „Maurentöter“ darf natürlich auch nicht fehlen.

Von Redondela aus wandert eine Gruppe vom mehr als hundert Jugendlichen aus Madrid mit uns. Da kommt gleich  Leben  ins Land.

Wieder wandern wir über einen Hügel, um nach etwa zwei Stunden nach Arcade, einer Kleinstadt an der Mündung des Rio Verdugo, zu kommen.

Das Bild der Muscheln, in jedem Führer zu finden, darf natürlich auch hier nicht fehlen.
Da stärken wir uns in einem Restaurant mit einem Menu di dia und sind danach so satt, dass wir nicht mehr weit gehen wollen.

Wieder gehen wir über eine Brücke, die schon den römischen Legionen gedient haben kann.

Während wir durch die engen Gässchen von A Rabaleira gehen, beginnt es leicht zu nieseln.

Diese eindrucksvolle Pflanze möchte ich noch dokumentieren:

Kurz vor unserer Unterkunft etwas abseits vom Pilgerweg wird das Nieseln stärker und ein halbe Stunde später schüttet es aus allen Wolken. (Wenn Engelein reisen…)

Tagesstrecke: 19,5 km

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