11. Tag Freitag, 09. Oktober 2020 Andernach nach Sinzig

Um 7 Uhr ist es noch sehr finster. Daran sind auch die Regenwolken schuld, die über dem Land hängen. Ich hoffe zwar, dass sie sich bis nach dem Frühstück verziehen, sie haben sich anders entschieden. Ich gönne mir ein Genießer-Frühstück in einer Bäckerei.

Dann kommt mir noch eine Entdeckung von gestern in den Sinn. Das älteste Beerdigungsinstitut der Stadt bietet für Menschen mit besonderer Affinität zur Stadt spezielle Särge mit Andernach-Bezug:

Ich starte meinen Weg rheinabwärts direkt am Strom.

Hier verlaufen die vierspurige B9, der Radweg, die linke Eisenbahnstecke, die Kölnerstraße, der Rhein, die Uferstraße am rechten Ufer, die rechte Eisenbahnstrecke und die B42 parallel durch einen schmalen Talabschnitt.

Da gibt es sogar einen überdachten Fuß-Radweg.

Hinter der Burg Namedy, einer Wasserburg, liegt die Pfarrkirche St.-Bartholomäus, wo einst das Zisterzienserinnenkloster (um 1255) stand. Die Integration von Alt und Neu finde ich sehr gelungen.

Danach geht’s auf den Berg. Es sind etwa 245 Höhenmeter auf den nächsten 3,5 km zu überwinden. Leider finde ich mich in den Wolken wieder.

Beim Abstieg stoße ich auf einen ausgezeichnet gestalteten Lehrpfad zum Thema Geologie der Vulkaneifel und die Nutzung der Ressourcen durch den Menschen.

Alter Basaltsteinbruch
Abbau von Basalt.
Abfallstücke

Herrlicher Ausblick in das Rheintal!

Beim Abstieg wird der Weg wieder schmal.

Ich komme nach Brohl-Lützig und bleibe auf einer Nebenstraße im Tal. Der Regen wird nun stärker und der Weg über den Berg ist eher gefährlich. Viel los ist hier auch nicht.

An Bad Breisig mit seiner Therme gehe ich vorerst vorbei. In Oberbreisig, dem historischen Ursprung, steht eine spätromanische Kirche aus dem 13. Jhdt. mit Fresken aus dem 13. bis 16. Jhdt.

Nach Oberbreisig geht es für heute zum letzten Mal auf die Hochebene hinauf und sanft durch den Wald wieder hinunter nach Sinzig.

In Sinzig strebe ich nur rasch dem Bahnhof zu, weil ich nach Bad Breisig zurückfahre. Es ist im Moment sehr schwierig, eine geeignete Unterkunft zu finden.

In Bad Breisig sehe ich mich ein wenig um und finde in der barocken Kirche St. Marien eine Kreuzreliquie, die durch die Templer ins Land gekommen ist.

Wieder fängt es zu regnen an, aber nach einem Stück Bienenstich ist sogar die Sonne da.

Ich nächtige heute im Quellenhof in Bad Breisig unweit der Römertherme. Das Essen im Chinarestaurant ist nicht besonders zu kommentieren.

Tagesstrecke:   23,8 km; ↑ 571 m; ↓ 581 m

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