14. Tag Sonntag, 08. September 2019 Gramastetten nach Untermühl an der Donau

Die Wolken haben sich über Nacht verzogen und auch der Wind ist eingeschlafen. Heute sehe ich erst, wie groß der Ort ist und wie viele Neubauten es gibt. Mein Weg führt entlang der Großen Rodl, einem rauschenden Bergbächlein. Es riecht stark nach dem Drüsigen Springkraut, das alle Vegetation niederwuchert. Der Graben ist über eine lange Strecke mit kleinen Wochenendhäusern verbaut. Als sich das Tal weitet, zweige ich nach Westen auf die nächste Hügelkette ab und verlasse die Große Rodl. Der Weg, der auf meiner Karte verzeichnet war, verschwindet plötzlich im hohen Kraut. Offensichtlich ist er nach den Windbrüchen durch Kyrill nicht mehr begehbar. Ich schlage mich an der Rohrbacher Bahn zur Rohrbacher Bundesstraße durch, der ich eine längere Strecke entlang gehe. Gut, dass es heute am Sonntag keinen LKW – Verkehr gibt. Die PKWs reichen. Zwischendurch fährt auch die Bahn mit einem Extraanhänger für die Fahrräder. In Lacken, auf einem Hügel gelegen, werde ich von einem richtigen Ortszentrum überrascht. Volksschule, Feuerwehr, Bank, Miniladen und Kirche liegen beisammen. In der eher modern gestalteten Kirche hat man die alten Bänke mit ihren Sitzbeschriftungen verwendet. Der Raps für die Silage steht in Blüte und sein Duft zieht so viele Bienen an, dass es surrt. Ich komme zu einem Stall und kann vorerst den etwas fremden Geruch nicht zuordnen. Der ganze Hügel trägt den Namen „Gaisberg“. In St. Martin im Mühlkreis werde ich mit Musik empfangen. Zum Pfarrflohmarkt spielen ein paar Musikanten hervorragende Volksmusik. Die Kirche hat durch einen Umbau etwas die „Richtung“ verloren. Es gibt keinen Hochaltar, der Volksaltar steht im Zentrum. BlumenwieseDas Schloss Neuhaus aus dem 12. Jhdt. ist von vielen Kunstprojekten umgeben. Es wurde erst kürzlich renoviert und befindet sich in Privatbesitz.

Über den „Steinigen Weg“ gehe ich rasch hinunter zur Donau. Der leichte Nieselregen kommt noch nicht durch das Blätterdach durch. Dann stehe ich wieder an der Donau, die hier im Staubereich des Kraftwerks Aschach fast steht. Ich residiere in der Pension Ernst, die wie ein Schloss an der Donau steht. Ein Balkon mit „Meerblick“ ist auch nicht zu verachten. Nicht lange nach meinem Eintreffen beginnt es zu regnen.

Tagesstrecke: 27 km
Bergauf: 619 m
Bergab: 847 m

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