17. Tag Dienstag, 15. Mai 2018 Pravisdomini nach Levada

In der Nacht hat es wiederholt geregnet und ich mache mich wieder auf einen feuchten Tag gefasst. Mit dem Frühstück will ich mir Zeit lassen, aber es fällt heute „italienisch“ aus: ein Kaffee und ein Croissant.

Ich stelle mich auf eine längere Gehstrecke auf der SP1 ein, wo der Morgenverkehr rollt. Entsprechend vorsichtig gehe ich es an.

Der „Palazzo del Comune“ hat auch schon besser Zeiten gesehen.

Ich komme an der Villa Frattina aus dem 16. Jhdt. vorbei, die inmitten eines gepflegten Parks liegt. Eines der Nebengebäude ist die Chiesa dei Santi Michele e Lorenzo, die außerhalb des Privatbereichs liegt.

Der Himmel sieht bedrohlicher aus, als er ist.

Zwischen den Weingärten eine gerade Straße. Viele der Weingärten sind Neuanlagen der letzten Jahre.

Für diese Schönheit bin ich sogar in den Graben gestiegen.

Nachdem ich schon ein paar Kilometer entlang des Flusses gewandert bin, ohne ihn wegen der Vegetation wirklich zu sehen, gehe ich jetzt über eine alte Eisenbrücke über die Livenza.

Gleich nach der Brücke fällt mir eine militärische Anlage auf, die sich als Multinational CIMIC Group Headquarter herausstellt. Das ist eine der NATO unterstellte Schule für zivile und militärische Zusammenarbeit.

Palazzo zu verkaufen!

Über eine Livenzabrücke komme ich in die Stadt Motta di Livenza. Der Fluss bot Schutz vor Angreifern, war aber auch Gefahr bei Hochwasser.

In der Fußgängerzone findet gerade ein kleiner Markt statt, der meine Aufmerksamkeit erregt. Leider tut man sich als Pilger mit Rucksack da schwer.

Viele Häuser sind in den letzten Jahren renoviert worden. In Gärten versteckt stehen prachtvolle Villen.

Ich bin nicht hinter das Geheimnis dieser Allegorie gekommen: auf jeden Fall war die Löwin „not amused“.

Vor den Toren der alten Stadt steht die Wallfahrtskirche Madonna dei Miracoli, wo 1510 einem Bauern die Hl. Maria erschienen sein soll.

Der Kreuzgang ist mit Fresken geschmückt.

In den Entwässerungsgräben sind oftmals verwilderte Callas mit erstaunlicher Größe zu finden.

Ich glaube mich schon nahe am Ziel, aber es ist der Campanile von Busco, eher ein Weiler als ein Dorf.

Diese Wolke lässt meinen Schritt schneller werden. Schaffe ich es noch trocken ans Ziel? Ich schaffe es, es kommt kein Regen!

In Levada, nahe bei Ponte di Piave, im „Albergo & Restaurante al gabbiano“ ist für heute Schluss.

Tagesstrecke: 24,6 km

Bergauf: 18 m

Bergab: 10 m

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