14. Tag Samstag, 12. Mai 2018 Gemona nach Villanova di San Daniele

Am Abend tratsche ich noch mit einer Gruppe aus Tirol und Oberösterreich, von denen auch ein paar Jakobswegerfahrung haben. Da gibt es immer genug Diskussionsstoff.

Heute bekomme ich schon um sieben Uhr ein für Italien sensationell reichhaltiges Frühstück und mache mich um halb acht auf den Weg.

Die Bahnunterführung ist durch ein interessantes Malprojekt bunt gestaltet.

Gegenüber gibt es ein imposantes, schmiedeeisernes Tor zu einem Regierungsgebäude.

Zu Beginn muss ich mich durch den Frühverkehr auf einer Regionalstraße bis nach Osoppo durchschlagen.

Die Berge habe ich hinter mir gelassen, jetzt geht es hoffentlich flach dahin.

Osoppo ist ebenso Opfer des Erdbebens 1976 gewesen wie Gemona. Alle Gebäude wurden  nach dieser Zeit gebaut bzw. rekonstruiert. Die Touristeninformation ist zwar geschlossen, das Gebäude aber interessant.

Dann finde ich die ersten halbroten Kirschen, aber: die süßesten Früchte….

Kaum bin ich aus Osoppo heraußen, beginnt des Pilgers Paradies. Zuerst gehe ich noch über angenehm geschotterte Feldwege, dann kilometerweit auf Wiesenwegen!

So klein, und schon ein Hügel mit Namen: Col Vernal 195 m – 22 m über der Umgebung.

Die Wiesen weisen eine große Anzahl von verschiedenen Pflanzen auf.

Gut, dass ich hier weder Tiere weiden lassen noch sie hier durchstreifen will. So darf ich meinen Weg fortsetzen.

Plötzlich versperrt eine nicht oder selten befahrene Eisenbahntrasse meinen Weg. Irgendwie schlage ich mich auf die SR463 durch, an der ich immer wieder kurze Strecken gehen muss.

Dann bin ich wieder allein.

Die Pappeln sind geometrisch genau ausgerichtet.

Auch das sind Wanderwege!

In der kleinen Kirche Santa Maria Assunta von Comero geht die Marienverehrung auf das 14. Jhdt. zurück. Im Hochaltar steht eine kleine Madonna mit Kind.

Ein Feld mit Mohn leuchtet weithin.

Ich wusste nicht, dass der Weg nach San Danièle so steil ist. Der Schinken will halt verdient sein. Zuerst geht es durch das Stadttor aus dem Jahr 1579.

Viele Gassen haben schöne Arkaden für Geschäfte und Restaurants.

Gleich zu Beginn meiner Besichtigung komme ich in die Kirche Sant’Antonio Abate, die 1308 geweiht wurde und einen Chor von 1441 besitzt. Sie ist mit Fresken aus der Zeit der Renaissance geschmückt.

Dann komme ich auf den Domplatz mit dem weiß leuchtenden Dom San Michele Arcangelo aus dem frühen 18. Jhdt.

Unter einem Blumenbalkon genieße ich den Prosciutto di San Danièle mit Melone.

Ich gehe an langen Baumreihen mit Maulbeerbäumen vorbei, deren Früchte noch einige Zeit brauchen werden. Der Spargel hingegen ist schon abgeerntet. Nur ein paar Nachzügler schießen noch aus der Erde. Die lasse ich mir roh und knackig schmecken.

Die Diskothek in Villanova hat schon bessere Zeiten gesehen.

Ich checke im „B&B  Osteria Villanova“ ein und beziehe mein Zimmer in Lavendel.

Das Gewitter lässt heute länger auf sich warten. Es hat ja auch einen weiteren Weg von den Bergen. Es dauert nur kurz und kühlt angenehm ab.

Vielleicht berichte ich euch noch vom Abendessen. Das soll hier nämlich ausgezeichnet sein.

Tagesstrecke: 27,3 km (wegen zweier Extraschleifen)

Bergauf: 98 m

Bergab: 136 m

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